Das Nikolauswochenende hat sich ganz im Geist des zweiten Advents gezeigt: still, kühl und mit diesem warmen Schimmer, der in der Luft liegt, wenn überall kleine Lichter angehen. 

Samstag startete direkt turbulent: In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde eine Katze als Tierschutzeinweisung zu uns gebracht – mit starken neurologischen Auffälligkeiten, die uns sofort in Einsatzmodus versetzt haben. Ein kleines, sichtlich überfordertes Tier, dessen Körper uns Sorgen bereitet. Anfang der Woche geht es direkt zur tierärztlichen Abklärung in die Klinik; bis dahin geben wir ihr ein möglichst ruhiges, geschütztes Ankommen.

Zwischen all dem lief der Alltag natürlich weiter. Ein toller Augenblick war die Rückkehr einer Halterin aus dem Krankenhaus, die ihre drei Hunde bei uns wiedersah. Die Wiedersehensfreude war überwältigend – drei Hunde außer Rand und Band, eine Halterin mit glasigen Augen vor Erleichterung, und wir mittendrin, dankbar Zeugen solcher Momente zu sein.

Sonntag brachte dann eine Mischung aus Vermittlungsgesprächen und Neuanfängen. Es gab Interessententermine für Brezel und Wilma, und der kleine Dobby durfte auf Probe mit ausziehen – mit seiner fröhlichen und umgänglichen Art eigentlich längst überfällig.

Als Neuzugang durften wir Nilo aufnehmen, einen blauen American Staffordshire Terrier, dessen letzte Wochen ein ziemliches Auf und Ab waren. Er war vor längerer Zeit schon einmal bei uns, kehrte zurück in seine Familie und stand nun erneut bei uns vor der Tür, weil den Menschen, an die er mittlerweile vermittelt wurde, nicht gesagt wurde, dass er ggf. nicht ganz so kompatibel mit einem bereits vorhandenen Hund sein könnte. Er begegnet uns zugewandt, freundlich. Wir drücken ihm die Daumen, dass sein Aufenthalt von kurzer Dauer ist und wir ein geeignetes, zuverlässiges Zuhause für ihn finden.

Zwischen den ganzen Terminen konnten wir außerdem die ersten Spenden vom Weihnachtsbaum im Futterhaus abholen – tolle, sorgsam ausgewählte Sachen, die uns im Alltag wirklich weiterhelfen. 🎁

Zum Schluss:
Besonders bewegt und sorgen bereitet uns in den letzten Tagen Rosa. Ihr wurde vor Kurzem die Milz entfernt, und die Untersuchungsergebnisse waren leider niederschmetternd: Eine ausgebrochene Leishmaniose. Wir versuchen nun ein letztes, sehr kostspieliges Medikament – nicht wissend, ob dieser Strohhalm nach dem wir greifen hält, aber in der Hoffnung, ihr damit noch ein paar schöne, schmerzfreie Monate schenken zu können. Auch engmaschige Blutuntersuchungen alle zwei Tage gehören jetzt dazu.

Wer uns bei diesen erheblichen Kosten unterstützen möchte, macht uns – und vor allem Rosa – eine riesige Freude und gibt uns die Möglichkeit, diesen Weg nicht allein gehen zu müssen. Jede noch so kleine Unterstützung hilft uns, die Behandlung und Diagnostik weiterzutragen.

Spendenmöglichkeiten:
PayPal: info@tierheim-ludwigshafen.com

IBAN: DE60 5455 0010 0191 0935 82

Möge für sie und alle anderen Schützlinge trotz allem ein kleines Stück Adventslicht bleiben. 💛