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Tierheimalltag 18.04-19.04

Wenn man dieses Wochenende im Tierheim Ludwigshafen e.V. in einem Satz zusammenfassen müsste, dann wohl so: sonnig, intensiv – und voller Kontraste zwischen Hoffnung und Kopfschütteln.

Der Samstag hatte richtig Zug drauf. Zwischen Vermittlungsterminen lief das Ehrenamt auf Hochtouren und hat parallel schon die Basis für das kommende Frühlingsfest gelegt. Rasen mähen, Mulch verteilen, Flohmarkt sortieren – viele haben irgendwo angepackt, damit nächsten Samstag alles rund läuft. Und bei all dem Trubel gab’s auch diese Momente, die einfach gut tun: Sonne im Gesicht, ein kurzer Plausch zwischendurch, das Gefühl, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. ☀️

Während draußen gewerkelt wurde, lief in der Katzenquarantäne ein ganz anderes Programm – eher Ausnahmezustand als Alltag. Sieben Fundkatzen allein am Samstag, darunter fünf Kitten, ein Muttertier und ein Kater. Für jedes einzelne Tier: Eingangscheck, Gesundheitsprüfung, Parasitenkontrolle. Und gleichzeitig diese eine Frage, die immer wieder im Raum steht: Wie kann das sein? Trotz Kastrationspflicht in Ludwigshafen. Trotz all der Aufklärung. Bitte – es ist so entscheidend: Kastrieren, chippen, registrieren.
Das ist kein „Nice-to-have“, sondern aktiver Tierschutz und der einzige Weg, dieses Leid langfristig einzudämmen.

Der Sonntag brachte dann wieder die schönen Seiten: ein gemeinsamer Spaziergang mit Interessenten, echte Begegnungen, vorsichtiges Kennenlernen. Und gleich zwei Happy-End-Momente – Tofu und Stewart durften ausziehen. Wir drücken fest die Daumen, dass sie gut ankommen und Schritt für Schritt in ihr neues Leben wachsen. 🐾

Aber wie so oft gehören auch die anderen Geschichten dazu. Fridolin, ein Fundhund, der am Wochenende seine ersten Schritte bei uns gemacht hat ist noch unsicher, wir sind gespannt wo hier die Reise hingeht. Natürlich ist er nicht gechipt und bislang auch nicht vermisst.
Und dann gibt es diese Momente, die einen ehrlich gesagt fassungslos zurücklassen. Am Sonntagnachmittag stand plötzlich jemand mit einem American Staffordshire Terrier vor dem Tor – natürlich nicht als Listenhund gemeldet, und der Hund musste „sofort weg“. Kein Plan, keine Vorbereitung, keine Übernahme von Verantwortung. Hauptsache, das Problem ist schnell abgegeben.

Gerade bei solchen Hunden reden wir aber nicht von „mal eben unterbringen“. Diese Tiere bringen Auflagen mit sich, behördliche Klärungen, Wesenstests, Haltungsauflagen, teilweise eingeschränkte Vermittlungsmöglichkeiten. Das bedeutet für uns: mehr Zeit, mehr Abstimmung, mehr Ressourcen.

Und auch finanziell ist das ein echter Kraftakt. Allein die Grundversorgung summiert sich schnell: hochwertiges Futter, tierärztliche Checks, Impfungen, Kastration, Parasitenbehandlungen. Dazu kommen Kosten für Verhaltenstraining oder Einschätzung durch Fachstellen. Gerade bei solchen Hunden ist es wichtig, individuell zu arbeiten.

Das alles passiert bei uns, weil wir nicht wegschauen können. Aber es zeigt eben auch ganz deutlich: Ein Tier anzuschaffen bedeutet Verantwortung – finanziell, organisatorisch und vor allem langfristig. Und genau diese Verantwortung lässt sich nicht einfach am Tierheimtor abgeben.

Und als wäre das nicht genug, kam noch ein Korb voller Entenküken aus dem Ebertpark dazu – erneut Opfer von Angriffen, ein Problem, das jedes Jahr wiederkehrt und dringend nachhaltige Lösungen braucht.

Tierheimalltag 11.04 – 12.04

Ein echtes Highlight am Wochenende: Unsere Fundkitten aus dem Fensterschacht vom letzten Wochenende entwickeln sich richtig gut. Gemeinsam mit ihrer Mama sind sie stabil, futtern fleißig und wachsen sichtbar – ein kleines Erfolgserlebnis, das uns allen unglaublich viel Rückenwind gibt. Gleichzeitig riss der „Fundtier-Stream“ nicht ab: Eine Kornnatter wurde von der Feuerwehr gebracht, und in der Nacht von Samstag auf Sonntag kam noch ein Fundhund rein – mit bekanntem Gesicht, denn er war nicht zum ersten Mal bei uns. Zum Glück konnte er wieder nach Hause, aber solche Fälle zeigen, wie wichtig nachhaltige Sicherung ist.

Auch im Bereich Vermittlungen war ordentlich Bewegung drin: viele Gespräche, viel Kennenlernen, viel vorsichtiges Hoffen. Wir drücken wirklich fest die Daumen, dass sich daraus die nächsten Happy Ends entwickeln 🍀

Parallel dazu kamen mehrere Entenküken zu uns, nachdem sie im Ebertpark von Nilgänsen attackiert wurden – sie sowie eine junge Türkentaube konnten wir direkt an die ehrenamtliche Wildvogelhilfe übergeben. Und ein ganz besonderer Meilenstein: Am Wochenende durften wir unsere überwinterten Igel wieder zurück an ihre ursprünglichen Fundorte bringen. Stolze 15 kleine Stachelritter konnten wir wohlgenährt und gesund in die Freiheit entlassen 🦔💚 Ein Moment, der uns sehr bewegt hat – und der zeigt, wie wichtig unsere Arbeit auch für die heimische Tierwelt ist. Denn gerade sie braucht unseren Support mehr denn je, da Lebensräume zunehmend schwinden.

Und dann sind da noch unsere ganz persönlichen Geschichten: Janosch, unser Weimaraner, trägt jetzt einen neuen Maulkorb – und ja, wir finden ihn ziemlich stylisch. Vor allem aber steht er für Verantwortung und Sicherheit im Umgang mit verhaltensoriginellen Hunden. Noah wiederum hatte ein richtig gutes Wochenende: Appetit, Neugier und wie immer mittendrin statt nur dabei – vor allem beim Auspacken der Spenden 📦
Wir Leben jeden Tag ganz bewusst mit ihm.
Jeder gute Tag mit ihm ist ein Geschenk, und wir sind unendlich dankbar für die Unterstützung von unserer Wunschliste, die er bekommt.

Währenddessen haben Runa und Grimm einfach die Sonne im Auslauf genossen – ohne großes Drama, einfach nur zusammen sein. Man vergisst oft, wie viel genau das für unsere Schützlinge bedeutet ☀️

Tierheimalltag 03.04 bis 06.04

Das lange Osterwochenende hat uns zwar mit richtig schönem Frühlingswetter verwöhnt, aber hinter den Kulissen lief parallel ein echtes Auf und Ab aus Hoffnung, Einsatz und auch Sorgen.

Los ging es direkt mit einem Einsatz, der uns allen kurz den Atem geraubt hat: Die ersten Fundkitten des Jahres wurden aus einem Fensterschacht geborgen – draußen geboren, völlig schutzlos. Unsere Mitarbeiter waren sofort mit vollem Einsatz dabei, um die Kleinen zu sichern. Die Kittensaison startet gerade erst, und wir wissen, was da noch auf uns zukommt. Es werden wieder Monate voller Hingabe, Kraft und unzähliger Schicksale.

Zwischendurch gab es aber auch diese kleinen, warmen Momente, die einem zeigen, warum man das alles macht: Am Samstag ging’s früh los zu Hornbach – ein Teil eurer Weihnachtsgutscheine wurde eingelöst, und jetzt wird das Tierheim Ludwigshafen e.V. Stück für Stück frühlingsfit gemacht. 🌸 Lavendel, Rindenmulch – alles für unser Frühlingsfest am 25.04. Wir freuen uns riesig darauf, euch dort zu sehen!

Und dann war da noch Fee, die Besuch bekam und reich beschenkt wurde. Das Schönste daran? Sie hat direkt mit Nilo geteilt. 🧡 Nilo, der im Moment ein bisschen den Mut verliert… aber genau solche Momente zeigen ihm, dass er nicht vergessen ist. Er wartet so sehr auf „seine“ Menschen.

Ein besonders bewegendes Kapitel dieses Wochenendes war Noah, unser Rotti-Rüde. Sein Zustand schwankt, und wir kämpfen gemeinsam mit ihm – mal geht es ein kleines Stück vor, dann wieder zurück. Trotzdem genießt er jede Sekunde: die Sonne im Gesicht, das Gras unter den Pfoten, seine Infusionen ganz entspannt draußen. Am Montag wurde es dann kritisch – er kam kaum noch hoch, eine Schwellung im Gesicht… also wieder ab in die Klinik. Neues Antibiotikum, ein dringender Ultraschall steht an. Bitte drückt ihm die Daumen. Er will leben, das spürt man in jedem Moment. 💛

Und als wäre das alles nicht schon genug gewesen, gab es natürlich auch die „ganz normalen“ Tierheim-Momente: Raya hat ihre per Eilpost gelieferten Ostergeschenke bekommen und direkt ihr neues Lieblingsplätzchen eingeweiht 🐶🎁 – und am Montagmorgen standen plötzlich zwei Wellensittiche da, nachts gebracht von der Feuerwehr. Einfach so. Alltag im Tierheim Ludwigshafen e.V.

Tierheimalltag 27.03-29.03

Das vergangene Wochenende im Tierheim Ludwigshafen e.V. hatte es wirklich in sich – als hätte jemand den „Pause“-Knopf der letzten Wochen plötzlich gelöst und alles auf einmal nachgeholt. Schon am Freitag wurden wir direkt mit der Realität des Tierschutzes konfrontiert: Am Bliesbad wurde während Sturm und Hagel eine alte Katze (Knöpfchen) in einer Tasche ausgesetzt. Die betagte Dame – geschätzt 12+ – ist blind, taub, gesundheitlich stark angeschlagen und kämpft zusätzlich mit einer dauerhaften Kopfschiefhaltung. Es sind genau diese Momente, die einen sprachlos machen. Wie viel muss ein Tier aushalten – und wie viel Herzlosigkeit steckt dahinter, es nach all den Jahren einfach zurückzulassen?

Doch damit nicht genug: Auch unser Sorgenkind Noah, ein Rottweiler-Mischling, konnte aus der Tierklinik abgeholt werden. Er ist aktuell ein absoluter Intensivpatient  der noch sehr viel Pflege benötigt. Seine Geschichte macht fassungslos – nach dem Tod seines Besitzers lebten weiterhin „Freunde“ in der Wohnung, doch niemand kümmerte sich um ihn. Ohne Futter, ohne Wasser, sich selbst überlassen, wurde er schlichtweg dem Verhungern preisgegeben und sich komplett Wund lag. Solche Schicksale gehen uns allen nah und zeigen einmal mehr, wie wichtig unsere Arbeit ist – und wie sehr unsere Schützlinge auf uns angewiesen sind.

Der Samstag brachte dann auch Lichtblicke ☀️: Mit Kimberly von Fellkinder Fotografie hatten wir großartige Unterstützung vor Ort. In entspannter Atmosphäre sind wunderschöne Aufnahmen von Fee, Arktos, Annika und Illan entstanden – wir können es kaum erwarten, euch die Ergebnisse zu zeigen!

Direkt danach waren engagierte Hundetrainer-Azubis von hundebar.de bei uns, die mit viel Feingefühl und Motivation auch mit unseren „Charakterköpfen“ gearbeitet haben. 

Währenddessen liefen im Katzenbereich zahlreiche Vermittlungsgespräche – vielleicht dürfen wir hier ja bald die nächsten Happy Ends verkünden.

Der Sonntag zeigte sich dann endlich mal von seiner trockenen Seite – wenn auch eisig kalt. Unsere Hunde waren mit den fleißigen Gassigeher*innen unterwegs und haben die Bewegung sichtlich genossen. Ein ganz besonderer Moment: Kenzo hat seine Koffer gepackt und ist ins Probewohnen gestartet 🐾 Wir drücken fest die Daumen, dass er sein Für-immer-Zuhause gefunden hat!

Gleichzeitig macht uns der kleine Neuzugang Minion nachdenklich – ein erschütterndes Beispiel für Qualzucht, das uns einmal mehr vor Augen führt, wie viel Aufklärungsarbeit noch nötig ist.

Unterm Strich war es ein Wochenende voller Emotionen – von tiefer Erschütterung bis hin zu vorsichtiger Hoffnung. Jetzt heißt es: Kräfte sammeln und mit voller Energie in die neue Woche starten – für unsere Tiere, die jeden Tag auf ihre zweite Chance warten. 🐶🐱

Reminder: Bitte stimmt für uns ab https://www.pfalzwerke.de/heldengesucht-spenden/Tierheim-Ludwigshafen-e-V~v669639

Tierheimalltag 21.03-22.03

Vorab: Bitte stimmt für uns ab https://www.pfalzwerke.de/heldengesucht-spenden/Tierheim-Ludwigshafen-e-V~v669639

So, das Wochenende ist schon wieder durch – und wenn man sich einmal kurz hinsetzt und alles Revue passieren lässt, merkt man erst, wie viel eigentlich passiert ist.
Zwischen Futterrunden, sauber machen und medizinischer Versorgung lief im Tierheim Ludwigshafen e.V. gefühlt alles parallel – gerade bei den Kleintieren merkt man aktuell besonders, wie hoch der tägliche Aufwand ist. 💪🐾
Ein riesiges Dankeschön an unser Ehrenamt – ihr habt dieses Wochenende wirklich abgeliefert und seid eine tragende Säule im täglichen Betrieb!

Besonders schön: Es war ein richtig starkes Vermittlungswochenende. Livia und der kleine Eckart sind in ihr neues Leben gestartet – genau für solche Momente machen wir das alles. 🧡 Auch für Kenzo, Stewart und die kleine Tofu standen die Kennenlerntermine an – die erste Chemie hat gestimmt, und wir drücken jetzt fest die Daumen, dass sich daraus nachhaltige Matches entwickeln. Gerade für unsere größeren oder „anspruchsvolleren“ Hunde wie Kenzo wünschen wir uns so sehr, dass sie gesehen werden und die Chance auf ein eigenes Zuhause bekommen.

Auch bei den anderen Schützlingen gab es tolle Entwicklungen: Unsere Kornnatter durfte überraschend schnell ausziehen 🐍✨ und für die eher zurückhaltenden Katzen Joey und Hope wurde bereits ein Auszugstermin vereinbart. Das bedeutet uns unglaublich viel – denn es zeigt, dass es Menschen gibt, die auch den leiseren, vorsichtigen Tieren eine Chance geben. Genau diese Menschen machen den Unterschied. Danke dafür! 🙏

Und dann gab’s noch kleine Alltagsfreuden: Fee hat ihr erstes Ostergeschenk bekommen – ein Osterhasen mit dem sie den ganzen Abend mit Begeisterung gespielt hat. 🎁🐶 Vielen Dank an alle, die unseren Schützlingen solche Momente schenken! Wenn ihr mögt, schaut beim Dehner in Oggersheim vorbei – dort hängen noch einige Osterwunschkarten unserer Tiere. Vielleicht erfüllt ihr ja den ein oder anderen Traum. 🌸

Einige unserer genesenen Tauben durften außerdem wieder in die Freiheit starten – immer ein ganz leiser, aber besonders schöner Moment.

Und Tucker durfte zu einem Familienausflug mit und hat gezeigt, was eigentlich in ihm steckt, er hat es richtig toll gemeistert mit Kind und Kegel waren sie unterwegs. Solche Einblicke außerhalb des Tierheimalltags sind Gold wert, weil sie uns helfen, unsere Hunde noch besser zu verstehen und passende Zuhause zu finden.

Unterm Strich: ein Wochenende voller Einsatz, Hoffnung und kleiner Wunder. Danke an alle, die uns unterstützen – ob vor Ort, mit Spenden oder einfach, indem ihr unsere Geschichten verfolgt.

Tierheimalltag 14.03 – 15.03

Das Wochenende im Tierheim Ludwigshafen e.V. hatte wieder genau diese typische Mischung aus kleinen Glücksmomenten, viel Engagement – und auch ein paar Gedanken, die uns nicht ganz loslassen. ❄️🐾
Es war spürbar kälter draußen, aber im Tierheim selbst ging es trotzdem lebendig zu. Besonders bei unseren Kleintieren war am Samstag richtig viel los – dank vieler tatkräftiger Ehrenamtlicher, die mit angepackt haben. Gerade dort brauchen wir momentan jede helfende Hand, denn unsere Kleintierbereiche sind leider sehr voll. Und so sehr wir uns kümmern: Für diese Tiere ist ein Tierheim einfach kein Dauer-Zuhause. Umso mehr wünschen wir uns, dass sie bald entdeckt werden und in ein artgerechtes Zuhause umziehen dürfen. Danke an alle, die am Wochenende wieder Zeit, Herz und Energie bei uns gelassen haben. 💚

Bei den Hunden gab es dafür einige schöne Lichtblicke. Mehrere Interessentinnen und Interessenten waren da, haben Hunde kennengelernt und erste Kontakte geknüpft. Jetzt beginnt in den nächsten Tagen die nächste Phase: gemeinsames Kennenlernen, Spaziergänge, Gespräche – und natürlich drücken wir ganz fest die Daumen, dass vielleicht der ein oder andere unserer Vierbeiner bald seine Koffer packen darf. Ein besonders aufregender Moment: Unser kleiner Malinois Rocky ist ins Probewohnen gestartet. Für ihn beginnt damit ein ganz neuer Abschnitt – und wir hoffen alle sehr, dass daraus ein echtes Zuhause wird. 🍀

Auch hinter den Kulissen war einiges los. Im Vorstand standen wichtige Gespräche an, denn einige Themen mit Vertragspartnern dulden keinen Aufschub mehr. Es wurden Entscheidungen getroffen und nächste Schritte auf den Weg gebracht. Unser Ziel bleibt klar: alte Baustellen aufarbeiten, Strukturen stärken und den Verein Schritt für Schritt auf zukunftssichere Beine stellen. Das ist manchmal anstrengend – aber absolut notwendig, damit das Tierheim Ludwigshafen e.V. auch in Zukunft ein sicherer Hafen für Tiere bleiben kann.

Zum Schluss noch ein Aufruf aus unserem Hunde-Team: Wir suchen dringend Verstärkung. Eine gelernte, motivierte Mitarbeiterin, die Lust hat, Teil unseres Teams zu werden – und idealerweise Erfahrung mit unseren verhaltensoriginellen Mitbewohnern mitbringt. Wer strukturiert arbeitet, vorausschauend denkt und Freude daran hat, mit besonderen Hunden zu arbeiten, könnte genau richtig bei uns sein. Die Infos zur Stelle findet ihr auf unserer Homepage.

Und jetzt starten wir gemeinsam in eine neue Woche – mit gedrückten Daumen für Rocky, Hoffnung für unsere Kleintiere und ganz viel Dankbarkeit für alle, die uns unterstützen. 🐶🐰💚

Tierheimalltag 28.02-01.03 Ehrenamt im Tierheim Ludwigshafen e.V.

Manchmal sind es gerade die scheinbar „unspektakulären“ Wochenenden, die im Tierheim Ludwigshafen besonders nachwirken. Die Sonne hat unser Gelände in warmes Licht getaucht, die Hunde lagen entspannt in ihren Außenbereichen, haben die Wärme auf dem Fell gespürt und wirkten, als könnten sie endlich einmal richtig durchatmen. Zwischen Fütterungen, Reinigungsrunden und all den organisatorischen To-dos lief zwar der ganz normale Alltagswahnsinn – aber ohne große Katastrophen. Und genau dieses „Es läuft, alle sind versorgt und wirken zufrieden“ fühlt sich im Tierheimalltag manchmal wie ein kleines Geschenk an.

Am Sonntag stand dann alles im Zeichen des Ehrenamts. Einige Interessierte sind zu uns gekommen, wir haben einander in Ruhe kennengelernt, Erwartungen abgeglichen und ganz ehrlich darüber gesprochen, was Ehrenamt bei uns wirklich bedeutet. Denn so sehr wir alle die Kuschelmomente mit den Tieren lieben: Ein großer Teil der Hilfe passiert „hinter den Kulissen“ – Pflegeroutinen, Instandhaltung, Saubermachen, Reparaturen auf einem großen, in die Jahre gekommenen Gelände, Tierarztfahrten, Spendenabholungen und das Verräumen all der Dinge, die unsere Tiere täglich brauchen. All das braucht Menschen, die mit anpacken, damit unsere Schützlinge gut und sicher untergebracht sind, auch wenn man nicht in jeder Minute direkt an ihrer Seite steht. Der Austausch war offen, wertschätzend und hat sich für uns richtig gut angefühlt – wir hoffen sehr, viele dieser Gesichter bald öfter auf unserem Hof zu sehen. 🤝

Außerdem haben wir an diesem Wochenende die Köpfe zusammengesteckt, um unseren Malinois-Rüden Davos noch sichtbarer zu machen – für Menschen, die diese Rasse lieben und wissen, wie viel Energie, Arbeitsfreude und Charakter in so einem Hund steckt. Entstanden ist sein eigener Instagram-Kanal: Unter @davos.the.mali könnt ihr Davos in seinem Alltag begleiten, seine Entwicklung und Trainingsfortschritte verfolgen – und den Account gern teilen, damit er genau die Menschen erreicht, die Lust auf ein echtes Abenteuer an ihrer Seite haben. Vielleicht sitzt sein zukünftiger Mensch ja schon still scrollend auf dem Sofa und weiß noch gar nicht, dass da ein Malinois auf ihn wartet.  Also FOLGT ihm🐾

Tierheimalltag 21.02 bis 22.02 // Kleine Mäuler, großer Appetit: Unsere Igel brauchen Unterstützung

Und zack – wieder ist ein Wochenende vorbei. Draußen wird’s zwar langsam milder, aber dieser Dauerregen… sagen wir’s, wie’s ist: Der geht nicht nur auf die Jacke, sondern auch ein bisschen aufs Nervenkostüm. Und genau in dieser Mischung aus „Ach, wie schön“ und „Puh, ganz schön viel“ lief auch unser Wochenende im Tierheim Ludwigshafen ab.

Eine Katze durfte in ihr neues Zuhause ziehen 🐾, mehrere genesene Tauben konnten wir an ihrem ursprünglichen Fundort wieder in die Freiheit entlassen – jedes Mal ein ganz besonderer Moment. Außerdem waren die Interessenten von Fiete da, und was sollen wir sagen: Sie mögen ihn sehr! Wir drücken unserem sensiblen Kerl ganz fest die Daumen, dass alles weiterhin so gut läuft und er bald ausziehen darf. Der Tierheimalltag ist einfach nichts für ihn, und er wirkt oft richtig niedergeschlagen – also: alle Daumen drücken für Fiete 🤞🐶.

Sorgenkind des Wochenendes ist unsere Schweinedame Ottilie. Die alte Dame hat leider wieder gesundheitliche Probleme, ihr Auge ist böse entzündet und wird nun täglich gespült. Parallel lief natürlich der ganz normale Tierheimtrubel: füttern, putzen, versorgen, trösten, organisieren, dokumentieren.

Zwei Themen möchten wir diese Woche besonders in den Fokus rücken:

Zum einen sind wir aktuell bis zum Rand voll mit Igeln 🦔, die wir aufpäppeln und über den Winter begleiten, bis sie im Frühjahr wieder fit für die Freiheit sind. Die kleinen Stachler machen unglaublich viel Arbeit, haben aber zum Glück einen gesegneten Appetit – leider schrumpft dadurch auch unser Futterbestand. Wir würden uns riesig freuen, den ein oder anderen Igelfreund zu finden, der uns mit Royal Canin Mother & Babycat Trockenfutter unterstützt – auch auf unsere Wunschliste. Die Größe und Zusammensetzung sind dafür einfach ideal.

Besonders intensiv beschäftigt uns aktuell auch das Thema Kaninchen-Abgaben. Täglich erreichen uns Anfragen von Menschen, die ihre Tiere nicht mehr halten können oder wollen. Viele dieser Kaninchen wurden unüberlegt angeschafft, oft als „Anfänger-“ oder „Kinderhaustier“, nicht selten trächtig übernommen, falsch ernährt und in viel zu kleinen Käfigen gehalten. Was dabei häufig völlig unterschätzt wird: Kaninchen sind hochanspruchsvolle Tiere. Sie brauchen viel Platz, strukturierte Gehege, frisches Grünfutter, Sozialpartner, Beschäftigung, fachkundige Pflege und regelmäßige tierärztliche Versorgung. Das ist zeitaufwendig, kostenintensiv und verlangt echtes Engagement. Kaninchen sind keine Kuscheltiere, keine Dekoration fürs Kinderzimmer und kein Spielzeug. Sie sind sensible Lebewesen mit komplexen Bedürfnissen, die beobachtet, verstanden und respektiert werden wollen. Leider ist es nach wie vor möglich, diese Tiere nahezu überall für wenig Geld zu kaufen oder über Kleinanzeigen weiterzugeben – oft ohne jede Aufklärung, ohne Kontrolle und ohne Rücksicht auf artgerechte Haltung. Die Folgen landen am Ende bei uns: überfüllte Gehege, erschöpfte Kapazitäten und Tiere, die erst einmal wieder stabilisiert, medizinisch versorgt und langsam an ein artgerechtes Leben herangeführt werden müssen. Unser eindringlicher Appell: Wer sich ein Tier anschaffen möchte, informiert sich bitte gründlich, ehrlich und realistisch. Prüft, ob Zeit, Platz, Geduld und finanzielle Mittel dauerhaft vorhanden sind – denn auch Kleintiere können beim Tierarzt schnell hohe Kosten verursachen. Verantwortung endet nicht an der Haustür, sondern beginnt genau dort.

Tierheimalltag 13.02 bis 15.02 // Zwischen Schock und Hoffnung

Freitagabend hat uns ein Anruf aus einer Ludwigshafener Tierarztpraxis eiskalt erwischt: Auf der Parkinsel wurde ein ca. 6 Monate alter, unkastrierter Kater in einer zugeknoteten Tüte gefunden – voller Kot und Urin, völlig am Ende und mit deutlichen Spuren von Misshandlung (abgeschnittene Schnurrhaare, im Röntgen ein Schwanzanriss). Wir waren einfach nur sprachlos darüber, wozu Menschen fähig sind – und gleichzeitig dankbar, dass er überhaupt noch lebt. Jetzt ist er bei uns in der Quarantäne angekommen, frisch gebadet, erstmal sicher, und hat einen Namen:

Kimba. Ab hier geht’s für dich bergauf – das ist kein Spruch, das ist unser Commitment.

Und dann war da zum Glück auch diese andere Seite unseres Tierheim-Alltags: Samstag startete direkt mit einem echten Lichtblick, denn die kleine Dori war noch nicht mal veröffentlicht und durfte trotzdem schon ausziehen. Sie hat in den letzten Wochen großartige Menschen kennenlernen dürfen, die sich ganz bewusst für sie entschieden haben – mit dem Plan, sie Schritt für Schritt in ihr Rudel zu integrieren. Auch Honig hat ihre Interessenten mitten ins Herz getroffen und darf nach ein paar Probetagen bleiben.
Genau diese Momente sind es, die uns nach harten Einsätzen wieder Luft holen lassen. ❤️

Zwischen Hunde- und Katzenalltag gab’s am Wochenende außerdem einen Neuzugang der etwas anderen Art: ein Fundhuhn, das jetzt Erna heißt – wir sind gespannt, ob sich die Besitzer melden.

Und während draußen das Wetter wieder ordentlich abgekühlt ist (Frühling, wir wären bereit!), wurde bei unseren Schweinen richtig angepackt: Ehrenamtliche haben einen Paletten-Zaun gebaut, damit wir bei der Fütterung besser trennen können, weil Ottilie einfach deutlich langsamer frisst – und die Eberhardt sich sonst alles wegsnackt, bevor sie überhaupt fertig ist. Alles in Allem geht es Ottilie aber wieder viel besser.

Danke an alle, die mit Zeit, Muskelkraft, Herz und Spenden dafür sorgen, dass hier trotz allem jeden Tag Stabilität entsteht.

Tierheimalltag 07.02 bis 09.02

Uff – dieses Wochenende hatte es wirklich in sich. Schon am Freitagabend zog mit Pluto ein neuer Bewohner bei uns ein: ein zweijähriger Rüde aus Rumänien, der damals über Facebook vermittelt wurde. Seine Halter waren dem Alltag mit ihm inzwischen nicht mehr gewachsen – fehlende Erfahrung, Unsicherheit im Setzen von Grenzen und die Belastung im Familienleben führten dazu, dass die Situation für alle Beteiligten nicht mehr tragbar war. Die damals vermittelnde Organisation fühlt sich heute leider nicht mehr zuständig – ein Szenario, das wir nur zu gut kennen.
So heißt es nun: Willkommen im Tierheim Ludwigshafen e.V., lieber Pluto. Jetzt darfst du erst einmal ankommen, zur Ruhe kommen und neu durchstarten. 🐾

Und apropos Reise: Unsere 13-jährige Kangal-Seniorin Anni durfte am Wochenende nach Westdeutschland auf Pflegestellen-Probe ziehen. Vielleicht ja sogar auf direktem Weg in ein richtiges Zuhause? Allein die Chance darauf ist für uns schon ein kleines Wunder, denn nach Anni hatte bisher noch nie jemand gefragt. Entsprechend viele Daumen wurden gedrückt – und ein paar Freudentränen gab es auch. 🤍

Der Samstag machte mit strahlendem Sonnenschein und Frühlingsgefühlen direkt da weiter, wo der Freitag aufgehört hatte: mit guten Nachrichten. Seniorin Bucca, der kleine Bolle und unsere Flummy Dori verbrachten intensive Kennenlern-Zeiten mit ihren Interessent*innen – wir hoffen sehr, dass daraus echte Perfect Matches werden. 🍀

Parallel dazu wurde im Hintergrund kräftig angepackt: Dank unseres großartigen Ehrenamts hängen nun neue Erste-Hilfe-Kästen, Pflasterstationen, sowie Augenduschen an ihren festen Plätzen – unscheinbar, aber im Tierheimalltag mit Tieren, Reinigungsmitteln und viel Trubel enorm wichtig. Ein riesiges Dankeschön an alle helfenden Hände, die uns auch bei den gefühlt hundert Hausmeister-Themen so zuverlässig unterstützen. 🙌
Auch strategisch ging es voran: Unser Container-Projekt nimmt richtig Fahrt auf – das Angebot des Planungsbüros ist angenommen, die Bauanträge sind in Erstellung. Kurz gesagt: Wir freuen uns sehr. 🚀

Der Sonntag startete erst einmal schön – mit einem Besuch von Raymond, der uns Spenden vorbeibrachte. Danke, dass du unsere Arbeit siehst, wertschätzt und immer wieder bei uns vorbeischaust.

Doch dann kam ein Anruf, der den Tag komplett auf den Kopf stellte: Ein Hund brauchte nach einer Milzoperation dringend eine Bluttransfusion. Gemeinsam mit der Klinik gingen wir unsere möglichen Kandidaten durch – und schließlich standen Gargamel und Ilan bereit. Also: beide in den Transporter, ab nach Hofheim. Gargamel, dort schon bekannt, konnte sofort Blut spenden und damit ganz konkret helfen, ein Leben zu retten. Erst am Abend ging es müde, aber mit einem richtig guten Gefühl zurück nach Hause. Was für ein Tag. Was für ein Team. 💚