FAQ ein Hund aus dem Tierheim adoptieren

Bitte nimm dir einen Moment Zeit, die Beschreibungen der vorgestellten Tiere sorgfältig zu lesen – so vermeiden wir Missverständnisse und schaffen von Anfang an klare Erwartungen.

Aus Rücksicht auf unsere Tiere und um unnötigen Stress sowie Lärm zu vermeiden, ist ein spontaner Besuch zur Besichtigung leider nicht möglich.
Wenn du Interesse an einem unserer Tiere hast, melde dich einfach über das Kontaktformular – wir begleiten dich dann Schritt für Schritt durch den Vermittlungsprozess.

Wir freuen uns über jede Anfrage und unterstützen dich gerne dabei, ein passendes Tier aus dem Tierheim Ludwigshafen e.V. in Ludwigshafen am Rhein zu adoptieren.

In diesem FAQ-Bereich findest du alle wichtigen Informationen zur Tiervermittlung, zur Adoption, zum Ablauf einer Vermittlung.

Was gibt es zu beachten?

Hunde

Schutzgebühren
Hund 350€ inkl . MwSt.
Rassehund Preis wird im Einzelfall festgelegt
Vermittlungsprozess

So läuft unsere Hundevermittlung ab

Einen Hund aus dem Tierheim adoptieren – Schritt für Schritt

Die Adoption eines Hundes ist eine wichtige Entscheidung, die gut überlegt sein sollte. Deshalb nehmen wir uns für jede Vermittlung viel Zeit und begleiten Interessenten persönlich durch den gesamten Vermittlungsprozess.

Unsere Hunde werden deutschlandweit und – sofern die Voraussetzungen erfüllt sind – auch ins benachbarte Ausland vermittelt. Entscheidend ist für uns nicht die Entfernung, sondern dass jeder Hund das passende Zuhause findet.

Warum können Interessenten nicht einfach durch die Hundezwinger gehen?

Immer wieder erreichen uns Anfragen, ob man unsere Hunde einfach vor Ort anschauen kann. Aus Rücksicht auf unsere Tiere haben wir uns bewusst gegen einen offenen Besucherbetrieb im Hundebereich entschieden.

Viele unserer Hunde haben eine schwierige Vergangenheit hinter sich, befinden sich noch in der Eingewöhnung, sind krank, stehen unter behördlichen Auflagen oder sind aufgrund ihrer individuellen Bedürfnisse nur für bestimmte Lebenssituationen geeignet. Würden täglich viele Besucher durch die Zwinger laufen, würde dies für alle Hunde erheblichen Stress bedeuten – auch für diejenigen, die aktuell gar nicht zur Vermittlung stehen.

Deshalb arbeiten wir seit vielen Jahren mit einem individuellen Vermittlungskonzept, das sich bewährt hat. Jeder Interessent erhält eine persönliche Beratung und lernt ausschließlich Hunde kennen, die wirklich zu den eigenen Lebensumständen passen könnten. So schaffen wir die besten Voraussetzungen für eine langfristig erfolgreiche Vermittlung – sowohl für Mensch als auch Hund.

Schritt 1 – Den passenden Hund finden

Schauen Sie sich zunächst unsere Hunde auf der Homepage an. Zu jedem Hund finden Sie eine ausführliche Beschreibung mit Informationen zu Charakter, Bedürfnissen und den Voraussetzungen für eine Vermittlung.

Wenn Sie glauben, dass einer unserer Hunde gut zu Ihnen passen könnte, klicken Sie einfach auf „Hund anfragen“ und füllen Sie unser Online-Formular vollständig aus.

Durch den Interessentenbogen erhalten wir bereits viele wichtige Informationen über Ihre Wohn- und Lebenssituation. So können wir einschätzen, ob der gewünschte Hund grundsätzlich zu Ihnen passen könnte.

Kein passender Hund dabei?

Auch dann freuen wir uns über Ihre Anfrage.

Beschreiben Sie uns möglichst genau,

  • welche Eigenschaften Ihr zukünftiger Hund haben sollte,
  • welche Größe oder Rasse Sie sich vorstellen,
  • welche Erfahrungen Sie bereits mit Hunden haben,
  • wie Ihr Alltag aussieht und
  • welche Menschen und Tiere in Ihrem Haushalt leben.

Neben unseren eigenen Schützlingen begleiten wir gelegentlich auch Hunde im Rahmen einer Vermittlungshilfe. Vielleicht wartet dort bereits Ihr zukünftiger Begleiter auf Sie.

Schritt 2 – Persönliches Kennenlernen

Wenn wir den Eindruck haben, dass Hund und Interessent gut zusammenpassen könnten, melden wir uns telefonisch oder schriftlich bei Ihnen und vereinbaren einen Termin.

Dieser Termin ist selbstverständlich unverbindlich und findet ausschließlich nach vorheriger Absprache statt.

Wir nehmen uns Zeit, stellen Ihnen den Hund ausführlich vor, beantworten Ihre Fragen und gehen gemeinsam mit Ihnen und dem Hund spazieren. So können sich beide Seiten in Ruhe kennenlernen.

Schritt 3 – Weitere Kennenlerntermine

Eine erfolgreiche Hundevermittlung entsteht nicht innerhalb weniger Minuten.

Deshalb bieten wir Ihnen – sofern der erste Eindruck positiv ist – weitere Spaziergänge und Kennenlerntermine an. So können Sie den Hund in verschiedenen Situationen erleben und feststellen, ob die Chemie wirklich stimmt.

Schritt 4 – Alltag testen

Bevor ein Hund endgültig vermittelt wird, soll er auch Ihren Alltag kennenlernen.

Je nach Hund und individueller Situation verbringen unsere Hunde deshalb zunächst mehrere Tage stundenweise bei Ihnen. So können sowohl Sie als auch der Hund herausfinden, ob das gemeinsame Leben im Alltag funktioniert.

Schritt 5 – Platzkontrolle und Adoption

Wenn alle Beteiligten überzeugt sind, dass Hund und Familie gut zusammenpassen, führen wir eine Platzkontrolle durch.

Anschließend wird der Schutzvertrag geschlossen und Ihr neues Familienmitglied darf in sein endgültiges Zuhause einziehen.

Ehrliche Kommunikation ist uns wichtig

Eine Hundevermittlung ist keine Verpflichtung.

Während des gesamten Vermittlungsprozesses können sowohl Sie als auch wir jederzeit offen ansprechen, wenn Zweifel bestehen oder sich herausstellt, dass der Hund doch nicht optimal passt. Unser gemeinsames Ziel ist immer eine Vermittlung, die für alle Beteiligten – und vor allem für den Hund – dauerhaft erfolgreich ist.

Haben Sie Fragen?

Unser Vermittlungsteam unterstützt Sie gerne bei der Suche nach dem passenden Hund und begleitet Sie Schritt für Schritt auf dem Weg zur Adoption.

Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen.

Liebe Grüße
Euer Vermittlungsteam

Gesundheit

Alle Hunde sind entwurmt, geimpft und gechipt (bitte beachten Sie, dass Sie bei Übernahme den Hund bei Tasso auf sich registrieren müssen).

Reservierung von Tieren

Bitte beachten Sie, dass wir kein Tier für Sie reservieren können. Dies sollten Sie besonders bei geplanten Urlauben bedenken.

Listenhunde

Wenn Sie sich für die Übernahme eines Listenhundes interessieren, sollten Sie bereit sein, die gesetzlichen Auflagen für Listenhunde zu erfüllen. Dies ist mit Gebühren verbunden. Wichtig für Mieter ist eine Haltungsgenehmigung des Vermieters für die Haltung eines Listenhundes, dies sollten Sie vorab klären. Des Weiteren benötigen Sie im ersten Schritt ein makelloses Führungszeugnis, danach folgen die Sachkundenachweise.

Hierüber finden Sie genauere Informationen für RLP
Bestimmtung für Listenhunde in Rheinland-Pfalz

Tierphysiotherapie

Unsere Tiere werden durch die Tierphysiotherapie Luchmann betreut

Pension

Wir selbst können aus Platzmangel keine Tierpension anbieten.

Warum tragen viele Hunde im Tierheim Ludwigshafen e.V. einen Maulkorb?

Viele Besucher fragen sich, warum einige unserer Hunde beim Spaziergang einen Maulkorb tragen. Die kurze Antwort lautet: Ein Maulkorb bedeutet nicht automatisch, dass ein Hund gefährlich oder aggressiv ist.

Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich und oft reine Vorsichtsmaßnahmen.

Gesetzliche Vorgaben

Ein Teil unserer Hunde unterliegt gesetzlichen Bestimmungen. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Listenhunde oder Hunde, die aufgrund behördlicher Auflagen nach einem Vorfall als gefährlich eingestuft wurden. Für diese Hunde ist das Tragen eines Maulkorbs außerhalb des Tierheims gesetzlich vorgeschrieben.

Sicherheit für Mensch und Hund

Viele unserer Hunde kommen aus schwierigen Lebenssituationen und müssen den Umgang mit neuen Menschen, anderen Hunden und den zahlreichen Umweltreizen erst wieder lernen.

Unser Tierheim liegt mitten im städtischen Bereich. Bei Spaziergängen begegnen unsere Hunde regelmäßig anderen Hunden, Radfahrern, Joggern und vielen weiteren Reizen. Leider erleben wir immer wieder, dass fremde Hunde unangeleint oder ohne ausreichende Kontrolle auf unsere Tierheimhunde zulaufen.

Gerade bei unsicheren oder noch in der Rehabilitation befindlichen Hunden kann eine solche Situation schnell Stress auslösen. Ein gut angepasster Maulkorb sorgt dafür, dass alle Beteiligten bestmöglich geschützt sind – sowohl unsere Hunde als auch andere Hunde und Menschen.

Verantwortung gegenüber unseren Ehrenamtlichen

Unsere Hunde werden täglich von vielen ehrenamtlichen Gassigehern ausgeführt. Als Tierheim tragen wir eine große Verantwortung für die Sicherheit aller Beteiligten.

Nicht jeder Spaziergang findet mit erfahrenen Hundetrainern statt. Deshalb setzen wir dort, wo es sinnvoll ist, bewusst auf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Unser Ziel ist es, Risiken zu minimieren und unseren Hunden gleichzeitig möglichst viele positive Alltagserfahrungen zu ermöglichen.

Ein Maulkorb ist ein Hilfsmittel – kein Makel

Für uns ist ein Maulkorb nichts anderes als ein Sicherheits- und Trainingshilfsmittel – vergleichbar mit einem Sicherheitsgurt im Auto oder einem Fahrradhelm. Er sagt nichts über den Charakter eines Hundes aus.

Die Hunde tragen ihren Maulkorb ganz selbstverständlich und stressfrei. Ein gut angepasster Maulkorb schränkt den Hund nicht in seinem Wohlbefinden ein. Er kann damit hecheln, trinken, schnüffeln und seine Umgebung ganz normal erkunden.

Der Maulkorb erleichtert den weiteren Weg

Viele Hunde profitieren davon, den Maulkorb bereits im Tierheim positiv kennenzulernen. Dadurch ist das Tragen später im neuen Zuhause oder während eines Trainings selbstverständlich und stressfrei. Sollte der Maulkorb später einmal notwendig sein – etwa beim Tierarzt, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in bestimmten Bundesländern –, kennt der Hund ihn bereits und verbindet ihn nicht mit etwas Negativem.

Unser Grundsatz

Wir handeln nach dem Prinzip „Safety first – Sicherheit für Mensch und Tier.“

Jeder Hund wird bei uns individuell beurteilt. Ein Maulkorb ist niemals eine Strafe oder ein Zeichen dafür, dass ein Hund „böse“ ist. Er ist eine verantwortungsvolle Vorsichtsmaßnahme, die dazu beiträgt, unseren Hunden möglichst viele sichere und positive Erfahrungen außerhalb des Tierheims zu ermöglichen.