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Tierheimalltag 04.- 05. Juli 2026 Abschiede, Ankünfte und ganz viel Herz

Ein weiteres intensives Wochenende liegt hinter uns – mit vielen schönen Momenten, einigen emotionalen Abschieden und natürlich jeder Menge Einsatz für unsere Schützlinge.

Besonders viel los war bei unseren Welpen. Für unsere kleinen Labrador-Welpen stand das große Kennenlernen auf dem Programm. Viele interessierte Familien waren bei uns zu Besuch und einige der Kleinen durften sogar schon direkt in ihr neues Zuhause umziehen. ❤️

Auch unsere Cane-Corso-Welpen haben inzwischen alle ihre Köfferchen gepackt und sind in ihre Familien gezogen. Wir wünschen allen Vierbeinern und ihren Menschen einen wunderbaren Start in ein gemeinsames Leben voller Vertrauen, Abenteuer und unvergesslicher Momente.

Doch während einige Tiere das Tierheim verlassen durften, kamen viele neue kleine Patienten zu uns. Die anhaltende Hitzewelle macht insbesondere unseren Wildvögeln schwer zu schaffen. So wurden am Wochenende wieder zahlreiche Jungvögel bei uns abgegeben – darunter Mauersegler und Schwalben. Diese winzigen Patienten benötigen rund um die Uhr Versorgung und Fütterung. Deshalb haben unsere Tierpflegerinnen sie kurzerhand mit nach Hause genommen, damit sie auch nachts bestens versorgt werden können.

Wir hoffen sehr, dass die kleinen Flugkünstler schon bald kräftig genug sind, um wieder in die Freiheit entlassen zu werden.

Auch unser Ehrenamt war wieder mit vollem Engagement im Einsatz. Eine ganz besondere Freude hat uns dabei eine großzügige Spende bereitet: Nachdem wir uns einen Pavillon gewünscht hatten, damit unsere Mitarbeitenden auch an heißen Sommertagen draußen im Schatten ihre Pausen verbringen können, wurde uns dieser Wunsch tatsächlich erfüllt.

Der Pavillon wurde direkt aufgebaut und wird bereits genutzt.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal von ganzem Herzen bedanken. Solche Gesten zeigen uns immer wieder, wie sehr unsere Arbeit von unserer Community getragen wird. Vielen Dank für diese großartige Unterstützung!

Auch bei unseren Katzen war das Wochenende alles andere als ruhig. Es fanden zahlreiche Kennenlerntermine statt, Vermittlungsgespräche wurden geführt und wir hoffen, dass sich daraus schon bald weitere Happy Ends ergeben.

Leider gehören zu unserer Arbeit auch die traurigen Momente. Als Fundtier wurde ein völlig entkräftetes Wildkaninchenbaby zu uns gebracht. Trotz aller Bemühungen war es bereits zu schwach und hat den Kampf nicht geschafft.

Nicht jedes Leben können wir leider retten. Gerade diese Fälle gehen uns sehr nahe und kosten viel Kraft. Trotzdem geben wir für jedes einzelne Tier alles – bis zum Schluss.

Ebenfalls aufgenommen wurde ein stark geschwächter Nymphensittich. Manche Finder bezeichneten ihn augenzwinkernd sogar als „Kakadu“. Jetzt bekommt er bei uns erst einmal die Ruhe und Pflege, die er dringend braucht.

Zum Abschluss gibt es noch eine schöne Nachricht: Unsere letzten Wachtelhähne haben ein neues Zuhause gefunden und werden künftig gemeinsam mit einer Gruppe Wachtelhennen leben. Auch für sie beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt.

So endet ein Wochenende, das wieder einmal gezeigt hat, wie vielfältig unsere Arbeit im Tierheim Ludwigshafen e.V. ist. Zwischen glücklichen Vermittlungen, aufwendiger Wildtierpflege, bewegenden Abschieden und der großartigen Unterstützung unserer Ehrenamtlichen und Spenderinnen und Spender liegt oft nur ein Augenblick.

Danke, dass ihr uns begleitet, unsere Arbeit unterstützt und mit uns gemeinsam dafür sorgt, dass jedes Tier die Chance auf ein besseres Leben bekommt. 🧡

Tierheimalltag 27.- 28. Juni 2026 im Hitzetunnel

Bei Temperaturen von 39 bis 40 Grad – ohne das kleinste Lüftchen – gerät selbst der einfachste Handgriff zur Herausforderung. Schon ohne körperliche Anstrengung läuft der Schweiß in Strömen. Trotzdem musste der Alltag im Tierheim ganz normal weitergehen. Unsere Tiere brauchen ihr Futter, ihre Pflege und vor allem ihre medizinische Versorgung. Gerade bei dieser extremen Hitze sind viele von ihnen zusätzlich belastet und benötigen noch mehr Aufmerksamkeit.

Während Mensch und Tier mit den Temperaturen kämpften, riss auch die Zahl der Wildvögel nicht ab. Allein an diesem Wochenende wurden mindestens 30 Vögel bei uns abgegeben. Der Großteil davon waren Mauersegler, dazu kamen drei Rotschwänze, fünf Schwalben und einige Jungtauben.

Besonders die Mauersegler machen uns derzeit große Sorgen. Durch die enorme Hitze verlassen viele Jungvögel ihre Nester viel zu früh oder stürzen heraus. Ohne schnelle Hilfe bedeutet das häufig den sicheren Tod. Eine unserer Mitarbeiterinnen verbringt deshalb ihr eigentlich freies Wochenende damit, die ganzen Vögel im Stundentakt zu füttern. Ein schönes Beispiel dafür, wie selbstverständlich bei uns Freizeit hintenangestellt wird, wenn ein Tier Hilfe braucht.

Auch unsere Ehrenamtlichen haben an diesem Wochenende wieder Großartiges geleistet. Sie haben kurzerhand ein zweites Welpengehege aufgebaut, damit auch der zweite Wurf, der nun bei uns ist, geschützt nach draußen kann. Die Cane Corsos haben ihre ersten Halsbänder bekommen – wir sind gespannt, wie lange es dauert, bis sie durchgeknappert sind. Aber so sind alle weiterhin eindeutig erkennbar und haben auf der Waage bereits um die 6 kg. Nach dem Einbruch in unser Tierheim war für uns klar, dass die alten Holztüren keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Also wurden kurzerhand neue Stahltüren besorgt und eingebaut. Wieder eine ungeplante Ausgabe, die unser Budget zusätzlich belastet – verursacht durch Menschen, die meinten, fremdes Eigentum beschädigen und sich Zutritt verschaffen zu dürfen.

Bis heute wissen wir nicht, was das eigentliche Ziel des Einbruchs war. Sollte ein bestimmter Hund gestohlen werden? Ging es um etwas anderes? Antworten werden wir vermutlich nie bekommen.

Auch die von euch gesponserten Überwachungskameras sind inzwischen vollständig installiert und leisten bereits wertvolle Dienste. Dafür möchten wir uns von Herzen bedanken. Ohne eure Unterstützung wären solche Investitionen kaum möglich gewesen.

Neben all den Herausforderungen gab es zum Glück auch viele schöne Momente.

Eduard durfte in sein Probewohnen ziehen und auch Janosch hat die Chance bekommen, sein neues Zuhause kennenzulernen. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass sich beide auch im Familienalltag genauso toll präsentieren wie bei uns.

Fee lernt ihre Interessentin weiterhin in Ruhe kennen und unsere Vermittlungscrew arbeitet derzeit im Akkord. Die zahlreichen Anfragen für unsere Welpen und viele weitere Schützlinge werden so schnell wie möglich bearbeitet, damit möglichst viele Tiere bald in ihr eigenes Zuhause umziehen können.

Auch aus unserer Katzenabteilung gibt es erfreuliche Nachrichten: Knöpfchen durfte ebenfalls ins Probewohnen ausziehen.

Mit den vielen Jungtieren steigt momentan auch unser Verbrauch an Nassfutter deutlich an. Die Kleinen haben ständig Hunger und benötigen regelmäßig hochwertiges Futter, um gesund aufzuwachsen. Deshalb freuen wir uns weiterhin über jede Unterstützung in Form von Nassfutterspenden.
Hier gehts zur Wunschliste

Nach diesem Wochenende bleibt vor allem die Erleichterung, dass alle Tiere trotz Hitze, Stress und zusätzlicher Arbeit gut versorgt werden konnten. Jetzt hoffen wir auf etwas kühlere Tage und ein kleines bisschen Ruhe für Mensch und Tier.

Tierheimalltag 13.-14. Juni 2026

Was für ein Wochenende! Während die Temperaturen sommerlich waren, herrschte bei uns im Tierheim Ludwigshafen e.V. wieder jede Menge Betrieb. Von fleißigen Handwerkern über Umzüge in neue Zuhause bis hin zu einem spannenden Abenteuer für unsere Welpen – langweilig wurde es definitiv niemandem.

Den Anfang machte am Samstag unser großartiger Handwerk-Ehrenamtstrupp. Mit viel Einsatz wurde ein Geländer abgeschliffen und frisch gestrichen. Solche Arbeiten fallen oft gar nicht auf, sind aber enorm wichtig, damit unser Tierheim gepflegt und sicher bleibt. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für diesen tollen Arbeitseinsatz!

Währenddessen stand für Pluto ein ganz besonderer Schritt an: Er durfte in sein Probewohnen ziehen. Nun heißt es Daumen drücken, dass sich Mensch und Hund weiterhin so gut verstehen und daraus ein endgültiges Happy End wird. Wir wünschen Pluto und seiner möglichen neuen Familie eine wunderbare Kennenlernzeit.

Auch Eduard hatte einen großartigen Tag. Auf dem Auslauf zeigte er sich von seiner besten Seite und gab alles für schöne Fotos. Besonders angetan hatte es ihm dabei eine Schlecktube, die für große Begeisterung sorgte und natürlich die Motivation für das Fotoshooting deutlich steigerte.

Im Katzenhaus gab es ebenfalls Neuigkeiten: Iva und Iron sind von ihrer Pflegestelle zu uns gezogen. Die beiden warten nun darauf, möglichst schnell ihre eigenen Familien zu finden und in ein liebevolles Zuhause umzuziehen.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen unserer Welpen. Da die kleinen Racker innerhalb kürzester Zeit aus ihrem bisherigen Welpenauslauf herauswachsen, wurde kurzerhand ein größerer Bereich vorbereitet. Es wurde gekehrt, umgeräumt, Pflanzen entfernt und alles gründlich gereinigt. Ein Bereich, der normalerweise kein Hundeauslauf ist, wurde mit viel Einsatz in einen spannenden Welpenspielplatz verwandelt.

Natürlich durfte dabei die Ausstattung nicht fehlen. Ein Rascheltunnel sorgte für neugierige Erkundungstouren, eine mit Wasser gefüllte Muschel bot eine willkommene Abkühlung für kleine Pfoten und eine weitere Muschel wurde mit Spielzeug und Bällen bestückt. Verschiedene Untergründe bringen zusätzlich jede Menge neue Sinneseindrücke mit sich.

Als schließlich das Kommando „Welpen frei!“ fiel, gab es kein Halten mehr. Nach anfänglicher Skepsis wurde alles gründlich untersucht, ausprobiert und getestet. Nachdem anschließend das Mittagessen serviert worden war, lagen die kleinen Entdecker mit kugelrunden Bäuchlein zufrieden nebeneinander in der Sonne und genossen das schöne Wetter. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die Kleinen wachsen und sich entwickeln.

Auch für unsere Wellensittiche gab es am Sonntag Grund zur Freude. Justus und Karsten durften in ihr neues Zuhause ziehen. Dort erwartet sie nicht nur eine tolle Voliere, sondern auch das Leben in einem Schwarm – genau so, wie es Wellensittiche lieben. Vielen Dank an die neuen Halter, dass die beiden künftig so artgerecht leben dürfen.

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns. Wir freuen uns über jeden Fortschritt, jeden gelungenen Auszug und jede helfende Hand, die unsere Arbeit unterstützt. Vielen Dank an alle, die uns dabei begleiten!

Tierheimalltag 6.–8. Juni 2026

Was für ein Wochenende. Eines von denen, bei denen man am Sonntagabend auf die Uhr schaut und sich fragt, ob wirklich erst zwei Tage vergangen sind.  Los ging es bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag. Am Abend und in der Nacht, wurde es bei uns noch einmal turbulent. Fast zeitgleich erreichten uns zwei sehr unterschiedliche Notfälle: ein Nutria und ein viel zu junger Welpe, der bei einer Kontrolle auf der Autobahn aufgefallen war. Der kleine Hund war aus dem Ausland eingeführt worden – viel zu früh von seiner Mutter getrennt. In diesem Alter besteht zudem noch kein wirksamer Impfschutz, insbesondere gegen Tollwut, was solche Fälle besonders problematisch macht, denn leider ist Tollwut ein großes Thema bei Auslandstieren.

Sofort hieß es für unser Team: Hygienemaßnahmen hochfahren, versorgen, beobachten und überlegen, wie wir dem Kleinen helfen können. Keine leichte Aufgabe, denn unser Hundehaus platzt aktuell aus allen Nähten und er muss erst einmal in Quarantäne. Gefühlt könnten wir jeden Zwinger doppelt belegen – und hätten immer noch keinen Platz übrig.

Umso größer war die Erleichterung, als sich schnell eine Lösung fand. Ein anderes Tierheim konnte den Welpen übernehmen, sodass die Tierrettung ihn Samstag mittag direkt dorthin brachte.

Doch damit nicht genug. Am Samstag wurde außerdem eine Fundkatze bei uns abgegeben. Ihr Zustand machte allen sofort Sorgen. Sie war stark abgemagert, erschöpft und litt unter einer schweren Augenentzündung. Wieder hieß es: Erstversorgung, Ruhe schaffen, medizinische Betreuung organisieren und hoffen, dass sie die Chance bekommt, die sie verdient. Solche Momente gehen keinem von uns spurlos vorbei und erinnern daran, warum Tierschutz manchmal auch bedeutet, schwierige Bilder auszuhalten und trotzdem weiterzumachen.

Währenddessen lief der ganz normale Tierheim-Alltag weiter – und der hat es bekanntlich ebenfalls in sich.

Unsere Ehrenamtlichen waren wieder mit vollem Einsatz dabei. Es wurde Rasen gemäht, der Hof gekehrt, eine neue Klospülung eingebaut, Spenden wurden sortiert, ausgepackt und verräumt. Und als wäre das noch nicht genug, entstand auch noch ein neuer Welpenauslauf. Die kleinen Bewohner ließen sich natürlich nicht lange bitten und nahmen ihr neues Reich sofort in Beschlag. Neugierig wurde geschnuppert, erkundet, getobt und ausprobiert. Es sind genau diese Momente, die einem zwischen all den Herausforderungen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Der Sonntag begann dann allerdings mit einem echten Schreckmoment.

Eines unserer mittlerweile acht Flaschenkinder brach plötzlich zusammen. Fast reglos lag der kleine Kerl zwischen seinen Geschwistern. Für einen Moment hielt jeder den Atem an. Sofort wurde gehandelt: zusätzliche Wärme, vorsichtiges Einwickeln, ständiges Beobachten, Animieren, medizinisch versorgen und Hoffen.

Und dann geschah etwas, woran in diesem Moment kaum noch jemand glauben wollte.

Nach ein bis zwei bangen Stunden saß der kleine Kämpfer plötzlich wieder in seiner Box, maunzte lautstark und verlangte nach Futter. Ein kurzer Moment des Aufatmens ging durch das Team. Natürlich wissen wir, dass der Weg für so junge Tiere oft noch lang und ungewiss ist. Aber an diesem Sonntag durfte zumindest ein kleiner Sieg gefeiert werden.

Zwischen all diesen Ereignissen standen am Mittag auch noch die ersten Vorstellungsgespräche für unseren ausgeschriebenen Minijob auf dem Programm. Die große Zahl an Bewerbungen hat uns sehr gefreut und zeigt, wie viele Menschen Interesse daran haben, Teil unserer Arbeit zu werden. Wie es weitergeht, werden die kommenden Tage zeigen.

Als am Sonntagabend langsam Ruhe einkehrte, waren alle Beteiligten ziemlich erschöpft – aber auch stolz auf das, was gemeinsam geschafft wurde. 

Danke an alle, die an diesem Wochenende mit angepackt, mitgefiebert, mitgehofft und mitgeholfen haben.

Wir sind gespannt, welche Geschichten die neue Woche für uns bereithält. Langweilig wird es bei uns ganz sicher nicht – und genau deshalb stehen wir jeden Morgen wieder gerne auf.

Tierheimalltag 24.05-31.05 Eine Woche zwischen Hoffen, Bangen und kleinen Wundern

Manche Wochen im Tierheim vergehen ruhig. Andere schreiben Geschichten, die uns noch lange begleiten. Die vergangene Woche gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie. Sie war geprägt von Sorgen, von harter Arbeit – aber auch von Hoffnung, Zusammenhalt und einem kleinen Wunder, mit dem kaum noch jemand gerechnet hatte.

Als Valeria zu uns kam

Am Sonntag, den 24. Mai, wurde die Hündin Valeria als Fundhund zu uns ins Tierheim Ludwigshafen e.V. gebracht.

Schon bei ihrer Ankunft war klar, dass etwas nicht stimmte.

Valeria hatte hohes Fieber. Ihre Milchleiste war stark entzündet, sie litt unter einer schmerzhaften Mastitis. Ihre Krallen waren viel zu lang und zeugten davon, dass sie schon längere Zeit nicht ausreichend versorgt worden war. Doch die größte Sorge bereitete uns etwas anderes.

Die Hündin war nach bisherigen Informationen in einem Ludwigshafener Ortsteil einfach zurückgelassen worden. Anwohner wurden auf die Situation aufmerksam und verständigten die Feuerwehr, die das Tier schließlich sicherte. So kam Valeria als Fundhund zu uns ins Tierheim – begleitet von einer ebenso ungewöhnlichen wie beunruhigenden Geschichte. Es hieß, man brauche sie nicht mehr. Zudem wurde behauptet, sie habe ihre Welpen totgebissen. Anschließend sei die Person einfach weggefahren.

Eine Geschichte, die viele Fragen offenließ.

Denn Valerias Zustand passte nur bedingt zu dieser Erklärung. Die ausgeprägte Milchbildung, die Entzündung und verschiedene weitere Umstände ließen uns zweifeln, ob wirklich alle Welpen tot waren.

Beweisen konnten wir zu diesem Zeitpunkt nichts.

Also blieb uns nur eines: Valeria medizinisch versorgen, ihr Sicherheit geben und gleichzeitig versuchen herauszufinden, was tatsächlich geschehen war.

Eine Community hält zusammen

Schon kurz nach ihrer Ankunft entschieden wir uns, die Geschichte öffentlich zu machen. Nicht, um zu spekulieren.

Sondern weil wir hofften, dass vielleicht jemand etwas gesehen hatte oder Hinweise geben konnte. Was dann geschah, hat uns tief beeindruckt.

Unser Beitrag wurde unzählige Male geteilt. Menschen aus der gesamten Region halfen dabei, die Geschichte weiterzutragen. Viele machten sich Gedanken, diskutierten, suchten nach Hinweisen und fieberten mit.

Vor allem aber erreichten uns mehrere anonyme Hinweise aus der Bevölkerung. Jeder einzelne wurde ernst genommen.

Parallel dazu standen wir in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Informationen wurden gesammelt, weitergegeben und geprüft. Viele Menschen arbeiteten im Hintergrund daran, Licht ins Dunkel zu bringen.

Währenddessen versorgten wir Valeria weiter und hofften jeden Tag darauf, dass sich vielleicht doch noch eine Spur ergeben würde.

Samstag – das Wunder, mit dem kaum noch jemand gerechnet hatte

Und dann kam der Samstag. Ein Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Fünf Welpen wurden uns in einem Umzugskarton am Tierheim übergeben.

Fünf kleine Hundekinder.

Nach allem, was wir derzeit wissen, handelt es sich sehr um die Welpen von Valeria.

Ursprünglich gehen wir davon aus, dass der Wurf aus etwa neun bis zehn Welpen bestanden haben könnte. Wo die übrigen Tiere sind und was genau in den vergangenen Tagen geschehen ist, wissen wir bis heute nicht.

Doch in diesem Moment zählte vor allem eines: Fünf Welpen sind da. Lebend.

Ihr Zustand war glücklicherweise insgesamt in Ordnung. Natürlich waren sie erschöpft und mussten sofort untersucht und versorgt werden, doch sie hatten eine Chance. Nach Tagen voller Fragen, Sorgen und Ungewissheit war das ein Moment, in dem bei vielen von uns die Erleichterung überwog. Manchmal erlebt man im Tierschutz Dinge, die schwer zu erklären sind. Dieser Samstag war einer dieser Momente.

Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit

So groß die Freude über die gefundenen Welpen auch ist – jetzt beginnt die Phase, in der es auf sorgfältige Versorgung und viel Disziplin ankommt. Für die Kleinen heißt es zunächst einmal: ankommen. Sie werden engmaschig überwacht, regelmäßig gewogen und medizinisch begleitet.

Bis zur ersten Impfung gelten strenge Hygieneregeln. Infektionen können für Welpen schnell gefährlich werden, deshalb achten wir derzeit besonders sorgfältig auf Hygiene und Schutzmaßnahmen. Auch die Welpenfütterung hat inzwischen begonnen.

Wer schon einmal einen Wurf betreut hat, weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt. Füttern, kontrollieren, reinigen, dokumentieren, beobachten.

Eine Aufgabe, die Zeit, Personal und Ressourcen bindet, die wir selbstverständlich gerne investieren. Denn genau dafür sind wir da.

Arktos zieht ins Probewohnen

Neben all der Aufregung um Valeria gab es am Wochenende auch eine Nachricht, die uns sehr gefreut hat. Unser Husky-Rüde Arktos durfte in sein Probewohnen ziehen. Manchmal sieht man Menschen und Hund zusammen und spürt sofort, dass etwas passen könnte. So war es hier.

Zwischen Arktos und seinen Interessenten schien vom ersten Moment an eine Verbindung zu bestehen. Nun dürfen sich beide Seiten im Alltag kennenlernen und herausfinden, ob daraus ein gemeinsames Leben wird. Wir drücken ganz fest die Daumen, dass alles so gut weiterläuft wie bisher.

Ohne Ehrenamt läuft nichts

Während manche Tiere medizinische Versorgung benötigen, müssen im Hintergrund auch die ganz praktischen Dinge erledigt werden. Und hier haben unsere Ehrenamtlichen einmal mehr gezeigt, wie unverzichtbar sie für das Tierheim Ludwigshafen e.V. sind. Am Wochenende wurde unter anderem der Zaun an den Hundeausläufen repariert. Außerdem musste eine Klospülung erneuert werden.

Klingt unspektakulär? Vielleicht. Aber genau solche Arbeiten sorgen dafür, dass der Betrieb überhaupt funktioniert.

Tierheime leben nicht nur von Tierliebe. Sie leben von Menschen, die anpacken, reparieren, organisieren, putzen, fahren, bauen und helfen. Dafür können wir gar nicht oft genug Danke sagen.

Die Kittenflut nimmt kein Ende

Während die Geschichte um Valeria viele Menschen beschäftigt hat, läuft gleichzeitig eine andere Herausforderung auf Hochtouren weiter:

Die Kittenzeit. Nahezu täglich erreichen uns Meldungen über schwangere Fundkatzen, mutterlose Kitten oder Tiere in schlechtem gesundheitlichem Zustand. Viele der Katzen sind stark vernachlässigt und benötigen intensive medizinische Versorgung und Pflege. Hochzeit der Überstunden.

Ein kleines Kaninchen auf der Suche nach Sicherheit

Auch ein verängstigtes Fundkaninchen fand am Wochenende den Weg zu uns. Für solche Tiere ist die Situation im Tierheim zunächst oft besonders belastend. Neue Geräusche. Neue Gerüche. Fremde Menschen. 

Drei Fundhunde mit Happy End

Zwischen all den schwierigen Nachrichten gab es auch mehrere erfreuliche Wiedersehen. Im Laufe des Wochenendes kamen ein Jagdterrier, ein Malteser und ein Pudel als Fundhunde zu uns. Glücklicherweise wurden alle drei Tiere gesucht und konnten kurze Zeit später wieder von ihren Familien abgeholt werden. Genau solche Geschichten wünschen wir uns für jeden Fundhund.

Deshalb an dieser Stelle ein wichtiger Appell: Bitte sichert eure Tiere und registriert sie bei Tasso.

Ein kurzer Schreckmoment, ein offenes Gartentor, ein nicht richtig sitzendes Geschirr oder ein unachtsamer Augenblick im Straßenverkehr können genügen. Und dann kann innerhalb weniger Sekunden aus einem normalen Tag eine gefährliche Situation werden.

Danke für eure Unterstützung

Zum Abschluss möchten wir einfach Danke sagen.

Danke an alle Menschen, die Valerias Geschichte geteilt haben.

Danke an alle, die Hinweise gegeben haben.

Danke an alle, die mitgefiebert, mitgehofft und mitgebangt haben.

Danke an unsere Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Pflegestellen, Unterstützerinnen und Unterstützer.

Und natürlich danke an alle, die unsere Tiere durch Spenden unterstützen.

Aktuell benötigen wir insbesondere (hier gehts zur Wunschliste):
• Einmalhandschuhe in Größe M
• Schuhüberzieher
• Allzweckreiniger

Gerade Einmalhandschuhe und Schuhüberzieher werden derzeit aufgrund der notwendigen Hygienemaßnahmen dringend benötigt und gehören aktuell – neben Geldspenden – zu den sinnvollsten Möglichkeiten, unsere Arbeit direkt zu unterstützen.

Die vergangenen Tage haben wieder einmal gezeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam helfen. Aus Sorge wurde Hoffnung. Aus Ungewissheit wurde ein kleines Wunder.

Und während die Geschichte von Valeria noch längst nicht zu Ende erzählt ist, wissen wir eines ganz sicher: Sie und ihre Welpen sind jetzt dort, wo sie sein sollen. In Sicherheit.

Tierheimalltag 16.05-17.05

Während unsere Tierheimleitung und die stellvertretende Tierheimleitung dieses Wochenende beim Seminar „Moderne Führung“ des Deutschen Tierschutzbundes in München unterwegs sind, lief der Alltag im Tierheim Ludwigshafen e.V. natürlich trotzdem in voller Geschwindigkeit weiter 🐾

Schon früh am Morgen wurde von unseren Ehrenamtlichen wieder fleißig Gemüse für unsere Schweine geschnippelt – dank der regelmäßigen Unterstützung der Tafel Ludwigshafen gab es auch dieses Wochenende wieder jede Menge frische Leckereien. Parallel wurden Spenden verräumt, der Flohmarktkeller sortiert und unser Heuweg, auf dem unsere Wildkatzen leben, mit neuem Futtervorrat ausgestattet. Dazwischen klingelte ständig das Telefon, Interessenten waren vor Ort und es entstanden viele schöne Gespräche rund um unsere Tiere und ihre Geschichten. ☕🐱

Besonders gefreut haben wir uns über einige richtige Lichtblicke: Unsere Langzeitbewohner Jamal und Tabaluga hatten Besuch – und vielleicht, ganz vielleicht, wartet jetzt endlich ihr eigenes Zuhause auf sie. Bitte drückt den beiden ganz fest die Daumen 🍀
Auch Lila durfte ihre zukünftige Pflegestelle kennenlernen und wir können nur sagen: Es war ein kleines bisschen Liebe auf den ersten Blick. 

Natürlich gab es auch die andere Seite des Tierheimalltags. Unzählige kranke und verletzte Tauben wurden dieses Wochenende gebracht und die Versorgung nimmt aktuell kaum ein Ende. Dafür benötigen wir dringend Vitamin-B-Tropfen, Einmalhandschuhe und 1ml-Spritzen. Wer uns hierbei unterstützen oder sich sogar ehrenamtlich in der Versorgung der Tauben einbringen möchte, darf sich jederzeit bei uns melden – wir würden uns in diesem Bereich sehr über Unterstützung freuen 🕊️

Außerdem kamen fünf kleine Entenküken zu uns, deren Mutter leider verstorben ist. Die Minis konnten glücklicherweise schnell an eine Wildvogelhilfe weitergegeben werden. Und während draußen Regen und Kälte herrschten, haben unsere Katzenkinder das Wochenende gemütlich in der Wärme verbracht – vermutlich sehr dankbar dafür, dass unsere Heizungen noch fleißig laufen. 🐈❄️

Danke an alle Ehrenamtlichen, Unterstützerinnen, Spenderinnen und Besucher*innen, die genau das möglich machen. ❤️

Tierheimalltag 02.05 – 03.05

Puh… dieses Wochenende hatte es wirklich in sich – und das lag ausnahmsweise nicht nur an den Temperaturen. Wenn man im Tierheim Ludwigshafen e.V. unterwegs war, hat man schnell gemerkt: Hier läuft gerade alles gleichzeitig. Emotionen, Organisation, Hoffnung – und ja, manchmal auch Frust.

Freitag, später Nachmittag.
Eigentlich so ein Moment, in dem man langsam Richtung Feierabend schielt – und dann steht er plötzlich da: ein neuer Abgabehund. Zwei Jahre alt, unkastriert, komplett aus der Bahn geworfen, ohne klare Orientierung. Seine bisherigen Menschen? Überfordert. Verunsichert. Mit Angst im Gepäck – vor allem mit Blick auf den baldigen Familienzuwachs.
Und der Hund? Kennt vor allem eine Strategie: nach vorne gehen. Laut, schnell, unkontrolliert.

Was bleibt, ist dieses Gefühl, das wahrscheinlich jede*r im Team kennt: eine Mischung aus Fassungslosigkeit, Wut und Traurigkeit. Denn irgendwo hat diese Geschichte mal anders angefangen – mit einem „Wir wollen dich“. Und jetzt? Übergabe, Verantwortung abgeben, Kosten bitte auch gleich mit.

Und genau hier zeigt sich, warum wir als Tierheim Ludwigshafen e.V. auf Unterstützung angewiesen sind. Denn alles, was jetzt folgt – Tierarztkosten, Training, Unterbringung, Zeit, Geduld – wird jetzt vom Verein getragen. Von uns allen.
Das ist nur möglich, weil so viele Menschen hinter uns stehen. Weil gespendet wird, weil geholfen wird, weil Verantwortung hier nicht einfach weitergeschoben, sondern getragen wird. Und genau für solche Fälle brauchen wir diese Unterstützung für Tiere, die aus unterschiedlichsten Gründen durchs Raster gefallen sind und bei uns eine zweite Chance bekommen.

Samstag – einmal durchatmen? Eher nicht.
Der Tag startet direkt mit einer Überraschung im Feuerwehrzwinger: zwei Pomeranians, behördlich eingewiesen. Klein, wuschelig – aber die Geschichten dahinter sind selten so flauschig wie das Fell. Also: ankommen lassen, Quarantäne vorbereiten, beobachten. Alles Schritt für Schritt.

Parallel dazu läuft der „ganz normale Wahnsinn“:
Gassigeher*innen, die bei bestem Wetter unterwegs sind, Vermittlungsgespräche, Telefonate, Organisation. Und mittendrin diese kleinen, wertvollen Inseln:
Unsere Fee hatte Besuch von ihrer Patin. Kuscheln, ein gemeinsamer Spaziergang, einfach mal gesehen werden. Genau solche Momente sind es, die den Alltag tragen.

Und weil es nie bei „ein bisschen Trubel“ bleibt, kam am Nachmittag die nächste Welle:
Die Tiernotrettung brachte sieben Wachteln – gehalten in winzigen Käfigen. Ein Bild, das man nicht so schnell vergisst. Also wieder: begutachten, dokumentieren, unterbringen. Jeder Handgriff sitzt, auch wenn die Uhr längst sagt, dass eigentlich Feierabend wäre.
Spoiler: War er natürlich nicht. Wie so oft.

Sonntag – leiser, aber nicht weniger besonders.
Der Tag startet kühler, fast ein bisschen ruhiger. Und dann kommt einer dieser Momente, die alles andere kurz in den Hintergrund rücken:
Für Nessel ist heute Auszugstag.
Die kleine Samtpfote packt quasi ihre unsichtbaren Köfferchen und zieht ins neue Zuhause. Genau dafür machen wir das alles. Viel Glück, kleine Maus – mach’s gut da draußen.

Und dann war da noch Noah.
Besuch hatte sich angekündigt – Menschen, die sich ernsthaft Gedanken gemacht haben. Die wissen wollten, was es braucht, damit ein Pflegeplatz wirklich passt. Kein Schnellschuss, sondern echtes Interesse.

Und Noah? Hat die Entscheidung einfach selbst übernommen.
Nach dem Spaziergang, ein Sprung auf den Schoß, ein tiefer Seufzer – und fast eingeschlafen beim Kuscheln.
Wenn ein Hund so klar zeigt „Hier könnte ich ankommen“, dann sagt das mehr als jedes Gespräch. Jetzt heißt es Daumen drücken. Es wäre mehr als nur ein Platz – es wäre eine echte Chance.

Wenn man dieses Wochenende in einem Wort zusammenfassen müsste, dann vielleicht so: intensiv.
Mit allem, was dazugehört. Laut und leise. Schwer und leicht.

Tierheimalltag 18.04-19.04

Wenn man dieses Wochenende im Tierheim Ludwigshafen e.V. in einem Satz zusammenfassen müsste, dann wohl so: sonnig, intensiv – und voller Kontraste zwischen Hoffnung und Kopfschütteln.

Der Samstag hatte richtig Zug drauf. Zwischen Vermittlungsterminen lief das Ehrenamt auf Hochtouren und hat parallel schon die Basis für das kommende Frühlingsfest gelegt. Rasen mähen, Mulch verteilen, Flohmarkt sortieren – viele haben irgendwo angepackt, damit nächsten Samstag alles rund läuft. Und bei all dem Trubel gab’s auch diese Momente, die einfach gut tun: Sonne im Gesicht, ein kurzer Plausch zwischendurch, das Gefühl, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. ☀️

Während draußen gewerkelt wurde, lief in der Katzenquarantäne ein ganz anderes Programm – eher Ausnahmezustand als Alltag. Sieben Fundkatzen allein am Samstag, darunter fünf Kitten, ein Muttertier und ein Kater. Für jedes einzelne Tier: Eingangscheck, Gesundheitsprüfung, Parasitenkontrolle. Und gleichzeitig diese eine Frage, die immer wieder im Raum steht: Wie kann das sein? Trotz Kastrationspflicht in Ludwigshafen. Trotz all der Aufklärung. Bitte – es ist so entscheidend: Kastrieren, chippen, registrieren.
Das ist kein „Nice-to-have“, sondern aktiver Tierschutz und der einzige Weg, dieses Leid langfristig einzudämmen.

Der Sonntag brachte dann wieder die schönen Seiten: ein gemeinsamer Spaziergang mit Interessenten, echte Begegnungen, vorsichtiges Kennenlernen. Und gleich zwei Happy-End-Momente – Tofu und Stewart durften ausziehen. Wir drücken fest die Daumen, dass sie gut ankommen und Schritt für Schritt in ihr neues Leben wachsen. 🐾

Aber wie so oft gehören auch die anderen Geschichten dazu. Fridolin, ein Fundhund, der am Wochenende seine ersten Schritte bei uns gemacht hat ist noch unsicher, wir sind gespannt wo hier die Reise hingeht. Natürlich ist er nicht gechipt und bislang auch nicht vermisst.
Und dann gibt es diese Momente, die einen ehrlich gesagt fassungslos zurücklassen. Am Sonntagnachmittag stand plötzlich jemand mit einem American Staffordshire Terrier vor dem Tor – natürlich nicht als Listenhund gemeldet, und der Hund musste „sofort weg“. Kein Plan, keine Vorbereitung, keine Übernahme von Verantwortung. Hauptsache, das Problem ist schnell abgegeben.

Gerade bei solchen Hunden reden wir aber nicht von „mal eben unterbringen“. Diese Tiere bringen Auflagen mit sich, behördliche Klärungen, Wesenstests, Haltungsauflagen, teilweise eingeschränkte Vermittlungsmöglichkeiten. Das bedeutet für uns: mehr Zeit, mehr Abstimmung, mehr Ressourcen.

Und auch finanziell ist das ein echter Kraftakt. Allein die Grundversorgung summiert sich schnell: hochwertiges Futter, tierärztliche Checks, Impfungen, Kastration, Parasitenbehandlungen. Dazu kommen Kosten für Verhaltenstraining oder Einschätzung durch Fachstellen. Gerade bei solchen Hunden ist es wichtig, individuell zu arbeiten.

Das alles passiert bei uns, weil wir nicht wegschauen können. Aber es zeigt eben auch ganz deutlich: Ein Tier anzuschaffen bedeutet Verantwortung – finanziell, organisatorisch und vor allem langfristig. Und genau diese Verantwortung lässt sich nicht einfach am Tierheimtor abgeben.

Und als wäre das nicht genug, kam noch ein Korb voller Entenküken aus dem Ebertpark dazu – erneut Opfer von Angriffen, ein Problem, das jedes Jahr wiederkehrt und dringend nachhaltige Lösungen braucht.

Tierheimalltag 11.04 – 12.04

Ein echtes Highlight am Wochenende: Unsere Fundkitten aus dem Fensterschacht vom letzten Wochenende entwickeln sich richtig gut. Gemeinsam mit ihrer Mama sind sie stabil, futtern fleißig und wachsen sichtbar – ein kleines Erfolgserlebnis, das uns allen unglaublich viel Rückenwind gibt. Gleichzeitig riss der „Fundtier-Stream“ nicht ab: Eine Kornnatter wurde von der Feuerwehr gebracht, und in der Nacht von Samstag auf Sonntag kam noch ein Fundhund rein – mit bekanntem Gesicht, denn er war nicht zum ersten Mal bei uns. Zum Glück konnte er wieder nach Hause, aber solche Fälle zeigen, wie wichtig nachhaltige Sicherung ist.

Auch im Bereich Vermittlungen war ordentlich Bewegung drin: viele Gespräche, viel Kennenlernen, viel vorsichtiges Hoffen. Wir drücken wirklich fest die Daumen, dass sich daraus die nächsten Happy Ends entwickeln 🍀

Parallel dazu kamen mehrere Entenküken zu uns, nachdem sie im Ebertpark von Nilgänsen attackiert wurden – sie sowie eine junge Türkentaube konnten wir direkt an die ehrenamtliche Wildvogelhilfe übergeben. Und ein ganz besonderer Meilenstein: Am Wochenende durften wir unsere überwinterten Igel wieder zurück an ihre ursprünglichen Fundorte bringen. Stolze 15 kleine Stachelritter konnten wir wohlgenährt und gesund in die Freiheit entlassen 🦔💚 Ein Moment, der uns sehr bewegt hat – und der zeigt, wie wichtig unsere Arbeit auch für die heimische Tierwelt ist. Denn gerade sie braucht unseren Support mehr denn je, da Lebensräume zunehmend schwinden.

Und dann sind da noch unsere ganz persönlichen Geschichten: Janosch, unser Weimaraner, trägt jetzt einen neuen Maulkorb – und ja, wir finden ihn ziemlich stylisch. Vor allem aber steht er für Verantwortung und Sicherheit im Umgang mit verhaltensoriginellen Hunden. Noah wiederum hatte ein richtig gutes Wochenende: Appetit, Neugier und wie immer mittendrin statt nur dabei – vor allem beim Auspacken der Spenden 📦
Wir Leben jeden Tag ganz bewusst mit ihm.
Jeder gute Tag mit ihm ist ein Geschenk, und wir sind unendlich dankbar für die Unterstützung von unserer Wunschliste, die er bekommt.

Währenddessen haben Runa und Grimm einfach die Sonne im Auslauf genossen – ohne großes Drama, einfach nur zusammen sein. Man vergisst oft, wie viel genau das für unsere Schützlinge bedeutet ☀️

Tierheimalltag 03.04 bis 06.04

Das lange Osterwochenende hat uns zwar mit richtig schönem Frühlingswetter verwöhnt, aber hinter den Kulissen lief parallel ein echtes Auf und Ab aus Hoffnung, Einsatz und auch Sorgen.

Los ging es direkt mit einem Einsatz, der uns allen kurz den Atem geraubt hat: Die ersten Fundkitten des Jahres wurden aus einem Fensterschacht geborgen – draußen geboren, völlig schutzlos. Unsere Mitarbeiter waren sofort mit vollem Einsatz dabei, um die Kleinen zu sichern. Die Kittensaison startet gerade erst, und wir wissen, was da noch auf uns zukommt. Es werden wieder Monate voller Hingabe, Kraft und unzähliger Schicksale.

Zwischendurch gab es aber auch diese kleinen, warmen Momente, die einem zeigen, warum man das alles macht: Am Samstag ging’s früh los zu Hornbach – ein Teil eurer Weihnachtsgutscheine wurde eingelöst, und jetzt wird das Tierheim Ludwigshafen e.V. Stück für Stück frühlingsfit gemacht. 🌸 Lavendel, Rindenmulch – alles für unser Frühlingsfest am 25.04. Wir freuen uns riesig darauf, euch dort zu sehen!

Und dann war da noch Fee, die Besuch bekam und reich beschenkt wurde. Das Schönste daran? Sie hat direkt mit Nilo geteilt. 🧡 Nilo, der im Moment ein bisschen den Mut verliert… aber genau solche Momente zeigen ihm, dass er nicht vergessen ist. Er wartet so sehr auf „seine“ Menschen.

Ein besonders bewegendes Kapitel dieses Wochenendes war Noah, unser Rotti-Rüde. Sein Zustand schwankt, und wir kämpfen gemeinsam mit ihm – mal geht es ein kleines Stück vor, dann wieder zurück. Trotzdem genießt er jede Sekunde: die Sonne im Gesicht, das Gras unter den Pfoten, seine Infusionen ganz entspannt draußen. Am Montag wurde es dann kritisch – er kam kaum noch hoch, eine Schwellung im Gesicht… also wieder ab in die Klinik. Neues Antibiotikum, ein dringender Ultraschall steht an. Bitte drückt ihm die Daumen. Er will leben, das spürt man in jedem Moment. 💛

Und als wäre das alles nicht schon genug gewesen, gab es natürlich auch die „ganz normalen“ Tierheim-Momente: Raya hat ihre per Eilpost gelieferten Ostergeschenke bekommen und direkt ihr neues Lieblingsplätzchen eingeweiht 🐶🎁 – und am Montagmorgen standen plötzlich zwei Wellensittiche da, nachts gebracht von der Feuerwehr. Einfach so. Alltag im Tierheim Ludwigshafen e.V.

Tierheimalltag 27.03-29.03

Das vergangene Wochenende im Tierheim Ludwigshafen e.V. hatte es wirklich in sich – als hätte jemand den „Pause“-Knopf der letzten Wochen plötzlich gelöst und alles auf einmal nachgeholt. Schon am Freitag wurden wir direkt mit der Realität des Tierschutzes konfrontiert: Am Bliesbad wurde während Sturm und Hagel eine alte Katze (Knöpfchen) in einer Tasche ausgesetzt. Die betagte Dame – geschätzt 12+ – ist blind, taub, gesundheitlich stark angeschlagen und kämpft zusätzlich mit einer dauerhaften Kopfschiefhaltung. Es sind genau diese Momente, die einen sprachlos machen. Wie viel muss ein Tier aushalten – und wie viel Herzlosigkeit steckt dahinter, es nach all den Jahren einfach zurückzulassen?

Doch damit nicht genug: Auch unser Sorgenkind Noah, ein Rottweiler-Mischling, konnte aus der Tierklinik abgeholt werden. Er ist aktuell ein absoluter Intensivpatient  der noch sehr viel Pflege benötigt. Seine Geschichte macht fassungslos – nach dem Tod seines Besitzers lebten weiterhin „Freunde“ in der Wohnung, doch niemand kümmerte sich um ihn. Ohne Futter, ohne Wasser, sich selbst überlassen, wurde er schlichtweg dem Verhungern preisgegeben und sich komplett Wund lag. Solche Schicksale gehen uns allen nah und zeigen einmal mehr, wie wichtig unsere Arbeit ist – und wie sehr unsere Schützlinge auf uns angewiesen sind.

Der Samstag brachte dann auch Lichtblicke ☀️: Mit Kimberly von Fellkinder Fotografie hatten wir großartige Unterstützung vor Ort. In entspannter Atmosphäre sind wunderschöne Aufnahmen von Fee, Arktos, Annika und Illan entstanden – wir können es kaum erwarten, euch die Ergebnisse zu zeigen!

Direkt danach waren engagierte Hundetrainer-Azubis von hundebar.de bei uns, die mit viel Feingefühl und Motivation auch mit unseren „Charakterköpfen“ gearbeitet haben. 

Währenddessen liefen im Katzenbereich zahlreiche Vermittlungsgespräche – vielleicht dürfen wir hier ja bald die nächsten Happy Ends verkünden.

Der Sonntag zeigte sich dann endlich mal von seiner trockenen Seite – wenn auch eisig kalt. Unsere Hunde waren mit den fleißigen Gassigeher*innen unterwegs und haben die Bewegung sichtlich genossen. Ein ganz besonderer Moment: Kenzo hat seine Koffer gepackt und ist ins Probewohnen gestartet 🐾 Wir drücken fest die Daumen, dass er sein Für-immer-Zuhause gefunden hat!

Gleichzeitig macht uns der kleine Neuzugang Minion nachdenklich – ein erschütterndes Beispiel für Qualzucht, das uns einmal mehr vor Augen führt, wie viel Aufklärungsarbeit noch nötig ist.

Unterm Strich war es ein Wochenende voller Emotionen – von tiefer Erschütterung bis hin zu vorsichtiger Hoffnung. Jetzt heißt es: Kräfte sammeln und mit voller Energie in die neue Woche starten – für unsere Tiere, die jeden Tag auf ihre zweite Chance warten. 🐶🐱

Reminder: Bitte stimmt für uns ab https://www.pfalzwerke.de/heldengesucht-spenden/Tierheim-Ludwigshafen-e-V~v669639

Tierheimalltag 21.03-22.03

Vorab: Bitte stimmt für uns ab https://www.pfalzwerke.de/heldengesucht-spenden/Tierheim-Ludwigshafen-e-V~v669639

So, das Wochenende ist schon wieder durch – und wenn man sich einmal kurz hinsetzt und alles Revue passieren lässt, merkt man erst, wie viel eigentlich passiert ist.
Zwischen Futterrunden, sauber machen und medizinischer Versorgung lief im Tierheim Ludwigshafen e.V. gefühlt alles parallel – gerade bei den Kleintieren merkt man aktuell besonders, wie hoch der tägliche Aufwand ist. 💪🐾
Ein riesiges Dankeschön an unser Ehrenamt – ihr habt dieses Wochenende wirklich abgeliefert und seid eine tragende Säule im täglichen Betrieb!

Besonders schön: Es war ein richtig starkes Vermittlungswochenende. Livia und der kleine Eckart sind in ihr neues Leben gestartet – genau für solche Momente machen wir das alles. 🧡 Auch für Kenzo, Stewart und die kleine Tofu standen die Kennenlerntermine an – die erste Chemie hat gestimmt, und wir drücken jetzt fest die Daumen, dass sich daraus nachhaltige Matches entwickeln. Gerade für unsere größeren oder „anspruchsvolleren“ Hunde wie Kenzo wünschen wir uns so sehr, dass sie gesehen werden und die Chance auf ein eigenes Zuhause bekommen.

Auch bei den anderen Schützlingen gab es tolle Entwicklungen: Unsere Kornnatter durfte überraschend schnell ausziehen 🐍✨ und für die eher zurückhaltenden Katzen Joey und Hope wurde bereits ein Auszugstermin vereinbart. Das bedeutet uns unglaublich viel – denn es zeigt, dass es Menschen gibt, die auch den leiseren, vorsichtigen Tieren eine Chance geben. Genau diese Menschen machen den Unterschied. Danke dafür! 🙏

Und dann gab’s noch kleine Alltagsfreuden: Fee hat ihr erstes Ostergeschenk bekommen – ein Osterhasen mit dem sie den ganzen Abend mit Begeisterung gespielt hat. 🎁🐶 Vielen Dank an alle, die unseren Schützlingen solche Momente schenken! Wenn ihr mögt, schaut beim Dehner in Oggersheim vorbei – dort hängen noch einige Osterwunschkarten unserer Tiere. Vielleicht erfüllt ihr ja den ein oder anderen Traum. 🌸

Einige unserer genesenen Tauben durften außerdem wieder in die Freiheit starten – immer ein ganz leiser, aber besonders schöner Moment.

Und Tucker durfte zu einem Familienausflug mit und hat gezeigt, was eigentlich in ihm steckt, er hat es richtig toll gemeistert mit Kind und Kegel waren sie unterwegs. Solche Einblicke außerhalb des Tierheimalltags sind Gold wert, weil sie uns helfen, unsere Hunde noch besser zu verstehen und passende Zuhause zu finden.

Unterm Strich: ein Wochenende voller Einsatz, Hoffnung und kleiner Wunder. Danke an alle, die uns unterstützen – ob vor Ort, mit Spenden oder einfach, indem ihr unsere Geschichten verfolgt.

Tierheimalltag 14.03 – 15.03

Das Wochenende im Tierheim Ludwigshafen e.V. hatte wieder genau diese typische Mischung aus kleinen Glücksmomenten, viel Engagement – und auch ein paar Gedanken, die uns nicht ganz loslassen. ❄️🐾
Es war spürbar kälter draußen, aber im Tierheim selbst ging es trotzdem lebendig zu. Besonders bei unseren Kleintieren war am Samstag richtig viel los – dank vieler tatkräftiger Ehrenamtlicher, die mit angepackt haben. Gerade dort brauchen wir momentan jede helfende Hand, denn unsere Kleintierbereiche sind leider sehr voll. Und so sehr wir uns kümmern: Für diese Tiere ist ein Tierheim einfach kein Dauer-Zuhause. Umso mehr wünschen wir uns, dass sie bald entdeckt werden und in ein artgerechtes Zuhause umziehen dürfen. Danke an alle, die am Wochenende wieder Zeit, Herz und Energie bei uns gelassen haben. 💚

Bei den Hunden gab es dafür einige schöne Lichtblicke. Mehrere Interessentinnen und Interessenten waren da, haben Hunde kennengelernt und erste Kontakte geknüpft. Jetzt beginnt in den nächsten Tagen die nächste Phase: gemeinsames Kennenlernen, Spaziergänge, Gespräche – und natürlich drücken wir ganz fest die Daumen, dass vielleicht der ein oder andere unserer Vierbeiner bald seine Koffer packen darf. Ein besonders aufregender Moment: Unser kleiner Malinois Rocky ist ins Probewohnen gestartet. Für ihn beginnt damit ein ganz neuer Abschnitt – und wir hoffen alle sehr, dass daraus ein echtes Zuhause wird. 🍀

Auch hinter den Kulissen war einiges los. Im Vorstand standen wichtige Gespräche an, denn einige Themen mit Vertragspartnern dulden keinen Aufschub mehr. Es wurden Entscheidungen getroffen und nächste Schritte auf den Weg gebracht. Unser Ziel bleibt klar: alte Baustellen aufarbeiten, Strukturen stärken und den Verein Schritt für Schritt auf zukunftssichere Beine stellen. Das ist manchmal anstrengend – aber absolut notwendig, damit das Tierheim Ludwigshafen e.V. auch in Zukunft ein sicherer Hafen für Tiere bleiben kann.

Zum Schluss noch ein Aufruf aus unserem Hunde-Team: Wir suchen dringend Verstärkung. Eine gelernte, motivierte Mitarbeiterin, die Lust hat, Teil unseres Teams zu werden – und idealerweise Erfahrung mit unseren verhaltensoriginellen Mitbewohnern mitbringt. Wer strukturiert arbeitet, vorausschauend denkt und Freude daran hat, mit besonderen Hunden zu arbeiten, könnte genau richtig bei uns sein. Die Infos zur Stelle findet ihr auf unserer Homepage.

Und jetzt starten wir gemeinsam in eine neue Woche – mit gedrückten Daumen für Rocky, Hoffnung für unsere Kleintiere und ganz viel Dankbarkeit für alle, die uns unterstützen. 🐶🐰💚

Tierheimalltag 28.02-01.03 Ehrenamt im Tierheim Ludwigshafen e.V.

Manchmal sind es gerade die scheinbar „unspektakulären“ Wochenenden, die im Tierheim Ludwigshafen besonders nachwirken. Die Sonne hat unser Gelände in warmes Licht getaucht, die Hunde lagen entspannt in ihren Außenbereichen, haben die Wärme auf dem Fell gespürt und wirkten, als könnten sie endlich einmal richtig durchatmen. Zwischen Fütterungen, Reinigungsrunden und all den organisatorischen To-dos lief zwar der ganz normale Alltagswahnsinn – aber ohne große Katastrophen. Und genau dieses „Es läuft, alle sind versorgt und wirken zufrieden“ fühlt sich im Tierheimalltag manchmal wie ein kleines Geschenk an.

Am Sonntag stand dann alles im Zeichen des Ehrenamts. Einige Interessierte sind zu uns gekommen, wir haben einander in Ruhe kennengelernt, Erwartungen abgeglichen und ganz ehrlich darüber gesprochen, was Ehrenamt bei uns wirklich bedeutet. Denn so sehr wir alle die Kuschelmomente mit den Tieren lieben: Ein großer Teil der Hilfe passiert „hinter den Kulissen“ – Pflegeroutinen, Instandhaltung, Saubermachen, Reparaturen auf einem großen, in die Jahre gekommenen Gelände, Tierarztfahrten, Spendenabholungen und das Verräumen all der Dinge, die unsere Tiere täglich brauchen. All das braucht Menschen, die mit anpacken, damit unsere Schützlinge gut und sicher untergebracht sind, auch wenn man nicht in jeder Minute direkt an ihrer Seite steht. Der Austausch war offen, wertschätzend und hat sich für uns richtig gut angefühlt – wir hoffen sehr, viele dieser Gesichter bald öfter auf unserem Hof zu sehen. 🤝

Außerdem haben wir an diesem Wochenende die Köpfe zusammengesteckt, um unseren Malinois-Rüden Davos noch sichtbarer zu machen – für Menschen, die diese Rasse lieben und wissen, wie viel Energie, Arbeitsfreude und Charakter in so einem Hund steckt. Entstanden ist sein eigener Instagram-Kanal: Unter @davos.the.mali könnt ihr Davos in seinem Alltag begleiten, seine Entwicklung und Trainingsfortschritte verfolgen – und den Account gern teilen, damit er genau die Menschen erreicht, die Lust auf ein echtes Abenteuer an ihrer Seite haben. Vielleicht sitzt sein zukünftiger Mensch ja schon still scrollend auf dem Sofa und weiß noch gar nicht, dass da ein Malinois auf ihn wartet.  Also FOLGT ihm🐾

Tierheimalltag 21.02 bis 22.02 // Kleine Mäuler, großer Appetit: Unsere Igel brauchen Unterstützung

Und zack – wieder ist ein Wochenende vorbei. Draußen wird’s zwar langsam milder, aber dieser Dauerregen… sagen wir’s, wie’s ist: Der geht nicht nur auf die Jacke, sondern auch ein bisschen aufs Nervenkostüm. Und genau in dieser Mischung aus „Ach, wie schön“ und „Puh, ganz schön viel“ lief auch unser Wochenende im Tierheim Ludwigshafen ab.

Eine Katze durfte in ihr neues Zuhause ziehen 🐾, mehrere genesene Tauben konnten wir an ihrem ursprünglichen Fundort wieder in die Freiheit entlassen – jedes Mal ein ganz besonderer Moment. Außerdem waren die Interessenten von Fiete da, und was sollen wir sagen: Sie mögen ihn sehr! Wir drücken unserem sensiblen Kerl ganz fest die Daumen, dass alles weiterhin so gut läuft und er bald ausziehen darf. Der Tierheimalltag ist einfach nichts für ihn, und er wirkt oft richtig niedergeschlagen – also: alle Daumen drücken für Fiete 🤞🐶.

Sorgenkind des Wochenendes ist unsere Schweinedame Ottilie. Die alte Dame hat leider wieder gesundheitliche Probleme, ihr Auge ist böse entzündet und wird nun täglich gespült. Parallel lief natürlich der ganz normale Tierheimtrubel: füttern, putzen, versorgen, trösten, organisieren, dokumentieren.

Zwei Themen möchten wir diese Woche besonders in den Fokus rücken:

Zum einen sind wir aktuell bis zum Rand voll mit Igeln 🦔, die wir aufpäppeln und über den Winter begleiten, bis sie im Frühjahr wieder fit für die Freiheit sind. Die kleinen Stachler machen unglaublich viel Arbeit, haben aber zum Glück einen gesegneten Appetit – leider schrumpft dadurch auch unser Futterbestand. Wir würden uns riesig freuen, den ein oder anderen Igelfreund zu finden, der uns mit Royal Canin Mother & Babycat Trockenfutter unterstützt – auch auf unsere Wunschliste. Die Größe und Zusammensetzung sind dafür einfach ideal.

Besonders intensiv beschäftigt uns aktuell auch das Thema Kaninchen-Abgaben. Täglich erreichen uns Anfragen von Menschen, die ihre Tiere nicht mehr halten können oder wollen. Viele dieser Kaninchen wurden unüberlegt angeschafft, oft als „Anfänger-“ oder „Kinderhaustier“, nicht selten trächtig übernommen, falsch ernährt und in viel zu kleinen Käfigen gehalten. Was dabei häufig völlig unterschätzt wird: Kaninchen sind hochanspruchsvolle Tiere. Sie brauchen viel Platz, strukturierte Gehege, frisches Grünfutter, Sozialpartner, Beschäftigung, fachkundige Pflege und regelmäßige tierärztliche Versorgung. Das ist zeitaufwendig, kostenintensiv und verlangt echtes Engagement. Kaninchen sind keine Kuscheltiere, keine Dekoration fürs Kinderzimmer und kein Spielzeug. Sie sind sensible Lebewesen mit komplexen Bedürfnissen, die beobachtet, verstanden und respektiert werden wollen. Leider ist es nach wie vor möglich, diese Tiere nahezu überall für wenig Geld zu kaufen oder über Kleinanzeigen weiterzugeben – oft ohne jede Aufklärung, ohne Kontrolle und ohne Rücksicht auf artgerechte Haltung. Die Folgen landen am Ende bei uns: überfüllte Gehege, erschöpfte Kapazitäten und Tiere, die erst einmal wieder stabilisiert, medizinisch versorgt und langsam an ein artgerechtes Leben herangeführt werden müssen. Unser eindringlicher Appell: Wer sich ein Tier anschaffen möchte, informiert sich bitte gründlich, ehrlich und realistisch. Prüft, ob Zeit, Platz, Geduld und finanzielle Mittel dauerhaft vorhanden sind – denn auch Kleintiere können beim Tierarzt schnell hohe Kosten verursachen. Verantwortung endet nicht an der Haustür, sondern beginnt genau dort.

Tierheimalltag 13.02 bis 15.02 // Zwischen Schock und Hoffnung

Freitagabend hat uns ein Anruf aus einer Ludwigshafener Tierarztpraxis eiskalt erwischt: Auf der Parkinsel wurde ein ca. 6 Monate alter, unkastrierter Kater in einer zugeknoteten Tüte gefunden – voller Kot und Urin, völlig am Ende und mit deutlichen Spuren von Misshandlung (abgeschnittene Schnurrhaare, im Röntgen ein Schwanzanriss). Wir waren einfach nur sprachlos darüber, wozu Menschen fähig sind – und gleichzeitig dankbar, dass er überhaupt noch lebt. Jetzt ist er bei uns in der Quarantäne angekommen, frisch gebadet, erstmal sicher, und hat einen Namen:

Kimba. Ab hier geht’s für dich bergauf – das ist kein Spruch, das ist unser Commitment.

Und dann war da zum Glück auch diese andere Seite unseres Tierheim-Alltags: Samstag startete direkt mit einem echten Lichtblick, denn die kleine Dori war noch nicht mal veröffentlicht und durfte trotzdem schon ausziehen. Sie hat in den letzten Wochen großartige Menschen kennenlernen dürfen, die sich ganz bewusst für sie entschieden haben – mit dem Plan, sie Schritt für Schritt in ihr Rudel zu integrieren. Auch Honig hat ihre Interessenten mitten ins Herz getroffen und darf nach ein paar Probetagen bleiben.
Genau diese Momente sind es, die uns nach harten Einsätzen wieder Luft holen lassen. ❤️

Zwischen Hunde- und Katzenalltag gab’s am Wochenende außerdem einen Neuzugang der etwas anderen Art: ein Fundhuhn, das jetzt Erna heißt – wir sind gespannt, ob sich die Besitzer melden.

Und während draußen das Wetter wieder ordentlich abgekühlt ist (Frühling, wir wären bereit!), wurde bei unseren Schweinen richtig angepackt: Ehrenamtliche haben einen Paletten-Zaun gebaut, damit wir bei der Fütterung besser trennen können, weil Ottilie einfach deutlich langsamer frisst – und die Eberhardt sich sonst alles wegsnackt, bevor sie überhaupt fertig ist. Alles in Allem geht es Ottilie aber wieder viel besser.

Danke an alle, die mit Zeit, Muskelkraft, Herz und Spenden dafür sorgen, dass hier trotz allem jeden Tag Stabilität entsteht.

Tierheimalltag 07.02 bis 09.02

Uff – dieses Wochenende hatte es wirklich in sich. Schon am Freitagabend zog mit Pluto ein neuer Bewohner bei uns ein: ein zweijähriger Rüde aus Rumänien, der damals über Facebook vermittelt wurde. Seine Halter waren dem Alltag mit ihm inzwischen nicht mehr gewachsen – fehlende Erfahrung, Unsicherheit im Setzen von Grenzen und die Belastung im Familienleben führten dazu, dass die Situation für alle Beteiligten nicht mehr tragbar war. Die damals vermittelnde Organisation fühlt sich heute leider nicht mehr zuständig – ein Szenario, das wir nur zu gut kennen.
So heißt es nun: Willkommen im Tierheim Ludwigshafen e.V., lieber Pluto. Jetzt darfst du erst einmal ankommen, zur Ruhe kommen und neu durchstarten. 🐾

Und apropos Reise: Unsere 13-jährige Kangal-Seniorin Anni durfte am Wochenende nach Westdeutschland auf Pflegestellen-Probe ziehen. Vielleicht ja sogar auf direktem Weg in ein richtiges Zuhause? Allein die Chance darauf ist für uns schon ein kleines Wunder, denn nach Anni hatte bisher noch nie jemand gefragt. Entsprechend viele Daumen wurden gedrückt – und ein paar Freudentränen gab es auch. 🤍

Der Samstag machte mit strahlendem Sonnenschein und Frühlingsgefühlen direkt da weiter, wo der Freitag aufgehört hatte: mit guten Nachrichten. Seniorin Bucca, der kleine Bolle und unsere Flummy Dori verbrachten intensive Kennenlern-Zeiten mit ihren Interessent*innen – wir hoffen sehr, dass daraus echte Perfect Matches werden. 🍀

Parallel dazu wurde im Hintergrund kräftig angepackt: Dank unseres großartigen Ehrenamts hängen nun neue Erste-Hilfe-Kästen, Pflasterstationen, sowie Augenduschen an ihren festen Plätzen – unscheinbar, aber im Tierheimalltag mit Tieren, Reinigungsmitteln und viel Trubel enorm wichtig. Ein riesiges Dankeschön an alle helfenden Hände, die uns auch bei den gefühlt hundert Hausmeister-Themen so zuverlässig unterstützen. 🙌
Auch strategisch ging es voran: Unser Container-Projekt nimmt richtig Fahrt auf – das Angebot des Planungsbüros ist angenommen, die Bauanträge sind in Erstellung. Kurz gesagt: Wir freuen uns sehr. 🚀

Der Sonntag startete erst einmal schön – mit einem Besuch von Raymond, der uns Spenden vorbeibrachte. Danke, dass du unsere Arbeit siehst, wertschätzt und immer wieder bei uns vorbeischaust.

Doch dann kam ein Anruf, der den Tag komplett auf den Kopf stellte: Ein Hund brauchte nach einer Milzoperation dringend eine Bluttransfusion. Gemeinsam mit der Klinik gingen wir unsere möglichen Kandidaten durch – und schließlich standen Gargamel und Ilan bereit. Also: beide in den Transporter, ab nach Hofheim. Gargamel, dort schon bekannt, konnte sofort Blut spenden und damit ganz konkret helfen, ein Leben zu retten. Erst am Abend ging es müde, aber mit einem richtig guten Gefühl zurück nach Hause. Was für ein Tag. Was für ein Team. 💚

Tierheimalltag 31.01-01.02

Wow – dieses Wochenende hatte es in sich. Während im Tierheim Ludwigshafen e.V. wie immer der ganz normale Wahnsinn lief, war ein Teil des Vorstands am Samstagmorgen noch einmal „auf Fortbildungs-Mission“. Letztes Modul des Vereinsmanager-Lehrgangs (Thema Finanzierung), organisiert von LUnited in Kooperation mit der VHS. Und das darf man ganz klar so sagen: Der Lehrgang war nicht nur inhaltlich stark, sondern auch hervorragend organisiert und sinnvoll aufgebaut – praxisnah, strukturiert und mit richtig guten Referent*innen, die unseren Vereinsalltag verstanden haben. Entsprechend war beim Abschluss auch ein bisschen Wehmut dabei. Viele Module, viel gemeinsames Lernen, intensiver Austausch – und eine Gruppe, die spürbar zusammengewachsen ist. Der Plan für danach steht aber schon: Kontakt halten, Wissen teilen, Stammtisch ist in Planung. Netzwerkpflege läuft also weiter. 😉 Ludwigshafen hat eine tolle Vereinslandschaft.

Das i-Tüpfelchen kam dann völlig überraschend: Die Zertifikatsübergabe wurde kurzerhand persönlich vom neuen Oberbürgermeister Klaus Blettner übernommen – an einem Samstag! Seine wertschätzenden Worte zum Ehrenamt gingen ehrlich gesagt runter wie Öl und haben uns nochmal gezeigt, wie wichtig diese Arbeit auch außerhalb unserer eigenen Blase gesehen wird. Währenddessen lief im Tierheim der Betrieb natürlich weiter: Spenden annehmen und verräumen, Tiere beschäftigen, putzen, organisieren. Und ganz nebenbei durfte eine unserer Hündinnen beim Spaziergang schon mal ihr potenzielles neues Zuhause „beschnuppern“ – mit richtig gutem Bauchgefühl auf allen Seiten. 🐕

Auch tierisch war einiges los: Eine ältere Katze, die schon lange an einer Futterstelle gesehen wurde und zuletzt stark humpelte, konnte endlich gesichert werden. Kein registrierter Chip, aber eindeutig menschenbezogen – aktuell möchte sie am liebsten auf dem Arm unserer Pfleger*innen verschwinden. Jetzt steht erstmal der medizinische Check an, dann schauen wir weiter. Daumen sind fest gedrückt. 🤞

Der Sonntag lief etwas ruhiger, aber nicht weniger schön: Ein Taubenpaar durfte in ein neues Zuhause ziehen (ja, auch diese Tiere werden bei uns gesehen ❤️), und während „Mietzi“ entspannt auf dem Kratzbaum liegt und dem Putzalltag zuschaut und auf ihre Anfrage wartet, erkundet Henriette bereits ihr zukünftiges Traumzuhause. Volltreffer auf ganzer Linie: großartige Menschen, ein vorhandener Hundefreund und sogar die Hündin der Eltern wurden schon fröhlich begrüßt.

Unterm Strich: ein Wochenende mit allem, was Tierheim-Alltag ausmacht – Engagement, Organisation, Emotionen und kleine wie große Glücksmomente.

Tierheimalltag 24.01-25.01 – zwischen Glücksmomenten, Verantwortung und offenen Fragen

Neben der täglichen Pflegeroutine, Putzen, Füttern und richtig guten Vermittlungsgesprächen mit interessierten, engagierten Menschen gab es dieses Mal einige Ereignisse, die uns noch lange beschäftigen werden.

Ein kleiner Lichtblick kam schon am Samstag: Nach dem Tod eines Katzenhalters war lange unklar, was aus seiner Katze geworden ist. Nachbarn hatten sie noch am Fenster gesehen, das Haus war jedoch bereits verschlossen. Noch bevor die gemeinsam mit der Behörde geplante Sicherungsaktion starten konnte, ging die Katze glücklicherweise in eine von uns aufgestellte Falle – und das ganz unspektakulär am Samstag. Jetzt ist sie erst einmal bei uns im Tierheim Ludwigshafen e.V. angekommen. Sollte sich kein Erbe finden, kümmern wir uns um alles Weitere und suchen für sie ein neues, liebevolles Zuhause. Solche Momente zeigen, wie wichtig schnelles Handeln und ein bisschen Erfahrung „hinter den Kulissen“ sind. 🐱

Deutlich schwerer wog ein Notfall, der uns am späten Samstagabend erreichte: Ein junger Hund, gerade einmal fünf bis sechs Monate alt, war nach einer Notoperation plötzlich massiv aggressiv und neurologisch auffällig. Die Tierklinik sah sich nicht mehr in der Lage, ihn zu halten, die Halter waren verständlicherweise völlig überfordert und hatten Angst. Der Hund war erst vor wenigen Wochen aus einem Drittland importiert worden – ohne eingehaltene Quarantänezeiten. Ein Thema, das leider immer wieder zeigt, wie groß die Risiken für Mensch und Tier sind. Unser Team holte den Hund noch in der Nacht ab und brachte ihn in den Quarantänebereich. Umso schwerer war der Start in den Sonntag: Der junge Hund verstarb noch in derselben Nacht. Auch wenn wir ihn nur kurz kannten – dieses offene „Warum?“ geht uns allen nahe. Eine Obduktion soll nun Klarheit bringen. 🖤

Der Sonntag selbst startete zunächst ruhig, wurde dann aber personell herausfordernd: Ausfälle, ein Team auf halber Kraft – und einmal mehr haben Ehrenamtliche mit angepackt, damit der Betrieb weiterlaufen konnte. Und wie so oft kam es anders als geplant: Kurz nach 18 Uhr brachte die Feuerwehr einen Fundhund zu uns. Labrador-groß, komplett ohne Fell, gechippt aber leider mal wieder nicht registriert. Für ihn heißt es nun erst einmal: Ankommen, zur Ruhe kommen, versorgt werden. Jetzt schauen wir Schritt für Schritt, was dahintersteckt und ob sich jemand meldet. 🐕

Sorgen machen wir uns aktuell auch um Ottilie. Sie frisst schlechter, zeigt Anzeichen von Schmerzen beim Urinabsatz und hatte leider Untertemperatur. Ihr Häuschen wurde extra isoliert, mit Stroh, Decken und warmen Wasserkanistern ausgestattet. Der Urin geht direkt zur Untersuchung, zusätzlich wird ein fachkundiger Tierarzt hinzugezogen. Wir drücken fest die Daumen, dass sie sich schnell wieder stabilisiert. 🐷

Dieses Wochenende hat wieder gezeigt, wie viel Verantwortung, Flexibilität und Zusammenhalt unsere Arbeit im Tierheim Ludwigshafen e.V. braucht. Danke an unser Team, unsere Ehrenamtlichen und alle Unterstützer*innen, die genau das möglich machen – auch dann, wenn es emotional schwer wird. 💚

Tierheimalltag 17.01 – 18.01

Dieses Wochenende im Tierheim Ludwigshafen e.V. hat wieder einmal gezeigt, wie bunt und intensiv das Leben hier ist. Von Momenten purer Freude bis zu den kleinen Herausforderungen, die den Alltag prägen – es war alles dabei.

Ein besonderes Highlight am Wochenende war unsere liebe Kangal-Hündin Annika. Die 2013 geborene Seniorin durfte das Wochenende außerhalb des Tierheims verbringen und hat dort richtig aufgeblüht, Auto fahren kein Probelm. In unserem Video könnt ihr sehen, wie sie springt, sich freut und jeden Moment genießt – ein echter Reminder, wie viel Lebensfreude auch ältere Hunde noch haben können! 🐾❤️ Annika zeigt uns: Auch ältere Hunde verdienen ein Zuhause, in dem sie noch einmal richtig ankommen dürfen. Unser großer Wunsch für 2026 ist, dass sie dieses Zuhause findet und spüren darf, was es heißt, wirklich angekommen zu sein. Wenn ihr Annika diese Chance geben möchtet, findet ihr alle Informationen auf unserer Homepage.

Am Sonntag hatten wir außerdem einen neuen kleinen Fundzugang: ein Kaninchen, das nun ertsmal in der Quarantäne eingewöhnt wird.
Auf der anderen Seite konnten einige Katzen ihr Glück in neuen Zuhause starten – im Katzenhaus ist plötzlich wieder „Luft“ und es zeigt, dass es sich lohnt, Hoffnung zu behalten, auch wenn bald die nächste Kittensaison vor der Tür steht.

Für unsere Hunde gab es spannende Termine mit Interessenten; noch ist alles frisch, aber wir freuen uns auf die Reise und wo sie hingeht.

Ein weiteres Highlight war die Ankunft der gewünschten Wärmelampen, die uns dank eurer Unterstützung von der Amazon-Wunschliste erreicht haben. Ein riesiges Dankeschön an alle, die uns immer wieder unterstützen!

Die letzte Woche erreichte uns auch ein kleiner Fundwelpe 🐶. Leider konnten wir ihn keinem Besitzer zuordnen, da er nicht registriert war – sonst hätte er vielleicht schon viel früher wieder nach Hause gefunden. Solche Situationen erinnern uns daran, wie entscheidend es ist, Hunde und Katzen bei Diensten wie Tasso oder Findefix registrieren zu lassen. Eine einfache Registrierung kann dafür sorgen, dass ein Tier im Notfall schnell zu seiner Familie zurückkehrt, statt längere Zeit im Tierheim zu verbringen. Bitte denkt daran

 Danke an alle Ehrenamtlichen, Unterstützerinnen und Tierfreundinnen da draußen. Schaut vorbei, lernt unsere Tiere kennen und erlebt selbst die kleinen Wunder, die hier jeden Tag passieren. 💛


Tierheimalltag 10.01 – 11.01 Hinschauen statt wegsehen

Wieder liegt ein intensives Wochenende hinter uns – und aktuell wird spürbar, dass Maßnahmen, die wir bereits vor Tagen angestoßen haben, jetzt Wirkung zeigen. Genau das sind diese kleinen, aber entscheidenden Stellschrauben, die den Alltag im Tierheim Ludwigshafen e.V. für unsere Tiere ein Stück besser machen.

Schon am vergangenen Wochenende haben unsere fleißigen Ehrenamtlichen PVC-Matten an den Hunde-Eingängen angebracht. Zusätzlich war der Heizungsinstallateur vor Ort, hat die Leitungen entlüftet, Einstellungen angepasst und dafür gesorgt, dass die Heizung ihre Energie stärker ins Heizen statt ins Warmwasser steckt. Und jetzt merken wir es deutlich: Es ist spürbar wärmer geworden – auch nachts. 🌡️ Dazu kamen unzählige Hundemäntel aus euren Spenden. Diese Selbstverständlichkeit, mit der ihr an unsere Tiere denkt, berührt uns jedes Mal aufs Neue. Für besonders frostige Kandidaten setzen wir außerdem Wärmelampen ein – und nach einem kurzen Story-Aufruf am Samstag war unsere komplette Wunschliste innerhalb von nicht mal einer Stunde erfüllt. Diese Art von Unterstützung ist alles andere als selbstverständlich. Danke von Herzen. 💚

Wie so oft lagen Freude und Herausforderung dicht beieinander: Einige Tiere durften in ihr neues Zuhause ziehen – Momente, die uns Kraft geben und zeigen, warum wir das alles machen. Gleichzeitig kamen neue Schützlinge zu uns: zwei unkastrierte, nicht gekennzeichnete Fundkater, ein Hund, der nach einem Beißvorfall mit einem Artgenossen vorübergehend bei uns untergebracht ist, bis der Sachverhalt geklärt ist, und vier Tauben. Eine Stadttaube und drei Brieftauben, alle stark abgemagert, geschwächt und mit Trichomonadenbefall.

Gerade das Thema Brieftauben macht uns immer wieder fassungslos. Diese Tiere sind keine frei lebenden Wildtiere, die „schon irgendwie klarkommen“. Finden sie nicht nach Hause – sei es durch Erschöpfung, Orientierungslosigkeit, Verletzungen oder Krankheit – beginnt ein Leidensweg aus Hunger, Kräfteeinbruch und ständiger Lebensgefahr durch Verkehr, Greifvögel oder Menschen. Viele bezahlen diesen verzweifelten Versuch, heimzufinden, mit dem Leben. Andere schaffen es nur unter größter Anstrengung und kommen völlig entkräftet irgendwo an, wenn sie Glück haben und Hilfe finden.
Für uns stellt sich dabei immer wieder dieselbe Frage: Was ist das für ein Hobby, bei dem einkalkuliert wird, dass Tiere verloren gehen, elend zugrunde gehen oder schwer krank zurückbleiben? Dieses systematische Aussetzen und die Gleichgültigkeit gegenüber dem individuellen Schicksal jedes einzelnen Tieres tragen massiv zum globalen Taubenleid bei – und sind aus Tierschutzsicht nicht zu rechtfertigen. 🕊️

Ebenfalls schwer nachvollziehbar war ein weiterer Fall an diesem Wochenende: Ein vorbildlich kastrierter und registrierter Kater landete als Fundtier bei uns. Die Halter konnten über TASSO informiert werden – dennoch wartet dieses Familienmitglied seit mittlerweile fünf Tagen in der Quarantänestation darauf, abgeholt zu werden, die Halter sind Zuhause. Wir haben Verständnis dafür, dass Menschen arbeiten. Aber wir sind sieben Tage die Woche von früh morgens bis spät abends vor Ort – und wenn man mit uns spricht, findet sich immer eine Lösung. Wo ein Wille ist, ist aus unserer Sicht auch ein Weg.

So blicken wir nach vorne auf die kommenden Tage – mit der Hoffnung, möglichst viele Menschen zu erreichen und zum Nachdenken anzuregen. Tierleid lässt sich nur durch Verantwortung, Hinschauen und kontinuierliche Aufklärung minimieren. Danke an alle, die uns unterstützen, mitdenken und diesen Weg gemeinsam mit uns gehen. 🤝🐾

Tierheimalltag 03.01 – 04.01 Zwischen Zugluft und Zuversicht: Unser erstes Wochenende 2026

Das erste Wochenende 2026 liegt hinter uns – und wie soll man sagen: ruhig war anders. Im Tierheim Ludwigshafen e.V. herrschte ordentlich Betrieb, vor allem weil der Winter gerade zeigt, was er kann. Unsere engagierten Ehrenamtlichen haben am Samstag und Sonntag richtig reingeklotzt, um unser altes Gebäude ein Stück winterfester zu machen. An den Eingängen zu den Innenzwingern wurden PVC-Lamellen angebracht, kaputte Abdeckungen ersetzt – alles mit dem Ziel, die fiese Zugluft wenigstens etwas in Schach zu halten. In einem Gebäude diesen Alters ist das keine Kür, sondern echtes Improvisationsmanagement. ❄️💪

Denn Fakt ist: Die Heizung gibt ihr Bestes, schafft es aber nicht mehr, überall wohlige Temperaturen zu liefern. Unsere Hunde tragen tagsüber Fleecepullover, nachts oft Mäntel, und kuscheln sich eng in ihre Deckenlager. Wo immer möglich, ziehen die Hunde möglichst nach vorne in den vorderen Bereich des Hundehaus um – dort ist es aktuell am wärmsten. Das Team zerbricht sich täglich den Kopf, wie wir kurzfristig noch mehr Entlastung schaffen können.
Nur eine Gruppe nimmt das Wetter absolut gelassen: Huskys, Herdenschutzhunde und Kangale feiern dieses Wetter regelrecht. Für sie ist das gerade absolutes Traumklima. 🐕❄️

Auch im Katzenbereich war volles Programm angesagt: Putzen, sortieren, Spenden verräumen, Futterlogistik und natürlich das Wichtigste – Katzenbespaßung nach getaner Arbeit. Parallel liefen zahlreiche Vermittlungsgespräche bei Hunden und Katzen. Ein echtes Highlight gleich zu Jahresbeginn: Josephine durfte als erste Katze 2026 in ihr neues Zuhause ziehen. Genau solche Momente sind unser Treibstoff. 🐾✨

Ein riesiges Dankeschön an alle Ehrenamtlichen, die dieses Wochenende so tatkräftig unterstützt haben – draußen in der Kälte, drinnen im Trubel und immer mit Herz bei der Sache.

Unser Fokus bleibt klar: den Tieren bei uns die bestmögliche Zeit zu gestalten und gleichzeitig konsequent an ihrer Zukunft zu arbeiten. Auf dass wir auch 2026 viele Fellnasen in ihr ganz persönliches Traumzuhause verabschieden dürfen. 🤍

Tierheim-Alltag hautnah 19.12.25 – 21.12.25

Das vergangene Wochenende im Tierheim Ludwigshafen e.V. hatte wirklich alles im Gepäck – von berührenden Momenten bis hin zu Situationen, die uns sprachlos gemacht haben. Besonders gefreut haben wir uns über die unfassbar vielen Weihnachtsgeschenke, die uns erreicht haben 🎁. Ob lang ersehnte Wünsche von unserer Amazon-Liste, die teilweise direkt aufgebaut und in Betrieb genommen wurden, oder ganz persönliche Päckchen mit liebevollen Botschaften – das hat unser Team tief bewegt. Tausend Dank an alle, die an unsere Tiere gedacht haben. Das ist echte Wertschätzung und kommt 1:1 bei unseren Schützlingen an.

Weniger schön, aber leider scheinbar Teil unseres Alltags, war eine erneute Beschlagnahmung am Freitag. Die Zustände vor Ort lassen sich kaum in Worte fassen – es gab kaum einen Fleck, an dem sich kein Kot stapelte. Zu uns kamen vier Hunde, vier Katzen und Wellensittiche. Die Katzen mussten zunächst komplett geschoren werden. Wann wir die Tiere offiziell vorstellen dürfen, steht aktuell noch nicht fest, daher verzichten wir bewusst auf Bilder, bis rechtlich alles geklärt ist. Was wir aber sagen können: Sie sind jetzt in Sicherheit. Medizinisch versorgt, gut betreut, mit regelmäßigen Spaziergängen, Zuwendung, Futter und allem, was zu einem verlässlichen Zuhause dazugehört. Die Zukunft kann für diese Tiere nur besser werden 🐾.

Parallel dazu standen am Samstag und Sonntag mehrere Vermittlungstermine auf der Agenda – bei Katzen wie auch bei Hunden. Wir lieben diese Gespräche, denn oft zeigt sich: Aus einem ursprünglichen Interesse entwickelt sich, mit Offenheit auf beiden Seiten, manchmal eine ganz andere und sogar passendere Option. Unsere Mitarbeitenden kennen die Tiere einfach sehr genau und sehen häufig Alternativen, die auf den ersten Blick gar nicht im Fokus standen – aber langfristig viel besser funktionieren.

Ein großes Dankeschön geht auch an unsere engagierten Gassigeher*innen. Denn bei uns geht es nicht nur ums Spazierengehen, sondern um echte Beziehungspflege. Sich Zeit nehmen für den einzelnen Hund, für Fellpflege, Ruhe und Nähe – wie zum Beispiel bei unserem Arktos 🐶. Genau das macht den Unterschied. 

Zum Schluss sind wir unendlich dankbar, dass wir für unsere an Leishmaniose erkrankte und aktuell stark geschwächte Hündin Rosa eine palliative Pflegestelle gefunden haben, die medizinisch genau das Know-how mitbringt, das sie jetzt braucht. Wenn es jemand schafft, Rosa wieder Mut zu geben und sie zum Fressen zu motivieren, dann sie. Bitte drückt alle Daumen, die ihr habt. 

Tierheim-Alltag hautnah 12.12.25 – 14.12.25

Die letzten Tage waren… intensiv. Zwischen Fassungslosigkeit, leiser Wut, großer Erleichterung und vorsichtiger Hoffnung war wirklich alles dabei. Passend dazu: wechselhaftes Wetter und ein Team, das emotional ordentlich gefordert war.

Der Start ins Wochenende hatte es in sich. Nach einer Kontrolle durch das Veterinäramt kamen zwei Hunde zu uns, deren Zustand uns sprachlos gemacht hat. Zwei weitere Hunde aus demselben Haushalt waren zuvor bereits als Fundhunde bei uns aufgenommen worden – ihr extrem schlechter Zustand hatte überhaupt erst den Stein ins Rollen gebracht.
Flohdermatitis mit teils fehlendem Haarkleid, massiver Zahnstein, viel zu lange Krallen. Bei der anschließenden Kontrolle des Haushalts dann die nächsten beiden Hunde: stark abgemagert, voller Flöhe, komplett verfilzt, Kot im Fell. Bei einem Hund war das Auge nur noch ein einziger Eiterklumpen. Bilder, die sich einbrennen.

Umso wichtiger – und wertvoller – ist in solchen Situationen ein funktionierendes Netzwerk. Dank der sehr guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt und umliegenden Tierheimen konnten wir gemeinsam eine Lösung finden: Alle vier Hunde durften zusammen in ein spezialisiertes Tierheim umziehen, das auf alte, pflegeintensive Hunde in genau diesem Zustand eingestellt ist – mit mehr Kapazitäten und vor allem einer warmen Unterkunft.
Regionaler Zusammenhalt ist kein Selbstläufer, aber in solchen Momenten einfach unbezahlbar. 🐾

Trotz allem gab es auch echte Lichtblicke ✨
Unser Brezel durfte in sein neues Zuhause ziehen – mit Platz, Freiheit und der Möglichkeit, das Grundstück zu bewachen, wenn ihm danach ist. Genau sein Ding. Lieber Brezel, wir wünschen dir und deiner Familie eine großartige gemeinsame Zeit!
Und auch unser Nierenkater Ron hatte Grund zur Freude: Er hat ein wundervolles Zuhause gefunden und durfte ausziehen. Diese Abschiede sind immer ein Mix aus Wehmut und tiefer Zufriedenheit.

Fast unscheinbar, aber strategisch enorm wichtig für unsere Zukunft:
Wir haben endlich die Abrissgenehmigung für unsere Garagen von der Stadt Ludwigshafen am Rhein erhalten. Damit ist der Weg frei für unser  Container-Projekt. Da das Gelände nur gemietet ist, war dieser Schritt alles andere als trivial. Zusätzlich fand ein Termin mit unserer Architektin statt, die nun eine Machbarkeitsstudie erstellt. Ziel: prüfen, ob und wie wir das Tierheim Ludwigshafen e.V. auf dem bestehenden Gelände zukunfts- und tierschutzgerecht neu aufstellen können. Wir stehen ganz am Anfang – aber es ist ein wichtiger Move in die richtige Richtung. 💪

Dieses Wochenende hat uns wieder deutlich vor Augen geführt, wie groß die Herausforderungen im Tierschutz geworden sind. Die Tiere, die zu uns kommen, bringen immer häufiger massive körperliche und seelische Baustellen mit. Um ihnen echte Chancen zu geben, brauchen wir neben Herzblut vor allem tragfähige Strukturen, Entwicklung – und finanzielle Mittel. Stillstand hilft niemandem. Entwicklung schon.

Am Ende bleibt vor allem eines: Dankbarkeit.
Für jedes Tier in Sicherheit.
Für jedes Happy End.
Für ein starkes Netzwerk, das trägt, wenn es schwer wird.
Und für euch, die diesen Weg mit uns gehen. 💛

Wir nehmen euch weiter mit – es bleibt spannend.

Spendenmöglichkeiten:
🐶 PayPal: info@tierheim-ludwigshafen.com

🐾 IBAN: DE60 5455 0010 0191 0935 82

Danke, dass ihr Teil unseres Teams seid. 💛

Tierheim-Alltag hautnah 06.12 – 07.12

Das Nikolauswochenende hat sich ganz im Geist des zweiten Advents gezeigt: still, kühl und mit diesem warmen Schimmer, der in der Luft liegt, wenn überall kleine Lichter angehen. 

Samstag startete direkt turbulent: In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde eine Katze als Tierschutzeinweisung zu uns gebracht – mit starken neurologischen Auffälligkeiten, die uns sofort in Einsatzmodus versetzt haben. Ein kleines, sichtlich überfordertes Tier, dessen Körper uns Sorgen bereitet. Anfang der Woche geht es direkt zur tierärztlichen Abklärung in die Klinik; bis dahin geben wir ihr ein möglichst ruhiges, geschütztes Ankommen.

Zwischen all dem lief der Alltag natürlich weiter. Ein toller Augenblick war die Rückkehr einer Halterin aus dem Krankenhaus, die ihre drei Hunde bei uns wiedersah. Die Wiedersehensfreude war überwältigend – drei Hunde außer Rand und Band, eine Halterin mit glasigen Augen vor Erleichterung, und wir mittendrin, dankbar Zeugen solcher Momente zu sein.

Sonntag brachte dann eine Mischung aus Vermittlungsgesprächen und Neuanfängen. Es gab Interessententermine für Brezel und Wilma, und der kleine Dobby durfte auf Probe mit ausziehen – mit seiner fröhlichen und umgänglichen Art eigentlich längst überfällig.

Als Neuzugang durften wir Nilo aufnehmen, einen blauen American Staffordshire Terrier, dessen letzte Wochen ein ziemliches Auf und Ab waren. Er war vor längerer Zeit schon einmal bei uns, kehrte zurück in seine Familie und stand nun erneut bei uns vor der Tür, weil den Menschen, an die er mittlerweile vermittelt wurde, nicht gesagt wurde, dass er ggf. nicht ganz so kompatibel mit einem bereits vorhandenen Hund sein könnte. Er begegnet uns zugewandt, freundlich. Wir drücken ihm die Daumen, dass sein Aufenthalt von kurzer Dauer ist und wir ein geeignetes, zuverlässiges Zuhause für ihn finden.

Zwischen den ganzen Terminen konnten wir außerdem die ersten Spenden vom Weihnachtsbaum im Futterhaus abholen – tolle, sorgsam ausgewählte Sachen, die uns im Alltag wirklich weiterhelfen. 🎁

Zum Schluss:
Besonders bewegt und sorgen bereitet uns in den letzten Tagen Rosa. Ihr wurde vor Kurzem die Milz entfernt, und die Untersuchungsergebnisse waren leider niederschmetternd: Eine ausgebrochene Leishmaniose. Wir versuchen nun ein letztes, sehr kostspieliges Medikament – nicht wissend, ob dieser Strohhalm nach dem wir greifen hält, aber in der Hoffnung, ihr damit noch ein paar schöne, schmerzfreie Monate schenken zu können. Auch engmaschige Blutuntersuchungen alle zwei Tage gehören jetzt dazu.

Wer uns bei diesen erheblichen Kosten unterstützen möchte, macht uns – und vor allem Rosa – eine riesige Freude und gibt uns die Möglichkeit, diesen Weg nicht allein gehen zu müssen. Jede noch so kleine Unterstützung hilft uns, die Behandlung und Diagnostik weiterzutragen.

Spendenmöglichkeiten:
PayPal: info@tierheim-ludwigshafen.com

IBAN: DE60 5455 0010 0191 0935 82

Möge für sie und alle anderen Schützlinge trotz allem ein kleines Stück Adventslicht bleiben. 💛