Und zack – wieder ist ein Wochenende vorbei. Draußen wird’s zwar langsam milder, aber dieser Dauerregen… sagen wir’s, wie’s ist: Der geht nicht nur auf die Jacke, sondern auch ein bisschen aufs Nervenkostüm. Und genau in dieser Mischung aus „Ach, wie schön“ und „Puh, ganz schön viel“ lief auch unser Wochenende im Tierheim Ludwigshafen ab.

Eine Katze durfte in ihr neues Zuhause ziehen 🐾, mehrere genesene Tauben konnten wir an ihrem ursprünglichen Fundort wieder in die Freiheit entlassen – jedes Mal ein ganz besonderer Moment. Außerdem waren die Interessenten von Fiete da, und was sollen wir sagen: Sie mögen ihn sehr! Wir drücken unserem sensiblen Kerl ganz fest die Daumen, dass alles weiterhin so gut läuft und er bald ausziehen darf. Der Tierheimalltag ist einfach nichts für ihn, und er wirkt oft richtig niedergeschlagen – also: alle Daumen drücken für Fiete 🤞🐶.

Sorgenkind des Wochenendes ist unsere Schweinedame Ottilie. Die alte Dame hat leider wieder gesundheitliche Probleme, ihr Auge ist böse entzündet und wird nun täglich gespült. Parallel lief natürlich der ganz normale Tierheimtrubel: füttern, putzen, versorgen, trösten, organisieren, dokumentieren.

Zwei Themen möchten wir diese Woche besonders in den Fokus rücken:

Zum einen sind wir aktuell bis zum Rand voll mit Igeln 🦔, die wir aufpäppeln und über den Winter begleiten, bis sie im Frühjahr wieder fit für die Freiheit sind. Die kleinen Stachler machen unglaublich viel Arbeit, haben aber zum Glück einen gesegneten Appetit – leider schrumpft dadurch auch unser Futterbestand. Wir würden uns riesig freuen, den ein oder anderen Igelfreund zu finden, der uns mit Royal Canin Mother & Babycat Trockenfutter unterstützt – auch auf unsere Wunschliste. Die Größe und Zusammensetzung sind dafür einfach ideal.

Besonders intensiv beschäftigt uns aktuell auch das Thema Kaninchen-Abgaben. Täglich erreichen uns Anfragen von Menschen, die ihre Tiere nicht mehr halten können oder wollen. Viele dieser Kaninchen wurden unüberlegt angeschafft, oft als „Anfänger-“ oder „Kinderhaustier“, nicht selten trächtig übernommen, falsch ernährt und in viel zu kleinen Käfigen gehalten. Was dabei häufig völlig unterschätzt wird: Kaninchen sind hochanspruchsvolle Tiere. Sie brauchen viel Platz, strukturierte Gehege, frisches Grünfutter, Sozialpartner, Beschäftigung, fachkundige Pflege und regelmäßige tierärztliche Versorgung. Das ist zeitaufwendig, kostenintensiv und verlangt echtes Engagement. Kaninchen sind keine Kuscheltiere, keine Dekoration fürs Kinderzimmer und kein Spielzeug. Sie sind sensible Lebewesen mit komplexen Bedürfnissen, die beobachtet, verstanden und respektiert werden wollen. Leider ist es nach wie vor möglich, diese Tiere nahezu überall für wenig Geld zu kaufen oder über Kleinanzeigen weiterzugeben – oft ohne jede Aufklärung, ohne Kontrolle und ohne Rücksicht auf artgerechte Haltung. Die Folgen landen am Ende bei uns: überfüllte Gehege, erschöpfte Kapazitäten und Tiere, die erst einmal wieder stabilisiert, medizinisch versorgt und langsam an ein artgerechtes Leben herangeführt werden müssen. Unser eindringlicher Appell: Wer sich ein Tier anschaffen möchte, informiert sich bitte gründlich, ehrlich und realistisch. Prüft, ob Zeit, Platz, Geduld und finanzielle Mittel dauerhaft vorhanden sind – denn auch Kleintiere können beim Tierarzt schnell hohe Kosten verursachen. Verantwortung endet nicht an der Haustür, sondern beginnt genau dort.