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Tierheimalltag 23.- 25. Oktober 2026 — Zwischen Festsaal, Fundkatzen und neuen Wegen 🐾
Der Freitag begann diesmal ungewohnt festlich: Als Vorstand waren wir zur 15-Jahr-Feier der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Vorderpfalz eingeladen. Es gab viele spannende Impulse rund ums Thema Stiftungen, gute Gespräche und einen wunderschönen musikalischen Beitrag von fünf jungen Künstlern der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Besonders gefreut hat uns der Grund unserer Einladung: Es gibt eine Stiftung zugunsten des Tierheims Ludwigshafen e.V. Und das ist für uns weit mehr als eine nette Geste. Eine Stiftung trägt uns dauerhaft: Das Kapital bleibt erhalten, und mit den Erträgen werden wir Jahr für Jahr unterstützt. So wird aus einer einmaligen Spende eine Hilfe, die bleibt, auch dann, wenn Futter, Tierarztrechnungen und Reparaturen nicht auf bessere Zeiten warten. Danke an alle, die daran mitgewirkt haben, und für diesen tollen Nachmittag und Abend! 💛
Der Samstag startete dagegen ganz bodenständig. Der Alltag lief, Vermittlungsgespräche wurden geführt, und ich war mit Bernd auf dem Hof beim Maulkorbtraining, als eine Familie mit einer weißen Katze kam. Drei Tage hatte sie schon bei ihnen im Hof gelegen, still und geschwächt, und nun ging es ihr sichtlich schlecht. Ein kurzer Blick genügte, wir wussten: Hier zählt jede Minute. Also ab in die Tierklinik. Dort zeigte sich, wie ernst es wirklich war: Der Test auf Katzenleukose (FeLV) fiel positiv aus, alle Blutwerte waren im Keller, und Niere und Leber versagten zunehmend. Das Team der Tierklinik versuchte, sie zu stabilisieren, doch leider ohne Erfolg. Am Ende haben wir sie gehen lassen, um ihr weiteres Leid zu ersparen. Das Einzige, was wir noch für sie tun konnten, war, sie von ihren Schmerzen zu befreien und in ihrer letzten Zeit für sie da zu sein. Sie war nicht allein. Nach einem so ruhigen Tag hätte man dieses Tagesende absolut nicht gebraucht, und es hat uns allen noch lange nachgehangen. Solche Momente gehören leider auch zum Tierheimalltag, und sie gehen uns jedes Mal nah. 🕊️
Und irgendwie ging es am Sonntag ähnlich turbulent weiter: Früh am Morgen stand im Bereich, in dem nachts die Fundtiere untergebracht werden, die Quarantänebox einer Katze offen. Und die Katze? Weg! Vermutlich war eine Tür nicht richtig geschlossen. Also begann die Suche, bis wir sie einige Zeit später wohlbehalten fanden. Sie hatte weder den Weg in die Decke noch nach draußen gefunden.
Durchatmen, und dann ging es mit dem gewohnten Ablauf und dem Gesundheitscheck weiter. 😅
Mittags kam dann ein guter alter Bekannter vorbei: Felix (Von Top-Dogs-Mannheim). Er bot an, einen unserer Hunde für eine Zeit bei sich aufzunehmen, um zu sehen, wie er sich im häuslichen Umfeld macht, und ihm erste Grundregeln beizubringen. Das erhöht die Vermittlungschancen enorm. Seine Wahl fiel auf Nikita, der nun erst einmal bei Felix eingezogen ist, aber natürlich weiterhin zur Vermittlung steht. Danke, Felix, für dieses tolle Angebot!
So endet ein Wochenende voller Gegensätze, mit schweren Momenten, aber auch mit ganz viel Hoffnung und Menschen, die mit anpacken. Danke an alle, die an unserer Seite stehen! 🐕❤️
Tierheimalltag 10.- 11. Oktober 2026
Ihr wartet schon auf unseren Wochenendbericht, und wir wissen, wie sehr viele von euch mitfiebern und sich jede Woche auf die kleinen und großen Geschichten aus unserem Tierheimalltag freuen. Das bedeutet uns wahnsinnig viel! Leider haben mich privat ein paar Dinge ziemlich auf Trab gehalten, sodass ich bisher einfach nicht dazu gekommen bin. Aber natürlich möchten wir euch den Bericht nicht vorenthalten. Also holen wir das jetzt nach. 😊
Am Wochenende ist eine kleine Fundhündin bei uns eingezogen: eine Chihuahua-Dame, die angebunden und mit einem Sack Futter neben sich zurückgelassen wurde. Wir haben sie Kreide getauft. Ihre Zähne sind in einem erschreckend schlechten Zustand, und auch sonst muss die Kleine erst einmal ankommen. Langsam taut sie auf, ist aber noch sehr zurückhaltend. Wir können einfach nicht verstehen, wie man so einen kleinen Hund anbinden und sich selbst überlassen kann. Es gibt doch immer andere Möglichkeiten, auch wenn man sich nicht mehr kümmern kann. Kreide darf jetzt erst einmal zur Ruhe kommen und wir schauen, was sie braucht.
Auch für unsere Gasolina gab es Besuch! Und weil wir inzwischen ein paar Tage weiter sind, dürfen wir euch schon verraten: Sie ist reserviert und wird voraussichtlich zeitnah ausziehen. Wir sind wahnsinnig gespannt, wie sich alles entwickelt, und hoffen sehr, dass sie ihre Chance nutzen kann. Es freut uns riesig, dass es Menschen gibt, die einer Katze mit ordentlich Charakter und einer guten Portion Wahnsinn ein Zuhause schenken möchten. 😸
Bei unseren Schweinen geht derweil alles seinen gewohnten Gang. Eberhard ist fleißig dabei, seine Hütte weiter auszubauen. Stroh, kleine Stöckchen und alles, was sich sonst noch finden lässt, werden eingesammelt und in sein Häuschen getragen. Da wird nichts dem Zufall überlassen! Wir merken also auch bei den Schweinen: Es wird kälter, und die Vorbereitungen für die gemütliche Jahreszeit laufen auf Hochtouren.
Außerdem hatten wir am Wochenende wieder viele fleißige Helfer bei uns, die all die tollen Spenden ausgepackt und verräumt haben, die uns in den vergangenen Tagen erreicht haben. Vielen, vielen Dank an alle, die mit angepackt haben! ❤️
Ohne diese Unterstützung wäre vieles im Tierheimalltag deutlich schwieriger.
Und weil wir gerade bei helfenden Händen sind: Wir freuen uns immer über Menschen, die uns ehrenamtlich unterstützen möchten. Besonders für unseren Kleintierbereich und den Taubenbereich suchen wir Verstärkung. Auch für Tierarztfahrten unter der Woche brauchen wir dringend Menschen, die uns unterstützen können.
Wenn ihr euch vorstellen könnt, bei uns mitzuhelfen, meldet euch gerne bei uns. Ehrenamt – Tierheim Ludwigshafen
Jede helfende Hand zählt, und gemeinsam können wir für unsere Tiere so viel bewegen.
Danke, dass ihr mitfiebert, unsere Geschichten begleitet und auch dann an uns denkt, wenn der Wochenendbericht einmal etwas länger auf sich warten lässt. 🐾
Tierheimalltag 03.- 04. Oktober 2026 – Herbstfest
Leute, was war das bitte für ein Wochenende?! Mega, super, unfassbar – wir sind ehrlich gesagt immer noch ein bisschen sprachlos. ❤️
Am Samstag hieß es zunächst: putzen, kehren, vorbereiten, aufbauen. Und schon da haben so viele fleißige Helfer mit angepackt. Ein riesiges Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben und ganz besonders auch an diejenigen, die sich spontan gemeldet haben und einfach zum Helfen vorbeigekommen sind. Ihr seid großartig! 🫶
Und dann kam unser Herbstfest. Der Sonnenschein hat uns morgens schon begrüßt, der Aufbau lief wie am Schnürchen und wir waren tatsächlich weit vor Beginn des Festes fertig. Ich glaube, das gab es bei uns auch noch nie! 😉
Um 12.30 Uhr kamen dann schon die ersten Gäste und pünktlich zum Start um 13 Uhr war bei uns richtig was los. Ihr habt uns regelrecht gestürmt und wir haben uns so, so, so sehr darüber gefreut! Über jeden Einzelnen von euch. Über unsere ehemaligen Schützlinge, die mit ihren Menschen vorbeigekommen sind, über viele bekannte Gesichter, ganz viele neue Besucher und natürlich über die vielen tollen Gespräche.
Ihr habt uns damit wirklich gezeigt, wie sehr euch unsere Arbeit und unsere Tiere am Herzen liegen. Und wir waren zeitweise so überwältigt, dass wir kaum dazu gekommen sind, Bilder zu machen. 🙈
Dafür haben wir dann allerdings ziemlich schnell festgestellt: Die fast 40 Kuchen waren gegen 14/14.30 Uhr schon nahezu komplett leergeräubert und auch der Waffelteig hat nicht lange durchgehalten. 😅
Dafür möchten wir euch tatsächlich ein bisschen um Entschuldigung bitten. Wir hatten mit vielem gerechnet, aber offensichtlich nicht mit euch! Versprochen: Beim nächsten Fest sind wir besser vorbereitet und sorgen dafür, dass wir euch auch länger mit Kuchen, Waffeln und Co. versorgen können. Die ersten Ideen dazu wurden noch am selben Abend ausgetauscht. 😉
Also: DANKE! Danke für euren Besuch bei unserem letzten Fest für 2026, für eure Unterstützung, eure Gespräche, eure Spenden, eure lieben Worte und einfach dafür, dass ihr da wart.
Und vor allem danke an alle, die diesen Welttierschutztag gemeinsam mit uns verbracht haben, sich über unsere Arbeit informiert, Fragen gestellt und damit ein Stück weit hinter die Kulissen unseres Tierheims geschaut haben.
Wir freuen uns jetzt schon auf unser nächstes Fest 2027, hoffentlich genauso grandios und natürlich wieder mit euch! ❤️
Euer Team vom Tierheim Ludwigshafen e.V.
Tierheimalltag 26.- 27. September 2026
Manchmal gibt es im Tierheim Themen, bei denen man sich wirklich fragt, wie wir immer wieder an denselben Punkt kommen. Genau so ein Fall beschäftigt uns gerade bei einer Gartenanlage, aus der wir bereits am vergangenen Wochenende sechs Kitten aufgenommen hatten.
Die Katzen dort werden zwar gefüttert, um die Kastration hat sich bisher allerdings niemand wirklich zuständig gefühlt. Erst jetzt haben weitere Nachbarn die Situation gemeldet – und so ging es für uns wieder dorthin, um nach und nach weitere Tiere einzufangen. Denn wenn man die Situation einfach laufen lässt, dauert es nicht lange, bis aus einer überschaubaren Anzahl Katzen eine regelrechte Explosion der Population wird.
Allein an diesem Standort konnten wir inzwischen neun weitere Katzen sichern. Drei davon sind tragende Katzen. Ihr könnt euch also selbst ausrechnen, was das bedeutet: Wenn jede dieser drei Kätzinnen beispielsweise sechs Kitten bekommt, sind wir schon wieder bei 18 weiteren Katzen. Und diese Kitten werden irgendwann selbst geschlechtsreif und vermehren sich weiter.
Genau deshalb gibt es in Ludwigshafen die Katzenschutzverordnung – und das ist auch gut so. Denn Füttern alleine reicht nicht. Natürlich ist es wichtig, Tiere nicht verhungern zu lassen. Aber wer sich um eine freilebende Katzengruppe kümmert, sollte auch dafür sorgen, dass die Tiere entsprechend kastriert (und das wird bei uns gemacht) und bei Bedarf medizinisch versorgt werden. Eine Katze kann zweimal im Jahr Nachwuchs bekommen und damit wird aus „wir behalten einfach ein paar“ sehr schnell ein massives Problem.
Deshalb unsere Bitte: Wenn euch irgendwo eine Stelle auffällt, an der sich immer mehr freilebende Katzen sammeln, schaut bitte nicht weg. Füttern ist wichtig – aber Kastration ist noch viel wichtiger. Nur so lässt sich langfristig verhindern, dass immer mehr Tiere geboren werden, für die später niemand Verantwortung übernehmen kann.
Aber natürlich gab es an diesem Wochenende auch jede Menge schöne Nachrichten. ❤️
Unser Frankie hat sein großes Glück gefunden und durfte nach wirklich kurzer Zeit bei ganz tollen Menschen einziehen. Wir freuen uns riesig für ihn, dass nun sein neues Kapitel beginnt.
Auch Müsli durfte Interessenten kennenlernen und Oakley hatte sogar die Möglichkeit, den Tag bei seinen Interessenten zu verbringen. Und was sollen wir sagen? Es hat verdammt gut geklappt! Jetzt heißt es Daumen drücken, dass aus diesem Kennenlernen vielleicht schon bald ein endgültiges Happy End wird.
Und dann ist da noch unser Titou. Er lernt weiterhin Stück für Stück die Welt kennen und zeigt uns dabei jeden Tag, was für ein unglaublich toller, sanfter Kerl in ihm steckt. Er bemüht sich so sehr und freut sich unfassbar über jede Zuwendung.
Titou hat in seinem bisherigen Leben so viel verpasst. Er kannte eigentlich nur den Messihaushalt und den Garten – viel mehr von dieser großen Welt durfte er bisher nicht kennenlernen. Und trotzdem begegnet er den Menschen so freundlich und vorsichtig. Einige Ängste sind noch da, aber wir sind guter Dinge, dass er mit Zeit, Geduld und vielen positiven Erfahrungen immer mehr davon hinter sich lassen kann.
Es sind genau diese kleinen Schritte, die unseren Tierheimalltag ausmachen: Katzen einfangen, damit nicht noch mehr ungewollter Nachwuchs entsteht, Hunde kennenlernen, die plötzlich ihre Menschen finden, und Tiere wie Titou dabei begleiten, wie sie zum ersten Mal in ihrem Leben entdecken, dass die Welt auch schön sein kann. ❤️
Tierheimalltag 19.- 20. September 2026
Wenn am Ende eines Wochenendes sieben Katzen, eine Schäferhündin, ein Hahn und ein als Listenhund eingestufter Fundhund mehr auf der Bewohnerliste stehen, fragt man sich kurz, ob wir eigentlich irgendwann einmal „nichts Neues“ auf dem Zettel haben. Spoiler: Nein. 😅
Beginnen wir mit Stitch. Über ihn hatten wir euch bereits im letzten Wochenendbericht kurz erzählt. Der junge Rüde wurde am vergangenen Wochenende einfach an einer Laterne angebunden vorgefunden. Inzwischen wurde er durch die Amtsveterinäre als Listenhund eingestuft und damit beginnt für ihn bei uns nun ein neuer Abschnitt.
Wir haben ihn Stitch genannt. Laut TASSO ist er 2023 geboren, die hinterlegten Halterdaten sind allerdings nicht mehr aktuell. Warum er schließlich an dieser Laterne gelandet ist und was er in seinem bisherigen Leben erlebt hat, wissen wir nicht. Vielleicht kennt ihn jemand von euch?
Also Stitch – wir schauen nach vorne. Wir lassen die unbekannte Vergangenheit erst einmal hinter dir und lernen dich jetzt kennen. ❤️
Was wir bereits sagen können: Stitch ist ein sehr menschenbezogener Kerl. Gleichzeitig ist er absolut grenzenlos und hat offenbar einiges an Nachholbedarf in Sachen Erziehung, Ruhe und Impulskontrolle. Was sonst noch alles auf deinem persönlichen „Zettel“ steht, werden wir in der nächsten Zeit herausfinden. Und natürlich nehmen wir euch dabei mit.
🍂 Und weil wir gerade von „neu kennenlernen“ sprechen: Wir möchten euch auch noch einmal ganz herzlich zu unserem Herbstfest am 04.10.26 einladen! 🍂
Da sich rund um Weihnachten bei uns und wahrscheinlich auch bei vielen von euch die Termine wieder ziemlich knubbeln, möchten wir es dieses Jahr etwas ruhiger angehen lassen und haben uns deshalb entschieden, bereits im Herbst mit euch zu feiern. Wir öffnen unsere Türen und Tore noch einmal für euch und geben euch die Möglichkeit, mit uns ins Gespräch zu kommen und auch einmal Bereiche des Tierheims kennenzulernen, die man bei einem normalen Besuch nicht zu sehen bekommt.
Aber zurück zum Wochenende – denn auch der Samstag hatte es ordentlich in sich.
Neben dem ganz normalen Tierheimtrubel sind unsere Kitten weiterhin fleißig dabei, ihre Näpfe leer zu futtern. Und zwar mit einem Tempo, bei dem wir kaum hinterherkommen. 😅 Wir sind natürlich mega happy, dass die Kleinen so gut fressen und sich so toll entwickeln. Aber puh … unser Futterbestand rast gerade nur so dahin. Wir freuen uns daher immer über Futter.
Gleichzeitig sind die Katzenquarantäne und unser Arztzimmer bis oben hin mit Fundtieren gefüllt. Und als wäre das nicht schon genug, zogen am Samstag noch einmal fünf weitere Katzen und eine ältere Schäferhündin bei uns ein, deren Besitzerin ins Krankenhaus musste.
Wie es für die Tiere weitergeht, wissen wir im Moment selbst noch nicht. Einige müssen zunächst medizinisch versorgt und untersucht werden. Danach wird sich Schritt für Schritt zeigen, wie es weitergehen kann. Also hieß es erst einmal: Boxen richten, Plätze schaffen, Tiere aufnehmen und irgendwie alles unterbringen.
So ist das manchmal bei uns. Man plant den Tag – und dann klingelt es am Tor.
Der Sonntag war dann vor allem von Vermittlungsterminen und vielen guten Gesprächen geprägt. Und endlich konnte auch der Hahn, der seit rund einer Woche Rheingönheim unsicher gemacht hatte, gesichert werden und zu uns kommen.
Puh … noch einmal Glück gehabt. 🐓
Auch bei unseren kleinen Herdenschutzhund-Mischlingen geht es ordentlich voran. Die Welpen wachsen, sind quietschfidel und halten uns weiterhin ordentlich auf Trab. Gleichzeitig würden sie sich noch über passende Anfragen freuen – insbesondere von Menschen, bei denen es möglich wäre, die vorgeschriebene Hausquarantänezeit gemeinsam mit ihnen zu verbringen. In einer Wohnung ist das leider nicht möglich, da während dieser Zeit auch ein entsprechender Außenbereich benötigt wird.
Und weil bei uns nicht nur Tiere einziehen, sondern sich auch räumlich einiges tut, wurde am Wochenende natürlich ebenfalls fleißig gearbeitet. Unsere Handwerker haben die letzten beiden Schildkrötengehege fertiggestellt. 🐢 Damit ist wieder ein Stück mehr Platz geschaffen und unsere Schildkröten können künftig noch besser untergebracht werden.
Auch auf unserem Heuweg-Gelände konnten wir noch vor dem Winter neue Schutzhütten für unsere verwilderten Hauskatzen aufstellen, die dort von uns versorgt werden. Gerade jetzt, wo die kalte Jahreszeit näher rückt, sind trockene und geschützte Rückzugsorte für die Katzen besonders wichtig.
Ein großes Dankeschön geht deshalb an all die helfenden Hände, die bei uns immer wieder mit anpacken. ❤️ Ob beim Bauen, Putzen, Versorgen, Füttern, Spazierengehen, Organisieren oder einfach dort, wo gerade jemand gebraucht wird – ohne euch würde vieles nicht funktionieren.
Und so stehen am Ende dieses Wochenendes wieder ein paar mehr Tiere auf unserer Bewohnerliste, ein paar Baustellen weniger auf unserem Zettel und jede Menge neue Geschichten, die gerade erst beginnen.
Ganz normaler Tierheimwahnsinn eben. ❤️
Tierheimalltag 12.- 13. September 2026, zwischen Kittenflut & Katzenelend wurde Otto abgeholt
Das Wochenende ist vorbei und bei uns heißt es wieder: durchatmen, sortieren und weitermachen.
Eine schöne Nachricht gab es bei unserer Königsphyton Otto: Die Schlange, die vor einigen Wochen in einem Kanaldeckel gefunden wurde und seitdem bei uns untergebracht war, konnte endlich ihrem Halter zugeordnet werden. Sie hatte Otto tatsächlich rund sechs Wochen vermisst. Nun wurde Otto abgeholt und darf endlich wieder nach Hause. ❤️
Auch unsere Handwerker waren wieder fleißig und haben am Wochenende das zweite Gehege für unsere Schildkröten fertiggestellt. Und was sollen wir sagen: Wahnsinn! Es ist so toll geworden und wir freuen uns riesig, dass hier wieder ein Stück mehr für unsere Tiere entsteht. Jetzt fehlen uns für die beiden Gehege nur noch unsere zwei Frühbeete, dann ist auch dieses Projekt wieder ein großes Stück weiter. 🐢
Gleichzeitig werden wir gerade von Kitten regelrecht überschwemmt. Die Katzenschutzverordnung wird in Ludwigshafen leider noch immer viel zu wenig ernst genommen. Allein am Samstag haben wir sechs Kitten aus unterschiedlichen Würfen von einer einzigen Stelle aufgenommen. Im Laufe dieser Woche werden dort weitere Tiere gesichert und wir hoffen sehr, dass auch die Elterntiere dabei sind und wir diese kastrieren lassen können. Denn genau hier liegt das Problem: Unkastrierte Freigängerkatzen vermehren sich unkontrolliert, Nachwuchs wird sich selbst überlassen und am Ende landen immer mehr Tiere auf der Straße oder bei uns.
Und damit nicht genug: Allein im Laufe der vergangenen Woche kamen zusätzlich neun Kitten als Fundkatzen zu uns.
Wir sind inzwischen erschreckend nah an Zuständen, wie wir sie sonst aus Ländern kennen, in denen das Katzenelend seit Jahren massive Ausmaße angenommen hat. Und das ist kein Naturgesetz. Es passiert, weil Verantwortung nicht übernommen wird, weil Tiere unkastriert in den Freigang gelassen werden und weil viel zu oft weggesehen wird. Das Katzenelend nimmt von Jahr zu Jahr zu und wir kämpfen dabei leider viel zu oft gegen Windmühlen.
Was das für uns bedeutet, könnt ihr euch vorstellen: Für die Versorgung der vielen Kitten benötigen wir aktuell Unmengen an Einmalhandschuhen in allen Größen, Aufzuchtmilch, Kittenfutter und natürlich alles, was zur Versorgung und Hygiene dazugehört. Jede einzelne Unterstützung hilft uns dabei, die laufenden Kosten zu stemmen und unsere finanziellen Mittel dort einzusetzen, wo sie gerade dringend gebraucht werden bei der medizinischen Versorgung und den Tieren.
Auf unserer Amazon-Wunschliste findet ihr jederzeit einen Überblick über Dinge, die wir aktuell dringend benötigen. Wir freuen uns wirklich über jede Hilfe – ganz gleich, ob groß oder klein. ❤️
Auch bei den erwachsenen Katzen gab es wieder einige Fälle, die zeigen, wie wichtig eine Registrierung ist: Ein gechipter Kater wurde gefunden, war aber leider nicht registriert und konnte dadurch zunächst keinem Halter zugeordnet werden. Außerdem kam eine bereits 2009 geborene Katze in sehr schlechtem Zustand zu uns – auch sie ist leider nicht registriert.
Und auch ein Fundhund beschäftigt uns derzeit. Er wurde mit Maulkorb an einer Laterne angebunden aufgefunden. Aktuell wird noch behördlich geklärt, wie es mit ihm weitergeht und auch, welcher Rasse er zuzuordnen ist. Sobald wir hier alle Informationen zusammengetragen haben und wissen, wie sein weiterer Weg aussieht, werden wir ihn natürlich auch vorstellen.
Ihr seht: Bei uns wird es nicht langweilig. Und das, was wir euch hier aufzählen, ist tatsächlich nur ein kleiner Ausschnitt von dem, was an einem einzigen Wochenende beziehungsweise innerhalb weniger Tage bei uns passiert.
Es sind viele Tiere, viele Baustellen, viele Sorgen und manchmal auch das Gefühl, dass wir gar nicht so schnell helfen können, wie neue Notfälle bei uns ankommen. Aber dann gibt es eben auch Otto, der nach sechs langen Wochen wieder nach Hause darf. Ein neues Schildkrötengehege, das plötzlich fertig vor uns steht. Ein Kitten, das endlich satt und warm ist. Oder ein Tier, bei dem wir nach Wochen endlich einen kleinen Schritt weiterkommen.
Es sind genau diese Momente, die uns zeigen, warum wir jeden Tag weitermachen. Auch wenn es manchmal schwerfällt. Auch wenn wir uns wünschen würden, dass es weniger werden. Wir bleiben dran – für jedes einzelne Tier, das unsere Hilfe braucht. ❤️
Tierheimalltag 05.- 06. September 2026 – zwischen Neuzugang, Sorgenkindern und kleinen Erfolgen
Los ging es mit unserem neuen Abgabehund Frankie. 🐶
Frankie ist erst seit Kurzem bei uns und wir lernen uns gerade gegenseitig kennen. Im Moment zeigt er sich noch sehr unsicher und mit der Welt ein wenig überfordert. Deshalb schauen wir ganz genau hin: Was braucht er? Was gibt ihm Sicherheit? Und welche Anforderungen wird er an sein zukünftiges Zuhause stellen?
Schon jetzt zeichnet sich ab, dass klare Anleitung, verlässliche Regeln und Menschen, die ihm Sicherheit geben können, wichtige Bausteine für seine zukünftige Beziehung zu seinen Menschen sein werden. Wir lassen ihm die Zeit, die er braucht, und werden ihn in den nächsten Wochen immer besser kennenlernen.
Im Katzenhaus drehte sich das Wochenende vor allem um unsere Sorgenkinder Journy und Samson Jack. ❤️🩹
Bei Journy sind die Nierenwerte momentan sehr schlecht. Dazu kommt, dass sie nicht ausreichend frisst. Deshalb wird sie engmaschig überwacht, bekommt Infusionen und wird zusätzlich zugefüttert. Wir hoffen sehr, dass wir ihr damit helfen können und es für sie bald wieder bergauf geht. 🙏
Auch unser Kater Samson Jack bereitet uns große Sorgen. Er hat Herzprobleme, bekommt aktuell schlecht Luft und pumpt deutlich. Deshalb ging es am Samstag noch einmal notfallmäßig zum Tierarzt. Dort wurde er geröntgt und seine Medikation noch einmal angepasst, damit wir ihn bestmöglich unterstützen können. Jetzt heißt es auch bei ihm: Daumen drücken und hoffen, dass er sich wieder stabilisiert. ❤️
Und genau solche Situationen zeigen, was die Arbeit im Tierheim manchmal bedeutet.
Neben der ganz normalen Versorgung unserer vielen Tiere, Vermittlungsgesprächen und einigen Auszügen müssen unsere Mitarbeiter gerade bei den Sorgenkindern besonders aufmerksam sein. Sie brauchen Ruhe, Zeit und jemanden, der sich in diesem Moment ganz auf sie konzentrieren kann – auch wenn rundherum der ganz normale Tierheimtrubel weiterläuft.
Dass unsere Mitarbeiter genau das leisten, ist eine Wahnsinnsleistung. ❤️
Denn hinter jeder Infusion, jeder Medikamentengabe, jedem Zufüttern und jedem beruhigenden Moment steckt nicht nur Fachwissen, sondern vor allem Zeit, Geduld und ganz viel Herzblut. 🥰
Aber es gab natürlich auch schöne Erlebnisse!
Unser Lex durfte mit zu einem Seminar bei TINO. 🐕
Dabei ging es vor allem darum, Lex besser zu verstehen: Wie kommt man an ihn heran? Worauf müssen wir im Umgang mit ihm achten? Und wie können wir ihn sinnvoll anleiten und ihm Orientierung geben?
Der Tag war für Lex unglaublich anstrengend – aber er hat ihn richtig toll gemeistert! Besonders in den Hundegruppen zeigte er sich als super souveräner Typ und konnte zeigen, was in ihm steckt. 💪
Am Abend war er dann allerdings ziemlich platt. Die gesamte Rückfahrt hat er tief und fest geschlafen. 😴❤️
So war unser Wochenende wieder eine Mischung aus Sorgen, Herausforderungen, Lernen, kleinen Erfolgen und ganz vielen besonderen Momenten.
Und genau das ist Tierheimarbeit: Kein Tag ist wie der andere. Manchmal macht man sich große Sorgen, manchmal darf man sich über einen kleinen Fortschritt freuen – und manchmal fährt ein völlig erschöpfter Hund nach einem aufregenden Tag einfach glücklich schlafend nach Hause. 🐾❤️
Tierheimalltag 29.- 30. August 2026 – zwischen Fundtieren, Handwerker-Einsatz
Was für ein Wochenende! Bei uns ist eigentlich immer etwas los – aber manchmal kommt einfach alles zusammen. 😅
Freitag startete mit einem kleinen Abgabehund:
Der Chihuahua-Rüde Brutus, geboren 2019, wurde bei uns abgegeben, nachdem er in seinem bisherigen Zuhause mit dem vierjährigen Kind nicht mehr zurechtkam und nach ihm geschnappt hatte.
Aktuell ist Brutus von der neuen Situation noch ziemlich überfordert und entsprechend verängstigt. Wir möchten ihm nun erst einmal die Zeit geben, bei uns anzukommen und in Ruhe zu zeigen, wie er sich entwickelt. Natürlich wird er auch noch gründlich medizinisch untersucht, bevor wir für ihn auf die Suche nach einem passenden neuen Zuhause gehen.
Und dann kam am Freitag noch das große „Malheur“. 🙈
Hände waschen – und plötzlich waren die Füße nass. Der Blick unter das Waschbecken brachte schnell die Erklärung: Das Abflussrohr war auf der Unterseite komplett durchgerostet.
Unser altes Tierheimgebäude hält eben immer wieder neue handwerkliche Überraschungen für uns bereit. Zum Glück haben wir unsere ehrenamtlichen Handwerker, auf die wir uns verlassen können. ❤️
Und so standen sie am Samstagmorgen direkt auf der Matte und haben das Problem behoben. Waschbecken wieder dicht, Füße wieder trocken! 😄
Tausend Dank für euren Einsatz! Ohne euch wären wir bei solchen Baustellen manchmal ziemlich aufgeschmissen. 🥰
🐰 Der Samstagmorgen startete trotzdem erst einmal stressig:
Über Nacht waren zwei Fundkaninchen zu uns gekommen. Bislang hat sich leider noch niemand gemeldet, der die beiden vermisst. Wir hoffen natürlich sehr, dass sich ihre Besitzer noch finden lassen.
Außerdem kam ein Fund-Zwergspitz zu uns. Der kleine Kerl wurde direkt bei TASSO als Fundtier gemeldet – und das Glück war auf seiner Seite: Schon am Samstag konnte er wieder zurück in seine Familie. ❤️
🛠️ Eigentlich waren unsere fleißigen Handwerker am Samstag aber aus einem ganz anderen Grund bei uns: Unser neues Landschildkrötengehege musste dringend auf Vordermann gebracht werden.
Also wurde gestrichen, lackiert, gehämmert, eingerichtet und gepflanzt. 🌱🔨
Und das Ergebnis kann sich sehen lassen! Unsere kleinen Landschildkröten haben nun ein richtig schönes Reich, in dem sie die Zeit bei uns möglichst artgerecht verbringen können. 🐢❤️
Ein zweites Gehege wird am kommenden Wochenende noch folgen.
Währenddessen hatten natürlich auch unsere beiden Zwergspitze Süßkartoffel und Pellkartoffel alles ganz genau im Blick. 👀🐶
Wer macht was? Wer geht wohin? Welcher Handwerker setzt welchen Schritt?
Ganz wie es sich für echte Spitze gehört: Hier wird schließlich nichts dem Zufall überlassen! 😂
🐱 Und während draußen gehämmert und gestrichen wurde, lief im Katzenhaus der Vermittlungsbetrieb auf Hochtouren.
Kitten-Termine, Termine für erwachsene Katzen, viele Gespräche, Kennenlernen – und vor allem: Viele Katzen durften bereits ihre Köfferchen packen und in ihre neuen Zuhause ziehen. 🥹❤️
Das freut uns ganz besonders, denn unser Katzenhaus platzt aktuell wirklich aus allen Nähten. Umso schöner ist es, wenn wieder Plätze frei werden und wir wissen: Ein Tier hat sein eigenes Zuhause gefunden.
Auch bei unseren Hunden liefen die Vermittlungstermine weiter. Wir drücken ganz fest die Daumen, dass wir euch schon bald das ein oder andere weitere Happy End erzählen dürfen. 🍀
Und natürlich hoffen wir auch für unseren kleinen Brutus, dass er nach seiner Eingewöhnungszeit den passenden Menschen findet, der ihn versteht, ihm Sicherheit gibt und ihm zeigt, dass ein neues Zuhause auch etwas ganz Schönes sein kann. ❤️
So war unser Wochenende: ein bisschen chaotisch, ziemlich arbeitsreich, manchmal nass an den Füßen – aber vor allem voller Engagement, tierischer Geschichten und ganz vieler Menschen, die gemeinsam dafür sorgen, dass es unseren Schützlingen gut geht.
Danke an alle Ehrenamtlichen, Helfer, Interessenten und Unterstützer, die unser Tierheimwochenende zu dem machen, was es ist. ❤️
Wir wünschen euch einen schönen Sonntag und starten morgen wieder mit voller Energie in die neue Woche! 🐾
Tierheimalltag 15.- 16. August 2026 – Flohmarkttag
Das Wochenende ist schon wieder vorbei – und bei uns war ordentlich was los! 😊
Eine Fundkatze und ein Fundnymphensittich sind neu bei uns angekommen. Beide waren leider nicht gekennzeichnet. Nach dem ersten Gesundheitscheck ging es für die beiden direkt weiter in unsere Quarantänestation, wo sie nun erst einmal in Ruhe ankommen können. 🐱🦜
Ansonsten stand dieses Wochenende ganz im Zeichen unseres Flohmarktes. Es wurde noch einmal fleißig sortiert, geräumt und vorbereitet, der Hof wurde gekehrt und am Sonntag hieß es dann gemeinsam mit unseren tollen Ehrenamtlichen: Aufbau! 💪
Und die ganze Arbeit hat sich gelohnt. Wir hatten einen richtig schönen Flohmarkttag mit vielen tollen Besuchern und ganz besonderen Begegnungen. Besonders gefreut haben wir uns über die vielen ehemaligen Schützlinge, die uns gemeinsam mit ihren Menschen besucht und gezeigt haben, wie gut es ihnen geht. ❤️🐾 Solche Momente sind für uns immer etwas ganz Besonderes und machen die viele Arbeit einfach wieder ein Stückchen leichter.
Ganz besonders schön waren aber auch die vielen Gespräche mit euch. Mehrfach wurde uns beim Flohmarkt gesagt, dass ihr euch immer wieder darüber freut, etwas aus unserem Tierheimalltag zu lesen und dass ihr es schön findet, wenn wir euch mitnehmen in das, was bei uns tagtäglich passiert.
Ganz ehrlich: Diese positive Resonanz hat uns unheimlich gutgetan. ❤️
Denn unser Tierheimalltag besteht eben nicht nur aus Happy Ends. Es gibt wunderschöne Momente, die uns glücklich machen, aber genauso gibt es traurige Geschichten, schwierige Entscheidungen und Tage, an denen uns die Arbeit sehr nahegeht oder uns auch mal wütend und fassungslos macht. Umso schöner ist es zu wissen, dass ihr genau das sehen möchtet – nicht nur die schönen Seiten, sondern auch die Realität unseres Vereins und unserer täglichen Arbeit.
Danke, dass ihr uns zuhört, mitlest, Anteil nehmt und uns dabei begleitet. ❤️🐾
Nach einem langen Flohmarkttag hieß es dann allerdings irgendwann wieder: alles abbauen. Und weil es am Sonntag nicht nur warm, sondern eher ziemlich heiß war, waren wir nach getaner Arbeit tatsächlich alle froh, irgendwann zuhause unter der Dusche zu stehen. 😅☀️
Während bei uns fleißig gewerkelt wurde, durften Grimm, Spot und Jakob ein Probewochenende bei ihren Interessenten verbringen. Wir drücken natürlich ganz fest die Daumen, dass vielleicht schon bald für den einen oder anderen von ihnen ein Happy End daraus wird. 🥰🍀
Aber natürlich ruhen wir uns darauf nicht aus: Auch weitere Interessententermine standen am Wochenende bereits auf dem Plan. Denn während wir uns über jeden Hund freuen, der den nächsten Schritt in ein neues Zuhause macht, warten bei uns noch viele weitere darauf, dass genau die richtigen Menschen sie entdecken. ❤️
Jetzt starten wir also wieder in eine neue Woche – mit neuen Aufgaben, neuen Begegnungen und hoffentlich ganz vielen kleinen und großen Happy Ends.
Euer Team vom Tierheim Ludwigshafen 🐾❤️
Tierheimalltag 08.- 09. August 2026 – zwischen Happy Ends, traurigen Momenten und ganz viel Hilfe 🐾
Ein Wochenende voller Gegensätze liegt hinter uns. ❤️
✨ Beginnen wir mit den schönen Nachrichten:
Am Sonntag hat unser Emil seine Koffer gepackt und ist in sein neues Zuhause gezogen. 🥰 Wir drücken ganz fest die Daumen, dass alles so klappt, wie wir es uns für unseren Emil wünschen.
Und auch Kermit hat ganz spontan seine Koffer gepackt. ❤️ Denn manchmal braucht es einfach nicht viele Worte – es hat direkt zwischen ihm und seinen Menschen gefunkt. Und so darf Kermit nun fernab von Ludwigshafen in ein neues Leben starten. Wir freuen uns riesig für unseren Kerl und hoffen, dass sein neues Zuhause genau das Zuhause für immer wird. 🏡🐾
Auch bei unseren Katzen gab es einige Auszüge, über die wir uns natürlich genauso sehr freuen. 🐱❤️ Wieder ein paar Körbchen, die frei geworden sind – und wieder einige Tiere, die nicht mehr auf ein Zuhause warten müssen.
😔 Doch leider gehört auch die andere Seite zu unserem Alltag.
Am Wochenende erreichten uns erneut mehrere überfahrene Katzen. Für uns ist der Anblick jedes einzelnen dieser Tiere schwer. Und auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es psychisch belastend, immer wieder mit solchen Schicksalen umgehen zu müssen.
Der Freigang wird für Katzen vielerorts immer gefährlicher. Umso wichtiger ist es, genau hinzuschauen, wo Katzen Freigang bekommen können und ob eine stark befahrene Straße tatsächlich in unmittelbarer Nähe sein sollte.
💔 Und dann kam wieder die nächste Welle an Fundtieren.
Unter anderem wurde erneut eine Landschildkröte gefunden. Bei ihr gibt es zum Glück schon gute Nachrichten: Ihr Besitzer konnte identifiziert werden und sie wird hoffentlich schon sehr bald wieder zu ihrem Zuhause zurückkehren können.
Außerdem kamen vier kleine Kitten gemeinsam mit ihrer Mutterkatze aus einem Garten zu uns. Für die kleine Familie heißt es jetzt nach dem medizinischen Eingangscheck erst einmal ankommen, versorgt werden und wachsen.
Und dann war da noch ein Fundtier, das uns besonders beschäftigt hat:
🦔 In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ein Igel in unsere Spendenbox gesetzt.
Um seinen Hals hatte sich ein Plastikring eines Getränkverschlusses gelegt. Der Ring war bereits tief eingewachsen. Vermutlich hat sich das Tier schon als Jungtier darin verfangen und ist damit weitergewachsen.
Mittlerweile war der Ring so tief eingewachsen, dass der Igel kaum noch Luft bekam und sich nicht einmal mehr richtig einrollen konnte.
Und genau deshalb müssen wir an dieser Stelle einmal ganz deutlich werden:
🚨 LEUTE, SCHMEISST EUREN MÜLL IN DEN MÜLLEIMER!
Nicht irgendwo in die Natur. Nicht auf den Gehweg. Nicht aus dem Autofenster. Nicht „wird schon jemand wegmachen“.
Es tötet Tiere.
Plastikringe, Verpackungen, Schnüre, Zigarettenstummel und anderer Müll werden für unsere Wildtiere zur tödlichen Falle.
Tauben und andere Vögel picken achtlos weggeworfene Zigarettenstummel auf. Tiere fressen Plastik. Igel verfangen sich in Müll oder bleiben darin hängen. Und manche Tiere wachsen – wie dieser kleine Igel – einfach in dem Müll weiter, bis er ihnen das Leben nimmt.
Das ist kein Kavaliersdelikt und auch kein „biscchen Müll“.
Für ein Tier kann ein achtlos weggeworfener Gegenstand den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.
Bitte denkt darüber nach, bevor ihr etwas achtlos fallen lasst.
🙏 Und dann gab es an diesem Wochenende auch ganz viel Grund zur Dankbarkeit.
Wir durften wieder unzählige Spenden auspacken. Futter, benötigte Dinge und so vieles mehr, das unseren Tieren zugutekommt.
Es ist jedes Mal aufs Neue unglaublich, wie viele Menschen an unsere Tiere denken und uns unterstützen. ❤️
Aus unserer Amazonwunschliste ihr alles, was wir zur Versorgung benötigen.
Und auch unsere drei kleinen Welpen, über die wir in den vergangenen Tagen schon mehrfach berichtet haben, machen genau das, was kleine Welpen machen sollen:
futtern
schlafen
wachsen
und ordentlich an Gewicht zulegen!
Und zwar was das Zeug hält. 😂❤️
Genau so soll es sein!
Ein anstrengendes, emotionales Wochenende liegt hinter uns. Aber zwischen all den traurigen Momenten gab es auch wieder neue Zuhause, glückliche Vermittlungen, gerettete Tiere und ganz viel Unterstützung.
Danke an alle, die uns dabei helfen, für genau diese Tiere da zu sein. ❤️
Euer Team vom Tierheim Ludwigshafen 🐾
Tierheimalltag 01.- 02. August 2026 zwischen Vermittlungen, Fundtiere und drei kleinen Kämpfern
Montagabend – Zeit für unseren Wochenendbericht. 💚 Viele von euch warten inzwischen schon darauf und deshalb möchten wir euch wieder mitnehmen.
Das Wochenende war geprägt von vielen Schicksalen. Drei Fundkatzen fanden den Weg zu uns. Eine davon wurde direkt vor unserem Tierheim entdeckt – völlig dehydriert, orientierungslos und in einem Zustand, der uns große Sorgen machte. Zum Glück war sie bei TASSO registriert und konnte noch am selben Tag zu ihren Besitzern zurückkehren. Wir hoffen sehr, dass die Ursache für ihren schlechten Gesundheitszustand nun schnell gefunden wird.
Auch eine völlig dehydrierte Landschildkröte wurde bei uns abgegeben und wird derzeit intensiv versorgt. Zusätzlich zog ein Halsbandsittich als Fundtier bei uns ein.
Zwischen all den Neuankömmlingen fanden viele Vermittlungsgespräche statt. Einige Katzen durften bereits in ihr neues Zuhause ziehen und auch bei unseren Hunden sind wir sehr zuversichtlich, dass sich in den nächsten Tagen einiges bewegen wird.
🚨 Doch der Einsatz, der uns allen besonders naheging, ereignete sich am Sonntagabend.
Gemeinsam mit der Tierrettung wurden wir zu einem Einsatz auf die A61 bei Dannstadt-Schauernheim gerufen. Dort wurden drei gerade einmal etwa fünf Wochen alte Welpen aus einem Auto beschlagnahmt.
Die drei kleinen Hunde waren über 20 Stunden ohne Futter und Wasser unterwegs. Sie sind viel zu jung, um überhaupt von ihrer Mutter getrennt zu sein. In diesem Alter brauchen Welpen nicht nur Nahrung und Flüssigkeit, sondern auch die Wärme, Sicherheit und Fürsorge ihrer Mutter sowie eine altersgerechte Versorgung. Stattdessen befanden sie sich ungeimpft auf einer langen Reise.
Leider erleben wir solche Schicksale immer wieder. Welpen werden viel zu früh von ihrer Mutter getrennt, über weite Strecken transportiert und wie eine Ware behandelt. Die Leidtragenden sind die Tiere – häufig krank, geschwächt, schlecht sozialisiert und ohne die medizinische Versorgung, die sie dringend benötigen.
Die drei Welpen befinden sich nun bei uns in Quarantäne. Sie werden tierärztlich überwacht, versorgt und dürfen erst einmal ankommen. Wir hoffen sehr, dass sie die Strapazen gut überstehen.
Dieser Einsatz zeigt einmal mehr, warum der illegale Welpenhandel kein Kavaliersdelikt ist. Hinter jedem vermeintlichen „Schnäppchen“ kann unermessliches Tierleid stehen. Deshalb unsere Bitte: Kauft Tiere niemals unüberlegt aus dem Internet oder von dubiosen Händlern. Jeder, der solche Geschäfte unterstützt, hält diesen Kreislauf am Leben.
Danke, dass ihr unsere Arbeit begleitet, mit uns hofft und uns unterstützt. Gemeinsam können wir den Tieren eine Stimme geben. ❤️
Tierheimalltag 25. – 26. Juli
🌞 Guten Morgen und einen guten Start in die neue Woche!
Schon wieder Montag – Zeit für unseren kleinen Rückblick auf das vergangene Wochenende im Tierheim.
Bereits Ende letzter Woche erreichte uns eine größere Beschlagnahmung, bei der unter anderem fünf Laufenten zu uns kamen. Die muntere Truppe hält uns ganz schön auf Trab und sucht nun ein artgerechtes Zuhause. Wenn Sie den Enten ein neues Zuhause schenken möchten oder Fragen zur Haltung haben, freuen wir uns über eine E-Mail an info@tierheim-ludwigshafen.com.
Das Wochenende selbst war vor allem von zahlreichen Vermittlungsterminen bei unseren Hunden und Katzen geprägt. Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn Interessenten und unsere Schützlinge zueinanderfinden. ❤️
Am Samstagnachmittag wurden wir außerdem zur Unterstützung nach Oggersheim gerufen. Dort war ein Hund in der prallen Sonne ausgesetzt worden. Die Feuerwehr konnte den Rüden zunächst nicht sichern, sodass wir hinzugezogen wurden. Glücklicherweise gelang es schließlich, ihn zu sichern und sicher ins Tierheim zu bringen. Der Hund ist zwar gechippt, leider jedoch nicht registriert. Wie kann das denn sein, dass man sein Tier einfach so aussetzt.
Doch das sollte nicht der letzte Fundhund an diesem Tag bleiben: Kurz darauf wurde ein weiterer Hund zu uns gebracht, der alleine in Ludwigshafen unterwegs war. Zum Glück meldeten sich seine Besitzer bereits am Sonntagmorgen und konnten ihn wieder in Empfang nehmen. Eine große Erleichterung – denn unser Hundehaus platzt aktuell aus allen Nähten.
Währenddessen durfte unser Moos mit den Gassigehern einen tollen Ausflug genießen. Besonders das Baden hatte es ihm angetan – man konnte ihm die Freude richtig ansehen. So ein toller Kerl, wie so viele unserer Vierbeiner. 🐶💙
Auch hinter den Kulissen wurde fleißig gearbeitet: Unsere großen Futtertonnen waren fast leer – die perfekte Gelegenheit, sie bei dem herrlichen Wetter einmal gründlich zu reinigen. Das machen wir regelmäßig, aber bei Sonnenschein trocknen die Tonnen besonders schnell und können direkt wieder befüllt werden. Anschließend ging es in den Futterkeller, um Nachschub zu holen, damit zur Abendfütterung selbstverständlich alle Tonnen wieder gut gefüllt bereitstanden. 💪
Wir wünschen euch einen schönen Wochenstart und bedanken uns bei allen, die uns am Wochenende unterstützt, besucht oder an uns gedacht haben. 🐾
Tierheimalltag 18.- 19. Juli 2026 zwischen neuen Fundtiere, glücklichen Auszügen & großer Unterstützung
Heute sind wir zwar etwas später dran, aber natürlich möchten wir euch trotzdem mitnehmen und erzählen, was bei uns am Wochenende alles los war.
🐰 Schon wieder ausgesetzte Kaninchen…
Am Samstag wurden erneut zwei Kaninchen in einem Karton bei uns abgegeben. Das Erschreckende daran: Es handelt sich wieder um die gleiche Rasse und sogar den gleichen Farbschlag wie bei den zuletzt gefundenen Fundkaninchen.
Langsam drängt sich uns die Frage auf: Züchtet hier jemand unkontrolliert? Oder leben irgendwo unkastrierte Kaninchen zusammen und der Nachwuchs wird einfach entsorgt?
Egal, was dahintersteckt – Tiere auszusetzen ist keine Lösung. Sie werden ihrem Schicksal überlassen und am Ende müssen andere die Verantwortung übernehmen.
Leider platzen wir im Kaninchenbereich inzwischen aus allen Nähten. Vermittlungsanfragen sind ohnehin selten geworden und viele Haltungsformen entsprechen leider nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine artgerechte Kaninchenhaltung.
💚 Deshalb suchen wir dringend verantwortungsvolle Kaninchenplätze – ganz besonders auch für unsere Zahnkaninchen, die aufgrund ihrer besonderen Bedürfnisse oft besonders lange auf ein Zuhause warten. Wir möchten unseren Kaninchen Platz, Zeit und die Versorgung geben, die sie verdienen.
🐱 Auch zwei Fundkatzen wurden am Wochenende bei uns aufgenommen und werden nun bei uns versorgt.
🐶 Alle Labrador-Welpen sind ausgezogen!
Mit Hatschi und Pimpel sind am Wochenende die letzten beiden Labrador-Welpen in ihre neuen Familien gezogen. Damit haben nun alle Welpen ihr Zuhause gefunden. Wir freuen uns riesig, dass die Kleinen nun ihr Abenteuer Leben außerhalb des Tierheims beginnen dürfen, und wünschen allen Familien eine wundervolle gemeinsame Zeit.
🐍 Paprika hat sich erfolgreich gehäutet und zeigt sich nun wieder in ihrem schönsten Schuppenkleid.
🩵 Wellnessprogramm für Spot
Unser Husky Spot durfte sich über eine ausgiebige Fellpflege freuen. Es wurde gebürstet, was das Zeug hält – gefühlt kam dabei ein halber Hund heraus. 😄
Das Ergebnis hielt allerdings nicht lange an. Schon wenige Stunden später sah es wieder so aus, als wäre nie eine Bürste an ihm gewesen. Typisch Husky eben! 🐺
🐕 Außerdem hatten wir wieder zahlreiche Interessententermine mit unseren Hunden. Für jeden einzelnen nehmen wir uns viel Zeit, denn schließlich soll am Ende das passende Mensch-Hund-Team zusammenfinden. Wir drücken allen die Daumen!
🎁 Von Herzen Danke!
Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die in den vergangenen Tagen an unseren kleinen Oscar gedacht haben. Vielen Dank für die vielen Geldspenden und für das Spezialfutter, das ihr für ihn gespendet habt. Es berührt uns sehr, wie viele Menschen mitfiebern und hoffen, dass es Oscar bald besser geht. ❤️
Ebenso möchten wir uns für alle weiteren Spenden bedanken, die uns erreicht haben. Futter, Sachspenden und viele andere hilfreiche Dinge wurden mit großer Freude ausgepackt und direkt an unsere Schützlinge verteilt. Eure Unterstützung hilft uns jeden Tag dabei, unseren Tieren die bestmögliche Versorgung zu bieten.
Ein ganz besonderes Dankeschön geht außerdem an alle, die den Maudacher Hofflohmarkt organisiert, besucht und unterstützt haben. Durch eure tolle Aktion durfte sich unser Tierheim über einen Gutschein freuen. Solche Ideen und euer Engagement sind alles andere als selbstverständlich – vielen, vielen Dank dafür! ❤️
Wir wünschen euch einen schönen Montag und bedanken uns von Herzen dafür, dass ihr unsere Arbeit unterstützt, mit unseren Schützlingen mitfiebert und ihnen eine Stimme gebt.
Tierheimalltag 04.- 05. Juli 2026 Abschiede, Ankünfte und ganz viel Herz
Ein weiteres intensives Wochenende liegt hinter uns – mit vielen schönen Momenten, einigen emotionalen Abschieden und natürlich jeder Menge Einsatz für unsere Schützlinge.
Besonders viel los war bei unseren Welpen. Für unsere kleinen Labrador-Welpen stand das große Kennenlernen auf dem Programm. Viele interessierte Familien waren bei uns zu Besuch und einige der Kleinen durften sogar schon direkt in ihr neues Zuhause umziehen. ❤️
Auch unsere Cane-Corso-Welpen haben inzwischen alle ihre Köfferchen gepackt und sind in ihre Familien gezogen. Wir wünschen allen Vierbeinern und ihren Menschen einen wunderbaren Start in ein gemeinsames Leben voller Vertrauen, Abenteuer und unvergesslicher Momente.
Doch während einige Tiere das Tierheim verlassen durften, kamen viele neue kleine Patienten zu uns. Die anhaltende Hitzewelle macht insbesondere unseren Wildvögeln schwer zu schaffen. So wurden am Wochenende wieder zahlreiche Jungvögel bei uns abgegeben – darunter Mauersegler und Schwalben. Diese winzigen Patienten benötigen rund um die Uhr Versorgung und Fütterung. Deshalb haben unsere Tierpflegerinnen sie kurzerhand mit nach Hause genommen, damit sie auch nachts bestens versorgt werden können.
Wir hoffen sehr, dass die kleinen Flugkünstler schon bald kräftig genug sind, um wieder in die Freiheit entlassen zu werden.
Auch unser Ehrenamt war wieder mit vollem Engagement im Einsatz. Eine ganz besondere Freude hat uns dabei eine großzügige Spende bereitet: Nachdem wir uns einen Pavillon gewünscht hatten, damit unsere Mitarbeitenden auch an heißen Sommertagen draußen im Schatten ihre Pausen verbringen können, wurde uns dieser Wunsch tatsächlich erfüllt.
Der Pavillon wurde direkt aufgebaut und wird bereits genutzt.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal von ganzem Herzen bedanken. Solche Gesten zeigen uns immer wieder, wie sehr unsere Arbeit von unserer Community getragen wird. Vielen Dank für diese großartige Unterstützung!
Auch bei unseren Katzen war das Wochenende alles andere als ruhig. Es fanden zahlreiche Kennenlerntermine statt, Vermittlungsgespräche wurden geführt und wir hoffen, dass sich daraus schon bald weitere Happy Ends ergeben.
Leider gehören zu unserer Arbeit auch die traurigen Momente. Als Fundtier wurde ein völlig entkräftetes Wildkaninchenbaby zu uns gebracht. Trotz aller Bemühungen war es bereits zu schwach und hat den Kampf nicht geschafft.
Nicht jedes Leben können wir leider retten. Gerade diese Fälle gehen uns sehr nahe und kosten viel Kraft. Trotzdem geben wir für jedes einzelne Tier alles – bis zum Schluss.
Ebenfalls aufgenommen wurde ein stark geschwächter Nymphensittich. Manche Finder bezeichneten ihn augenzwinkernd sogar als „Kakadu“. Jetzt bekommt er bei uns erst einmal die Ruhe und Pflege, die er dringend braucht.
Zum Abschluss gibt es noch eine schöne Nachricht: Unsere letzten Wachtelhähne haben ein neues Zuhause gefunden und werden künftig gemeinsam mit einer Gruppe Wachtelhennen leben. Auch für sie beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt.
So endet ein Wochenende, das wieder einmal gezeigt hat, wie vielfältig unsere Arbeit im Tierheim Ludwigshafen e.V. ist. Zwischen glücklichen Vermittlungen, aufwendiger Wildtierpflege, bewegenden Abschieden und der großartigen Unterstützung unserer Ehrenamtlichen und Spenderinnen und Spender liegt oft nur ein Augenblick.
Danke, dass ihr uns begleitet, unsere Arbeit unterstützt und mit uns gemeinsam dafür sorgt, dass jedes Tier die Chance auf ein besseres Leben bekommt. 🧡
Tierheimalltag 27.- 28. Juni 2026 im Hitzetunnel
Bei Temperaturen von 39 bis 40 Grad – ohne das kleinste Lüftchen – gerät selbst der einfachste Handgriff zur Herausforderung. Schon ohne körperliche Anstrengung läuft der Schweiß in Strömen. Trotzdem musste der Alltag im Tierheim ganz normal weitergehen. Unsere Tiere brauchen ihr Futter, ihre Pflege und vor allem ihre medizinische Versorgung. Gerade bei dieser extremen Hitze sind viele von ihnen zusätzlich belastet und benötigen noch mehr Aufmerksamkeit.
Während Mensch und Tier mit den Temperaturen kämpften, riss auch die Zahl der Wildvögel nicht ab. Allein an diesem Wochenende wurden mindestens 30 Vögel bei uns abgegeben. Der Großteil davon waren Mauersegler, dazu kamen drei Rotschwänze, fünf Schwalben und einige Jungtauben.
Besonders die Mauersegler machen uns derzeit große Sorgen. Durch die enorme Hitze verlassen viele Jungvögel ihre Nester viel zu früh oder stürzen heraus. Ohne schnelle Hilfe bedeutet das häufig den sicheren Tod. Eine unserer Mitarbeiterinnen verbringt deshalb ihr eigentlich freies Wochenende damit, die ganzen Vögel im Stundentakt zu füttern. Ein schönes Beispiel dafür, wie selbstverständlich bei uns Freizeit hintenangestellt wird, wenn ein Tier Hilfe braucht.
Auch unsere Ehrenamtlichen haben an diesem Wochenende wieder Großartiges geleistet. Sie haben kurzerhand ein zweites Welpengehege aufgebaut, damit auch der zweite Wurf, der nun bei uns ist, geschützt nach draußen kann. Die Cane Corsos haben ihre ersten Halsbänder bekommen – wir sind gespannt, wie lange es dauert, bis sie durchgeknappert sind. Aber so sind alle weiterhin eindeutig erkennbar und haben auf der Waage bereits um die 6 kg. Nach dem Einbruch in unser Tierheim war für uns klar, dass die alten Holztüren keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Also wurden kurzerhand neue Stahltüren besorgt und eingebaut. Wieder eine ungeplante Ausgabe, die unser Budget zusätzlich belastet – verursacht durch Menschen, die meinten, fremdes Eigentum beschädigen und sich Zutritt verschaffen zu dürfen.
Bis heute wissen wir nicht, was das eigentliche Ziel des Einbruchs war. Sollte ein bestimmter Hund gestohlen werden? Ging es um etwas anderes? Antworten werden wir vermutlich nie bekommen.
Auch die von euch gesponserten Überwachungskameras sind inzwischen vollständig installiert und leisten bereits wertvolle Dienste. Dafür möchten wir uns von Herzen bedanken. Ohne eure Unterstützung wären solche Investitionen kaum möglich gewesen.
Neben all den Herausforderungen gab es zum Glück auch viele schöne Momente.
Eduard durfte in sein Probewohnen ziehen und auch Janosch hat die Chance bekommen, sein neues Zuhause kennenzulernen. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass sich beide auch im Familienalltag genauso toll präsentieren wie bei uns.
Fee lernt ihre Interessentin weiterhin in Ruhe kennen und unsere Vermittlungscrew arbeitet derzeit im Akkord. Die zahlreichen Anfragen für unsere Welpen und viele weitere Schützlinge werden so schnell wie möglich bearbeitet, damit möglichst viele Tiere bald in ihr eigenes Zuhause umziehen können.
Auch aus unserer Katzenabteilung gibt es erfreuliche Nachrichten: Knöpfchen durfte ebenfalls ins Probewohnen ausziehen.
Mit den vielen Jungtieren steigt momentan auch unser Verbrauch an Nassfutter deutlich an. Die Kleinen haben ständig Hunger und benötigen regelmäßig hochwertiges Futter, um gesund aufzuwachsen. Deshalb freuen wir uns weiterhin über jede Unterstützung in Form von Nassfutterspenden.
Hier gehts zur Wunschliste
Nach diesem Wochenende bleibt vor allem die Erleichterung, dass alle Tiere trotz Hitze, Stress und zusätzlicher Arbeit gut versorgt werden konnten. Jetzt hoffen wir auf etwas kühlere Tage und ein kleines bisschen Ruhe für Mensch und Tier.
Tierheimalltag 13.-14. Juni 2026
Was für ein Wochenende! Während die Temperaturen sommerlich waren, herrschte bei uns im Tierheim Ludwigshafen e.V. wieder jede Menge Betrieb. Von fleißigen Handwerkern über Umzüge in neue Zuhause bis hin zu einem spannenden Abenteuer für unsere Welpen – langweilig wurde es definitiv niemandem.
Den Anfang machte am Samstag unser großartiger Handwerk-Ehrenamtstrupp. Mit viel Einsatz wurde ein Geländer abgeschliffen und frisch gestrichen. Solche Arbeiten fallen oft gar nicht auf, sind aber enorm wichtig, damit unser Tierheim gepflegt und sicher bleibt. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für diesen tollen Arbeitseinsatz!
Währenddessen stand für Pluto ein ganz besonderer Schritt an: Er durfte in sein Probewohnen ziehen. Nun heißt es Daumen drücken, dass sich Mensch und Hund weiterhin so gut verstehen und daraus ein endgültiges Happy End wird. Wir wünschen Pluto und seiner möglichen neuen Familie eine wunderbare Kennenlernzeit.
Auch Eduard hatte einen großartigen Tag. Auf dem Auslauf zeigte er sich von seiner besten Seite und gab alles für schöne Fotos. Besonders angetan hatte es ihm dabei eine Schlecktube, die für große Begeisterung sorgte und natürlich die Motivation für das Fotoshooting deutlich steigerte.
Im Katzenhaus gab es ebenfalls Neuigkeiten: Iva und Iron sind von ihrer Pflegestelle zu uns gezogen. Die beiden warten nun darauf, möglichst schnell ihre eigenen Familien zu finden und in ein liebevolles Zuhause umzuziehen.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen unserer Welpen. Da die kleinen Racker innerhalb kürzester Zeit aus ihrem bisherigen Welpenauslauf herauswachsen, wurde kurzerhand ein größerer Bereich vorbereitet. Es wurde gekehrt, umgeräumt, Pflanzen entfernt und alles gründlich gereinigt. Ein Bereich, der normalerweise kein Hundeauslauf ist, wurde mit viel Einsatz in einen spannenden Welpenspielplatz verwandelt.
Natürlich durfte dabei die Ausstattung nicht fehlen. Ein Rascheltunnel sorgte für neugierige Erkundungstouren, eine mit Wasser gefüllte Muschel bot eine willkommene Abkühlung für kleine Pfoten und eine weitere Muschel wurde mit Spielzeug und Bällen bestückt. Verschiedene Untergründe bringen zusätzlich jede Menge neue Sinneseindrücke mit sich.
Als schließlich das Kommando „Welpen frei!“ fiel, gab es kein Halten mehr. Nach anfänglicher Skepsis wurde alles gründlich untersucht, ausprobiert und getestet. Nachdem anschließend das Mittagessen serviert worden war, lagen die kleinen Entdecker mit kugelrunden Bäuchlein zufrieden nebeneinander in der Sonne und genossen das schöne Wetter. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die Kleinen wachsen und sich entwickeln.
Auch für unsere Wellensittiche gab es am Sonntag Grund zur Freude. Justus und Karsten durften in ihr neues Zuhause ziehen. Dort erwartet sie nicht nur eine tolle Voliere, sondern auch das Leben in einem Schwarm – genau so, wie es Wellensittiche lieben. Vielen Dank an die neuen Halter, dass die beiden künftig so artgerecht leben dürfen.
Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns. Wir freuen uns über jeden Fortschritt, jeden gelungenen Auszug und jede helfende Hand, die unsere Arbeit unterstützt. Vielen Dank an alle, die uns dabei begleiten!
Tierheimalltag 6.–8. Juni 2026
Was für ein Wochenende. Eines von denen, bei denen man am Sonntagabend auf die Uhr schaut und sich fragt, ob wirklich erst zwei Tage vergangen sind. Los ging es bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag. Am Abend und in der Nacht, wurde es bei uns noch einmal turbulent. Fast zeitgleich erreichten uns zwei sehr unterschiedliche Notfälle: ein Nutria und ein viel zu junger Welpe, der bei einer Kontrolle auf der Autobahn aufgefallen war. Der kleine Hund war aus dem Ausland eingeführt worden – viel zu früh von seiner Mutter getrennt. In diesem Alter besteht zudem noch kein wirksamer Impfschutz, insbesondere gegen Tollwut, was solche Fälle besonders problematisch macht, denn leider ist Tollwut ein großes Thema bei Auslandstieren.
Sofort hieß es für unser Team: Hygienemaßnahmen hochfahren, versorgen, beobachten und überlegen, wie wir dem Kleinen helfen können. Keine leichte Aufgabe, denn unser Hundehaus platzt aktuell aus allen Nähten und er muss erst einmal in Quarantäne. Gefühlt könnten wir jeden Zwinger doppelt belegen – und hätten immer noch keinen Platz übrig.
Umso größer war die Erleichterung, als sich schnell eine Lösung fand. Ein anderes Tierheim konnte den Welpen übernehmen, sodass die Tierrettung ihn Samstag mittag direkt dorthin brachte.
Doch damit nicht genug. Am Samstag wurde außerdem eine Fundkatze bei uns abgegeben. Ihr Zustand machte allen sofort Sorgen. Sie war stark abgemagert, erschöpft und litt unter einer schweren Augenentzündung. Wieder hieß es: Erstversorgung, Ruhe schaffen, medizinische Betreuung organisieren und hoffen, dass sie die Chance bekommt, die sie verdient. Solche Momente gehen keinem von uns spurlos vorbei und erinnern daran, warum Tierschutz manchmal auch bedeutet, schwierige Bilder auszuhalten und trotzdem weiterzumachen.
Währenddessen lief der ganz normale Tierheim-Alltag weiter – und der hat es bekanntlich ebenfalls in sich.
Unsere Ehrenamtlichen waren wieder mit vollem Einsatz dabei. Es wurde Rasen gemäht, der Hof gekehrt, eine neue Klospülung eingebaut, Spenden wurden sortiert, ausgepackt und verräumt. Und als wäre das noch nicht genug, entstand auch noch ein neuer Welpenauslauf. Die kleinen Bewohner ließen sich natürlich nicht lange bitten und nahmen ihr neues Reich sofort in Beschlag. Neugierig wurde geschnuppert, erkundet, getobt und ausprobiert. Es sind genau diese Momente, die einem zwischen all den Herausforderungen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Der Sonntag begann dann allerdings mit einem echten Schreckmoment.
Eines unserer mittlerweile acht Flaschenkinder brach plötzlich zusammen. Fast reglos lag der kleine Kerl zwischen seinen Geschwistern. Für einen Moment hielt jeder den Atem an. Sofort wurde gehandelt: zusätzliche Wärme, vorsichtiges Einwickeln, ständiges Beobachten, Animieren, medizinisch versorgen und Hoffen.
Und dann geschah etwas, woran in diesem Moment kaum noch jemand glauben wollte.
Nach ein bis zwei bangen Stunden saß der kleine Kämpfer plötzlich wieder in seiner Box, maunzte lautstark und verlangte nach Futter. Ein kurzer Moment des Aufatmens ging durch das Team. Natürlich wissen wir, dass der Weg für so junge Tiere oft noch lang und ungewiss ist. Aber an diesem Sonntag durfte zumindest ein kleiner Sieg gefeiert werden.
Zwischen all diesen Ereignissen standen am Mittag auch noch die ersten Vorstellungsgespräche für unseren ausgeschriebenen Minijob auf dem Programm. Die große Zahl an Bewerbungen hat uns sehr gefreut und zeigt, wie viele Menschen Interesse daran haben, Teil unserer Arbeit zu werden. Wie es weitergeht, werden die kommenden Tage zeigen.
Als am Sonntagabend langsam Ruhe einkehrte, waren alle Beteiligten ziemlich erschöpft – aber auch stolz auf das, was gemeinsam geschafft wurde.
Danke an alle, die an diesem Wochenende mit angepackt, mitgefiebert, mitgehofft und mitgeholfen haben.
Wir sind gespannt, welche Geschichten die neue Woche für uns bereithält. Langweilig wird es bei uns ganz sicher nicht – und genau deshalb stehen wir jeden Morgen wieder gerne auf.
Tierheimalltag 24.05-31.05 Eine Woche zwischen Hoffen, Bangen und kleinen Wundern
Manche Wochen im Tierheim vergehen ruhig. Andere schreiben Geschichten, die uns noch lange begleiten. Die vergangene Woche gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie. Sie war geprägt von Sorgen, von harter Arbeit – aber auch von Hoffnung, Zusammenhalt und einem kleinen Wunder, mit dem kaum noch jemand gerechnet hatte.
Als Valeria zu uns kam
Am Sonntag, den 24. Mai, wurde die Hündin Valeria als Fundhund zu uns ins Tierheim Ludwigshafen e.V. gebracht.
Schon bei ihrer Ankunft war klar, dass etwas nicht stimmte.
Valeria hatte hohes Fieber. Ihre Milchleiste war stark entzündet, sie litt unter einer schmerzhaften Mastitis. Ihre Krallen waren viel zu lang und zeugten davon, dass sie schon längere Zeit nicht ausreichend versorgt worden war. Doch die größte Sorge bereitete uns etwas anderes.
Die Hündin war nach bisherigen Informationen in einem Ludwigshafener Ortsteil einfach zurückgelassen worden. Anwohner wurden auf die Situation aufmerksam und verständigten die Feuerwehr, die das Tier schließlich sicherte. So kam Valeria als Fundhund zu uns ins Tierheim – begleitet von einer ebenso ungewöhnlichen wie beunruhigenden Geschichte. Es hieß, man brauche sie nicht mehr. Zudem wurde behauptet, sie habe ihre Welpen totgebissen. Anschließend sei die Person einfach weggefahren.
Eine Geschichte, die viele Fragen offenließ.
Denn Valerias Zustand passte nur bedingt zu dieser Erklärung. Die ausgeprägte Milchbildung, die Entzündung und verschiedene weitere Umstände ließen uns zweifeln, ob wirklich alle Welpen tot waren.
Beweisen konnten wir zu diesem Zeitpunkt nichts.
Also blieb uns nur eines: Valeria medizinisch versorgen, ihr Sicherheit geben und gleichzeitig versuchen herauszufinden, was tatsächlich geschehen war.
Eine Community hält zusammen
Schon kurz nach ihrer Ankunft entschieden wir uns, die Geschichte öffentlich zu machen. Nicht, um zu spekulieren.
Sondern weil wir hofften, dass vielleicht jemand etwas gesehen hatte oder Hinweise geben konnte. Was dann geschah, hat uns tief beeindruckt.
Unser Beitrag wurde unzählige Male geteilt. Menschen aus der gesamten Region halfen dabei, die Geschichte weiterzutragen. Viele machten sich Gedanken, diskutierten, suchten nach Hinweisen und fieberten mit.
Vor allem aber erreichten uns mehrere anonyme Hinweise aus der Bevölkerung. Jeder einzelne wurde ernst genommen.
Parallel dazu standen wir in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Informationen wurden gesammelt, weitergegeben und geprüft. Viele Menschen arbeiteten im Hintergrund daran, Licht ins Dunkel zu bringen.
Währenddessen versorgten wir Valeria weiter und hofften jeden Tag darauf, dass sich vielleicht doch noch eine Spur ergeben würde.
Samstag – das Wunder, mit dem kaum noch jemand gerechnet hatte
Und dann kam der Samstag. Ein Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Fünf Welpen wurden uns in einem Umzugskarton am Tierheim übergeben.
Fünf kleine Hundekinder.
Nach allem, was wir derzeit wissen, handelt es sich sehr um die Welpen von Valeria.
Ursprünglich gehen wir davon aus, dass der Wurf aus etwa neun bis zehn Welpen bestanden haben könnte. Wo die übrigen Tiere sind und was genau in den vergangenen Tagen geschehen ist, wissen wir bis heute nicht.
Doch in diesem Moment zählte vor allem eines: Fünf Welpen sind da. Lebend.
Ihr Zustand war glücklicherweise insgesamt in Ordnung. Natürlich waren sie erschöpft und mussten sofort untersucht und versorgt werden, doch sie hatten eine Chance. Nach Tagen voller Fragen, Sorgen und Ungewissheit war das ein Moment, in dem bei vielen von uns die Erleichterung überwog. Manchmal erlebt man im Tierschutz Dinge, die schwer zu erklären sind. Dieser Samstag war einer dieser Momente.
Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit
So groß die Freude über die gefundenen Welpen auch ist – jetzt beginnt die Phase, in der es auf sorgfältige Versorgung und viel Disziplin ankommt. Für die Kleinen heißt es zunächst einmal: ankommen. Sie werden engmaschig überwacht, regelmäßig gewogen und medizinisch begleitet.
Bis zur ersten Impfung gelten strenge Hygieneregeln. Infektionen können für Welpen schnell gefährlich werden, deshalb achten wir derzeit besonders sorgfältig auf Hygiene und Schutzmaßnahmen. Auch die Welpenfütterung hat inzwischen begonnen.
Wer schon einmal einen Wurf betreut hat, weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt. Füttern, kontrollieren, reinigen, dokumentieren, beobachten.
Eine Aufgabe, die Zeit, Personal und Ressourcen bindet, die wir selbstverständlich gerne investieren. Denn genau dafür sind wir da.
Arktos zieht ins Probewohnen
Neben all der Aufregung um Valeria gab es am Wochenende auch eine Nachricht, die uns sehr gefreut hat. Unser Husky-Rüde Arktos durfte in sein Probewohnen ziehen. Manchmal sieht man Menschen und Hund zusammen und spürt sofort, dass etwas passen könnte. So war es hier.
Zwischen Arktos und seinen Interessenten schien vom ersten Moment an eine Verbindung zu bestehen. Nun dürfen sich beide Seiten im Alltag kennenlernen und herausfinden, ob daraus ein gemeinsames Leben wird. Wir drücken ganz fest die Daumen, dass alles so gut weiterläuft wie bisher.
Ohne Ehrenamt läuft nichts
Während manche Tiere medizinische Versorgung benötigen, müssen im Hintergrund auch die ganz praktischen Dinge erledigt werden. Und hier haben unsere Ehrenamtlichen einmal mehr gezeigt, wie unverzichtbar sie für das Tierheim Ludwigshafen e.V. sind. Am Wochenende wurde unter anderem der Zaun an den Hundeausläufen repariert. Außerdem musste eine Klospülung erneuert werden.
Klingt unspektakulär? Vielleicht. Aber genau solche Arbeiten sorgen dafür, dass der Betrieb überhaupt funktioniert.
Tierheime leben nicht nur von Tierliebe. Sie leben von Menschen, die anpacken, reparieren, organisieren, putzen, fahren, bauen und helfen. Dafür können wir gar nicht oft genug Danke sagen.
Die Kittenflut nimmt kein Ende
Während die Geschichte um Valeria viele Menschen beschäftigt hat, läuft gleichzeitig eine andere Herausforderung auf Hochtouren weiter:
Die Kittenzeit. Nahezu täglich erreichen uns Meldungen über schwangere Fundkatzen, mutterlose Kitten oder Tiere in schlechtem gesundheitlichem Zustand. Viele der Katzen sind stark vernachlässigt und benötigen intensive medizinische Versorgung und Pflege. Hochzeit der Überstunden.
Ein kleines Kaninchen auf der Suche nach Sicherheit
Auch ein verängstigtes Fundkaninchen fand am Wochenende den Weg zu uns. Für solche Tiere ist die Situation im Tierheim zunächst oft besonders belastend. Neue Geräusche. Neue Gerüche. Fremde Menschen.
Drei Fundhunde mit Happy End
Zwischen all den schwierigen Nachrichten gab es auch mehrere erfreuliche Wiedersehen. Im Laufe des Wochenendes kamen ein Jagdterrier, ein Malteser und ein Pudel als Fundhunde zu uns. Glücklicherweise wurden alle drei Tiere gesucht und konnten kurze Zeit später wieder von ihren Familien abgeholt werden. Genau solche Geschichten wünschen wir uns für jeden Fundhund.
Deshalb an dieser Stelle ein wichtiger Appell: Bitte sichert eure Tiere und registriert sie bei Tasso.
Ein kurzer Schreckmoment, ein offenes Gartentor, ein nicht richtig sitzendes Geschirr oder ein unachtsamer Augenblick im Straßenverkehr können genügen. Und dann kann innerhalb weniger Sekunden aus einem normalen Tag eine gefährliche Situation werden.
Danke für eure Unterstützung
Zum Abschluss möchten wir einfach Danke sagen.
Danke an alle Menschen, die Valerias Geschichte geteilt haben.
Danke an alle, die Hinweise gegeben haben.
Danke an alle, die mitgefiebert, mitgehofft und mitgebangt haben.
Danke an unsere Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Pflegestellen, Unterstützerinnen und Unterstützer.
Und natürlich danke an alle, die unsere Tiere durch Spenden unterstützen.
Aktuell benötigen wir insbesondere (hier gehts zur Wunschliste):
• Einmalhandschuhe in Größe M
• Schuhüberzieher
• Allzweckreiniger
Gerade Einmalhandschuhe und Schuhüberzieher werden derzeit aufgrund der notwendigen Hygienemaßnahmen dringend benötigt und gehören aktuell – neben Geldspenden – zu den sinnvollsten Möglichkeiten, unsere Arbeit direkt zu unterstützen.
Die vergangenen Tage haben wieder einmal gezeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam helfen. Aus Sorge wurde Hoffnung. Aus Ungewissheit wurde ein kleines Wunder.
Und während die Geschichte von Valeria noch längst nicht zu Ende erzählt ist, wissen wir eines ganz sicher: Sie und ihre Welpen sind jetzt dort, wo sie sein sollen. In Sicherheit.
Tierheimalltag 16.05-17.05
Während unsere Tierheimleitung und die stellvertretende Tierheimleitung dieses Wochenende beim Seminar „Moderne Führung“ des Deutschen Tierschutzbundes in München unterwegs sind, lief der Alltag im Tierheim Ludwigshafen e.V. natürlich trotzdem in voller Geschwindigkeit weiter 🐾
Schon früh am Morgen wurde von unseren Ehrenamtlichen wieder fleißig Gemüse für unsere Schweine geschnippelt – dank der regelmäßigen Unterstützung der Tafel Ludwigshafen gab es auch dieses Wochenende wieder jede Menge frische Leckereien. Parallel wurden Spenden verräumt, der Flohmarktkeller sortiert und unser Heuweg, auf dem unsere Wildkatzen leben, mit neuem Futtervorrat ausgestattet. Dazwischen klingelte ständig das Telefon, Interessenten waren vor Ort und es entstanden viele schöne Gespräche rund um unsere Tiere und ihre Geschichten. ☕🐱
Besonders gefreut haben wir uns über einige richtige Lichtblicke: Unsere Langzeitbewohner Jamal und Tabaluga hatten Besuch – und vielleicht, ganz vielleicht, wartet jetzt endlich ihr eigenes Zuhause auf sie. Bitte drückt den beiden ganz fest die Daumen 🍀
Auch Lila durfte ihre zukünftige Pflegestelle kennenlernen und wir können nur sagen: Es war ein kleines bisschen Liebe auf den ersten Blick.
Natürlich gab es auch die andere Seite des Tierheimalltags. Unzählige kranke und verletzte Tauben wurden dieses Wochenende gebracht und die Versorgung nimmt aktuell kaum ein Ende. Dafür benötigen wir dringend Vitamin-B-Tropfen, Einmalhandschuhe und 1ml-Spritzen. Wer uns hierbei unterstützen oder sich sogar ehrenamtlich in der Versorgung der Tauben einbringen möchte, darf sich jederzeit bei uns melden – wir würden uns in diesem Bereich sehr über Unterstützung freuen 🕊️
Außerdem kamen fünf kleine Entenküken zu uns, deren Mutter leider verstorben ist. Die Minis konnten glücklicherweise schnell an eine Wildvogelhilfe weitergegeben werden. Und während draußen Regen und Kälte herrschten, haben unsere Katzenkinder das Wochenende gemütlich in der Wärme verbracht – vermutlich sehr dankbar dafür, dass unsere Heizungen noch fleißig laufen. 🐈❄️
Danke an alle Ehrenamtlichen, Unterstützerinnen, Spenderinnen und Besucher*innen, die genau das möglich machen. ❤️
Tierheimalltag 02.05 – 03.05
Puh… dieses Wochenende hatte es wirklich in sich – und das lag ausnahmsweise nicht nur an den Temperaturen. Wenn man im Tierheim Ludwigshafen e.V. unterwegs war, hat man schnell gemerkt: Hier läuft gerade alles gleichzeitig. Emotionen, Organisation, Hoffnung – und ja, manchmal auch Frust.
Freitag, später Nachmittag.
Eigentlich so ein Moment, in dem man langsam Richtung Feierabend schielt – und dann steht er plötzlich da: ein neuer Abgabehund. Zwei Jahre alt, unkastriert, komplett aus der Bahn geworfen, ohne klare Orientierung. Seine bisherigen Menschen? Überfordert. Verunsichert. Mit Angst im Gepäck – vor allem mit Blick auf den baldigen Familienzuwachs.
Und der Hund? Kennt vor allem eine Strategie: nach vorne gehen. Laut, schnell, unkontrolliert.
Was bleibt, ist dieses Gefühl, das wahrscheinlich jede*r im Team kennt: eine Mischung aus Fassungslosigkeit, Wut und Traurigkeit. Denn irgendwo hat diese Geschichte mal anders angefangen – mit einem „Wir wollen dich“. Und jetzt? Übergabe, Verantwortung abgeben, Kosten bitte auch gleich mit.
Und genau hier zeigt sich, warum wir als Tierheim Ludwigshafen e.V. auf Unterstützung angewiesen sind. Denn alles, was jetzt folgt – Tierarztkosten, Training, Unterbringung, Zeit, Geduld – wird jetzt vom Verein getragen. Von uns allen.
Das ist nur möglich, weil so viele Menschen hinter uns stehen. Weil gespendet wird, weil geholfen wird, weil Verantwortung hier nicht einfach weitergeschoben, sondern getragen wird. Und genau für solche Fälle brauchen wir diese Unterstützung für Tiere, die aus unterschiedlichsten Gründen durchs Raster gefallen sind und bei uns eine zweite Chance bekommen.
Samstag – einmal durchatmen? Eher nicht.
Der Tag startet direkt mit einer Überraschung im Feuerwehrzwinger: zwei Pomeranians, behördlich eingewiesen. Klein, wuschelig – aber die Geschichten dahinter sind selten so flauschig wie das Fell. Also: ankommen lassen, Quarantäne vorbereiten, beobachten. Alles Schritt für Schritt.
Parallel dazu läuft der „ganz normale Wahnsinn“:
Gassigeher*innen, die bei bestem Wetter unterwegs sind, Vermittlungsgespräche, Telefonate, Organisation. Und mittendrin diese kleinen, wertvollen Inseln:
Unsere Fee hatte Besuch von ihrer Patin. Kuscheln, ein gemeinsamer Spaziergang, einfach mal gesehen werden. Genau solche Momente sind es, die den Alltag tragen.
Und weil es nie bei „ein bisschen Trubel“ bleibt, kam am Nachmittag die nächste Welle:
Die Tiernotrettung brachte sieben Wachteln – gehalten in winzigen Käfigen. Ein Bild, das man nicht so schnell vergisst. Also wieder: begutachten, dokumentieren, unterbringen. Jeder Handgriff sitzt, auch wenn die Uhr längst sagt, dass eigentlich Feierabend wäre.
Spoiler: War er natürlich nicht. Wie so oft.
Sonntag – leiser, aber nicht weniger besonders.
Der Tag startet kühler, fast ein bisschen ruhiger. Und dann kommt einer dieser Momente, die alles andere kurz in den Hintergrund rücken:
Für Nessel ist heute Auszugstag.
Die kleine Samtpfote packt quasi ihre unsichtbaren Köfferchen und zieht ins neue Zuhause. Genau dafür machen wir das alles. Viel Glück, kleine Maus – mach’s gut da draußen.
Und dann war da noch Noah.
Besuch hatte sich angekündigt – Menschen, die sich ernsthaft Gedanken gemacht haben. Die wissen wollten, was es braucht, damit ein Pflegeplatz wirklich passt. Kein Schnellschuss, sondern echtes Interesse.
Und Noah? Hat die Entscheidung einfach selbst übernommen.
Nach dem Spaziergang, ein Sprung auf den Schoß, ein tiefer Seufzer – und fast eingeschlafen beim Kuscheln.
Wenn ein Hund so klar zeigt „Hier könnte ich ankommen“, dann sagt das mehr als jedes Gespräch. Jetzt heißt es Daumen drücken. Es wäre mehr als nur ein Platz – es wäre eine echte Chance.
Wenn man dieses Wochenende in einem Wort zusammenfassen müsste, dann vielleicht so: intensiv.
Mit allem, was dazugehört. Laut und leise. Schwer und leicht.
Tierheimalltag 18.04-19.04
Wenn man dieses Wochenende im Tierheim Ludwigshafen e.V. in einem Satz zusammenfassen müsste, dann wohl so: sonnig, intensiv – und voller Kontraste zwischen Hoffnung und Kopfschütteln.
Der Samstag hatte richtig Zug drauf. Zwischen Vermittlungsterminen lief das Ehrenamt auf Hochtouren und hat parallel schon die Basis für das kommende Frühlingsfest gelegt. Rasen mähen, Mulch verteilen, Flohmarkt sortieren – viele haben irgendwo angepackt, damit nächsten Samstag alles rund läuft. Und bei all dem Trubel gab’s auch diese Momente, die einfach gut tun: Sonne im Gesicht, ein kurzer Plausch zwischendurch, das Gefühl, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. ☀️
Während draußen gewerkelt wurde, lief in der Katzenquarantäne ein ganz anderes Programm – eher Ausnahmezustand als Alltag. Sieben Fundkatzen allein am Samstag, darunter fünf Kitten, ein Muttertier und ein Kater. Für jedes einzelne Tier: Eingangscheck, Gesundheitsprüfung, Parasitenkontrolle. Und gleichzeitig diese eine Frage, die immer wieder im Raum steht: Wie kann das sein? Trotz Kastrationspflicht in Ludwigshafen. Trotz all der Aufklärung. Bitte – es ist so entscheidend: Kastrieren, chippen, registrieren.
Das ist kein „Nice-to-have“, sondern aktiver Tierschutz und der einzige Weg, dieses Leid langfristig einzudämmen.
Der Sonntag brachte dann wieder die schönen Seiten: ein gemeinsamer Spaziergang mit Interessenten, echte Begegnungen, vorsichtiges Kennenlernen. Und gleich zwei Happy-End-Momente – Tofu und Stewart durften ausziehen. Wir drücken fest die Daumen, dass sie gut ankommen und Schritt für Schritt in ihr neues Leben wachsen. 🐾
Aber wie so oft gehören auch die anderen Geschichten dazu. Fridolin, ein Fundhund, der am Wochenende seine ersten Schritte bei uns gemacht hat ist noch unsicher, wir sind gespannt wo hier die Reise hingeht. Natürlich ist er nicht gechipt und bislang auch nicht vermisst.
Und dann gibt es diese Momente, die einen ehrlich gesagt fassungslos zurücklassen. Am Sonntagnachmittag stand plötzlich jemand mit einem American Staffordshire Terrier vor dem Tor – natürlich nicht als Listenhund gemeldet, und der Hund musste „sofort weg“. Kein Plan, keine Vorbereitung, keine Übernahme von Verantwortung. Hauptsache, das Problem ist schnell abgegeben.
Gerade bei solchen Hunden reden wir aber nicht von „mal eben unterbringen“. Diese Tiere bringen Auflagen mit sich, behördliche Klärungen, Wesenstests, Haltungsauflagen, teilweise eingeschränkte Vermittlungsmöglichkeiten. Das bedeutet für uns: mehr Zeit, mehr Abstimmung, mehr Ressourcen.
Und auch finanziell ist das ein echter Kraftakt. Allein die Grundversorgung summiert sich schnell: hochwertiges Futter, tierärztliche Checks, Impfungen, Kastration, Parasitenbehandlungen. Dazu kommen Kosten für Verhaltenstraining oder Einschätzung durch Fachstellen. Gerade bei solchen Hunden ist es wichtig, individuell zu arbeiten.
Das alles passiert bei uns, weil wir nicht wegschauen können. Aber es zeigt eben auch ganz deutlich: Ein Tier anzuschaffen bedeutet Verantwortung – finanziell, organisatorisch und vor allem langfristig. Und genau diese Verantwortung lässt sich nicht einfach am Tierheimtor abgeben.
Und als wäre das nicht genug, kam noch ein Korb voller Entenküken aus dem Ebertpark dazu – erneut Opfer von Angriffen, ein Problem, das jedes Jahr wiederkehrt und dringend nachhaltige Lösungen braucht.
Tierheimalltag 11.04 – 12.04
Ein echtes Highlight am Wochenende: Unsere Fundkitten aus dem Fensterschacht vom letzten Wochenende entwickeln sich richtig gut. Gemeinsam mit ihrer Mama sind sie stabil, futtern fleißig und wachsen sichtbar – ein kleines Erfolgserlebnis, das uns allen unglaublich viel Rückenwind gibt. Gleichzeitig riss der „Fundtier-Stream“ nicht ab: Eine Kornnatter wurde von der Feuerwehr gebracht, und in der Nacht von Samstag auf Sonntag kam noch ein Fundhund rein – mit bekanntem Gesicht, denn er war nicht zum ersten Mal bei uns. Zum Glück konnte er wieder nach Hause, aber solche Fälle zeigen, wie wichtig nachhaltige Sicherung ist.
Auch im Bereich Vermittlungen war ordentlich Bewegung drin: viele Gespräche, viel Kennenlernen, viel vorsichtiges Hoffen. Wir drücken wirklich fest die Daumen, dass sich daraus die nächsten Happy Ends entwickeln 🍀
Parallel dazu kamen mehrere Entenküken zu uns, nachdem sie im Ebertpark von Nilgänsen attackiert wurden – sie sowie eine junge Türkentaube konnten wir direkt an die ehrenamtliche Wildvogelhilfe übergeben. Und ein ganz besonderer Meilenstein: Am Wochenende durften wir unsere überwinterten Igel wieder zurück an ihre ursprünglichen Fundorte bringen. Stolze 15 kleine Stachelritter konnten wir wohlgenährt und gesund in die Freiheit entlassen 🦔💚 Ein Moment, der uns sehr bewegt hat – und der zeigt, wie wichtig unsere Arbeit auch für die heimische Tierwelt ist. Denn gerade sie braucht unseren Support mehr denn je, da Lebensräume zunehmend schwinden.
Und dann sind da noch unsere ganz persönlichen Geschichten: Janosch, unser Weimaraner, trägt jetzt einen neuen Maulkorb – und ja, wir finden ihn ziemlich stylisch. Vor allem aber steht er für Verantwortung und Sicherheit im Umgang mit verhaltensoriginellen Hunden. Noah wiederum hatte ein richtig gutes Wochenende: Appetit, Neugier und wie immer mittendrin statt nur dabei – vor allem beim Auspacken der Spenden 📦
Wir Leben jeden Tag ganz bewusst mit ihm.
Jeder gute Tag mit ihm ist ein Geschenk, und wir sind unendlich dankbar für die Unterstützung von unserer Wunschliste, die er bekommt.
Währenddessen haben Runa und Grimm einfach die Sonne im Auslauf genossen – ohne großes Drama, einfach nur zusammen sein. Man vergisst oft, wie viel genau das für unsere Schützlinge bedeutet ☀️
Tierheimalltag 03.04 bis 06.04
Das lange Osterwochenende hat uns zwar mit richtig schönem Frühlingswetter verwöhnt, aber hinter den Kulissen lief parallel ein echtes Auf und Ab aus Hoffnung, Einsatz und auch Sorgen.
Los ging es direkt mit einem Einsatz, der uns allen kurz den Atem geraubt hat: Die ersten Fundkitten des Jahres wurden aus einem Fensterschacht geborgen – draußen geboren, völlig schutzlos. Unsere Mitarbeiter waren sofort mit vollem Einsatz dabei, um die Kleinen zu sichern. Die Kittensaison startet gerade erst, und wir wissen, was da noch auf uns zukommt. Es werden wieder Monate voller Hingabe, Kraft und unzähliger Schicksale.
Zwischendurch gab es aber auch diese kleinen, warmen Momente, die einem zeigen, warum man das alles macht: Am Samstag ging’s früh los zu Hornbach – ein Teil eurer Weihnachtsgutscheine wurde eingelöst, und jetzt wird das Tierheim Ludwigshafen e.V. Stück für Stück frühlingsfit gemacht. 🌸 Lavendel, Rindenmulch – alles für unser Frühlingsfest am 25.04. Wir freuen uns riesig darauf, euch dort zu sehen!
Und dann war da noch Fee, die Besuch bekam und reich beschenkt wurde. Das Schönste daran? Sie hat direkt mit Nilo geteilt. 🧡 Nilo, der im Moment ein bisschen den Mut verliert… aber genau solche Momente zeigen ihm, dass er nicht vergessen ist. Er wartet so sehr auf „seine“ Menschen.
Ein besonders bewegendes Kapitel dieses Wochenendes war Noah, unser Rotti-Rüde. Sein Zustand schwankt, und wir kämpfen gemeinsam mit ihm – mal geht es ein kleines Stück vor, dann wieder zurück. Trotzdem genießt er jede Sekunde: die Sonne im Gesicht, das Gras unter den Pfoten, seine Infusionen ganz entspannt draußen. Am Montag wurde es dann kritisch – er kam kaum noch hoch, eine Schwellung im Gesicht… also wieder ab in die Klinik. Neues Antibiotikum, ein dringender Ultraschall steht an. Bitte drückt ihm die Daumen. Er will leben, das spürt man in jedem Moment. 💛
Und als wäre das alles nicht schon genug gewesen, gab es natürlich auch die „ganz normalen“ Tierheim-Momente: Raya hat ihre per Eilpost gelieferten Ostergeschenke bekommen und direkt ihr neues Lieblingsplätzchen eingeweiht 🐶🎁 – und am Montagmorgen standen plötzlich zwei Wellensittiche da, nachts gebracht von der Feuerwehr. Einfach so. Alltag im Tierheim Ludwigshafen e.V.
Tierheimalltag 27.03-29.03
Das vergangene Wochenende im Tierheim Ludwigshafen e.V. hatte es wirklich in sich – als hätte jemand den „Pause“-Knopf der letzten Wochen plötzlich gelöst und alles auf einmal nachgeholt. Schon am Freitag wurden wir direkt mit der Realität des Tierschutzes konfrontiert: Am Bliesbad wurde während Sturm und Hagel eine alte Katze (Knöpfchen) in einer Tasche ausgesetzt. Die betagte Dame – geschätzt 12+ – ist blind, taub, gesundheitlich stark angeschlagen und kämpft zusätzlich mit einer dauerhaften Kopfschiefhaltung. Es sind genau diese Momente, die einen sprachlos machen. Wie viel muss ein Tier aushalten – und wie viel Herzlosigkeit steckt dahinter, es nach all den Jahren einfach zurückzulassen?
Doch damit nicht genug: Auch unser Sorgenkind Noah, ein Rottweiler-Mischling, konnte aus der Tierklinik abgeholt werden. Er ist aktuell ein absoluter Intensivpatient der noch sehr viel Pflege benötigt. Seine Geschichte macht fassungslos – nach dem Tod seines Besitzers lebten weiterhin „Freunde“ in der Wohnung, doch niemand kümmerte sich um ihn. Ohne Futter, ohne Wasser, sich selbst überlassen, wurde er schlichtweg dem Verhungern preisgegeben und sich komplett Wund lag. Solche Schicksale gehen uns allen nah und zeigen einmal mehr, wie wichtig unsere Arbeit ist – und wie sehr unsere Schützlinge auf uns angewiesen sind.
Der Samstag brachte dann auch Lichtblicke ☀️: Mit Kimberly von Fellkinder Fotografie hatten wir großartige Unterstützung vor Ort. In entspannter Atmosphäre sind wunderschöne Aufnahmen von Fee, Arktos, Annika und Illan entstanden – wir können es kaum erwarten, euch die Ergebnisse zu zeigen!
Direkt danach waren engagierte Hundetrainer-Azubis von hundebar.de bei uns, die mit viel Feingefühl und Motivation auch mit unseren „Charakterköpfen“ gearbeitet haben.
Währenddessen liefen im Katzenbereich zahlreiche Vermittlungsgespräche – vielleicht dürfen wir hier ja bald die nächsten Happy Ends verkünden.
Der Sonntag zeigte sich dann endlich mal von seiner trockenen Seite – wenn auch eisig kalt. Unsere Hunde waren mit den fleißigen Gassigeher*innen unterwegs und haben die Bewegung sichtlich genossen. Ein ganz besonderer Moment: Kenzo hat seine Koffer gepackt und ist ins Probewohnen gestartet 🐾 Wir drücken fest die Daumen, dass er sein Für-immer-Zuhause gefunden hat!
Gleichzeitig macht uns der kleine Neuzugang Minion nachdenklich – ein erschütterndes Beispiel für Qualzucht, das uns einmal mehr vor Augen führt, wie viel Aufklärungsarbeit noch nötig ist.
Unterm Strich war es ein Wochenende voller Emotionen – von tiefer Erschütterung bis hin zu vorsichtiger Hoffnung. Jetzt heißt es: Kräfte sammeln und mit voller Energie in die neue Woche starten – für unsere Tiere, die jeden Tag auf ihre zweite Chance warten. 🐶🐱
Reminder: Bitte stimmt für uns ab https://www.pfalzwerke.de/heldengesucht-spenden/Tierheim-Ludwigshafen-e-V~v669639
Tierheimalltag 21.03-22.03
Vorab: Bitte stimmt für uns ab https://www.pfalzwerke.de/heldengesucht-spenden/Tierheim-Ludwigshafen-e-V~v669639
So, das Wochenende ist schon wieder durch – und wenn man sich einmal kurz hinsetzt und alles Revue passieren lässt, merkt man erst, wie viel eigentlich passiert ist.
Zwischen Futterrunden, sauber machen und medizinischer Versorgung lief im Tierheim Ludwigshafen e.V. gefühlt alles parallel – gerade bei den Kleintieren merkt man aktuell besonders, wie hoch der tägliche Aufwand ist. 💪🐾
Ein riesiges Dankeschön an unser Ehrenamt – ihr habt dieses Wochenende wirklich abgeliefert und seid eine tragende Säule im täglichen Betrieb!
Besonders schön: Es war ein richtig starkes Vermittlungswochenende. Livia und der kleine Eckart sind in ihr neues Leben gestartet – genau für solche Momente machen wir das alles. 🧡 Auch für Kenzo, Stewart und die kleine Tofu standen die Kennenlerntermine an – die erste Chemie hat gestimmt, und wir drücken jetzt fest die Daumen, dass sich daraus nachhaltige Matches entwickeln. Gerade für unsere größeren oder „anspruchsvolleren“ Hunde wie Kenzo wünschen wir uns so sehr, dass sie gesehen werden und die Chance auf ein eigenes Zuhause bekommen.
Auch bei den anderen Schützlingen gab es tolle Entwicklungen: Unsere Kornnatter durfte überraschend schnell ausziehen 🐍✨ und für die eher zurückhaltenden Katzen Joey und Hope wurde bereits ein Auszugstermin vereinbart. Das bedeutet uns unglaublich viel – denn es zeigt, dass es Menschen gibt, die auch den leiseren, vorsichtigen Tieren eine Chance geben. Genau diese Menschen machen den Unterschied. Danke dafür! 🙏
Und dann gab’s noch kleine Alltagsfreuden: Fee hat ihr erstes Ostergeschenk bekommen – ein Osterhasen mit dem sie den ganzen Abend mit Begeisterung gespielt hat. 🎁🐶 Vielen Dank an alle, die unseren Schützlingen solche Momente schenken! Wenn ihr mögt, schaut beim Dehner in Oggersheim vorbei – dort hängen noch einige Osterwunschkarten unserer Tiere. Vielleicht erfüllt ihr ja den ein oder anderen Traum. 🌸
Einige unserer genesenen Tauben durften außerdem wieder in die Freiheit starten – immer ein ganz leiser, aber besonders schöner Moment.
Und Tucker durfte zu einem Familienausflug mit und hat gezeigt, was eigentlich in ihm steckt, er hat es richtig toll gemeistert mit Kind und Kegel waren sie unterwegs. Solche Einblicke außerhalb des Tierheimalltags sind Gold wert, weil sie uns helfen, unsere Hunde noch besser zu verstehen und passende Zuhause zu finden.
Unterm Strich: ein Wochenende voller Einsatz, Hoffnung und kleiner Wunder. Danke an alle, die uns unterstützen – ob vor Ort, mit Spenden oder einfach, indem ihr unsere Geschichten verfolgt.