Bei Temperaturen von 39 bis 40 Grad – ohne das kleinste Lüftchen – gerät selbst der einfachste Handgriff zur Herausforderung. Schon ohne körperliche Anstrengung läuft der Schweiß in Strömen. Trotzdem musste der Alltag im Tierheim ganz normal weitergehen. Unsere Tiere brauchen ihr Futter, ihre Pflege und vor allem ihre medizinische Versorgung. Gerade bei dieser extremen Hitze sind viele von ihnen zusätzlich belastet und benötigen noch mehr Aufmerksamkeit.

Während Mensch und Tier mit den Temperaturen kämpften, riss auch die Zahl der Wildvögel nicht ab. Allein an diesem Wochenende wurden mindestens 30 Vögel bei uns abgegeben. Der Großteil davon waren Mauersegler, dazu kamen drei Rotschwänze, fünf Schwalben und einige Jungtauben.

Besonders die Mauersegler machen uns derzeit große Sorgen. Durch die enorme Hitze verlassen viele Jungvögel ihre Nester viel zu früh oder stürzen heraus. Ohne schnelle Hilfe bedeutet das häufig den sicheren Tod. Eine unserer Mitarbeiterinnen verbringt deshalb ihr eigentlich freies Wochenende damit, die ganzen Vögel im Stundentakt zu füttern. Ein schönes Beispiel dafür, wie selbstverständlich bei uns Freizeit hintenangestellt wird, wenn ein Tier Hilfe braucht.

Auch unsere Ehrenamtlichen haben an diesem Wochenende wieder Großartiges geleistet. Sie haben kurzerhand ein zweites Welpengehege aufgebaut, damit auch der zweite Wurf, der nun bei uns ist, geschützt nach draußen kann. Die Cane Corsos haben ihre ersten Halsbänder bekommen – wir sind gespannt, wie lange es dauert, bis sie durchgeknappert sind. Aber so sind alle weiterhin eindeutig erkennbar und haben auf der Waage bereits um die 6 kg. Nach dem Einbruch in unser Tierheim war für uns klar, dass die alten Holztüren keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Also wurden kurzerhand neue Stahltüren besorgt und eingebaut. Wieder eine ungeplante Ausgabe, die unser Budget zusätzlich belastet – verursacht durch Menschen, die meinten, fremdes Eigentum beschädigen und sich Zutritt verschaffen zu dürfen.

Bis heute wissen wir nicht, was das eigentliche Ziel des Einbruchs war. Sollte ein bestimmter Hund gestohlen werden? Ging es um etwas anderes? Antworten werden wir vermutlich nie bekommen.

Auch die von euch gesponserten Überwachungskameras sind inzwischen vollständig installiert und leisten bereits wertvolle Dienste. Dafür möchten wir uns von Herzen bedanken. Ohne eure Unterstützung wären solche Investitionen kaum möglich gewesen.

Neben all den Herausforderungen gab es zum Glück auch viele schöne Momente.

Eduard durfte in sein Probewohnen ziehen und auch Janosch hat die Chance bekommen, sein neues Zuhause kennenzulernen. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass sich beide auch im Familienalltag genauso toll präsentieren wie bei uns.

Fee lernt ihre Interessentin weiterhin in Ruhe kennen und unsere Vermittlungscrew arbeitet derzeit im Akkord. Die zahlreichen Anfragen für unsere Welpen und viele weitere Schützlinge werden so schnell wie möglich bearbeitet, damit möglichst viele Tiere bald in ihr eigenes Zuhause umziehen können.

Auch aus unserer Katzenabteilung gibt es erfreuliche Nachrichten: Knöpfchen durfte ebenfalls ins Probewohnen ausziehen.

Mit den vielen Jungtieren steigt momentan auch unser Verbrauch an Nassfutter deutlich an. Die Kleinen haben ständig Hunger und benötigen regelmäßig hochwertiges Futter, um gesund aufzuwachsen. Deshalb freuen wir uns weiterhin über jede Unterstützung in Form von Nassfutterspenden.
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Nach diesem Wochenende bleibt vor allem die Erleichterung, dass alle Tiere trotz Hitze, Stress und zusätzlicher Arbeit gut versorgt werden konnten. Jetzt hoffen wir auf etwas kühlere Tage und ein kleines bisschen Ruhe für Mensch und Tier.