Freitagabend hat uns ein Anruf aus einer Ludwigshafener Tierarztpraxis eiskalt erwischt: Auf der Parkinsel wurde ein ca. 6 Monate alter, unkastrierter Kater in einer zugeknoteten Tüte gefunden – voller Kot und Urin, völlig am Ende und mit deutlichen Spuren von Misshandlung (abgeschnittene Schnurrhaare, im Röntgen ein Schwanzanriss). Wir waren einfach nur sprachlos darüber, wozu Menschen fähig sind – und gleichzeitig dankbar, dass er überhaupt noch lebt. Jetzt ist er bei uns in der Quarantäne angekommen, frisch gebadet, erstmal sicher, und hat einen Namen:

Kimba. Ab hier geht’s für dich bergauf – das ist kein Spruch, das ist unser Commitment.

Und dann war da zum Glück auch diese andere Seite unseres Tierheim-Alltags: Samstag startete direkt mit einem echten Lichtblick, denn die kleine Dori war noch nicht mal veröffentlicht und durfte trotzdem schon ausziehen. Sie hat in den letzten Wochen großartige Menschen kennenlernen dürfen, die sich ganz bewusst für sie entschieden haben – mit dem Plan, sie Schritt für Schritt in ihr Rudel zu integrieren. Auch Honig hat ihre Interessenten mitten ins Herz getroffen und darf nach ein paar Probetagen bleiben.
Genau diese Momente sind es, die uns nach harten Einsätzen wieder Luft holen lassen. ❤️

Zwischen Hunde- und Katzenalltag gab’s am Wochenende außerdem einen Neuzugang der etwas anderen Art: ein Fundhuhn, das jetzt Erna heißt – wir sind gespannt, ob sich die Besitzer melden.

Und während draußen das Wetter wieder ordentlich abgekühlt ist (Frühling, wir wären bereit!), wurde bei unseren Schweinen richtig angepackt: Ehrenamtliche haben einen Paletten-Zaun gebaut, damit wir bei der Fütterung besser trennen können, weil Ottilie einfach deutlich langsamer frisst – und die Eberhardt sich sonst alles wegsnackt, bevor sie überhaupt fertig ist. Alles in Allem geht es Ottilie aber wieder viel besser.

Danke an alle, die mit Zeit, Muskelkraft, Herz und Spenden dafür sorgen, dass hier trotz allem jeden Tag Stabilität entsteht.