Der Freitag begann diesmal ungewohnt festlich: Als Vorstand waren wir zur 15-Jahr-Feier der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Vorderpfalz eingeladen. Es gab viele spannende Impulse rund ums Thema Stiftungen, gute Gespräche und einen wunderschönen musikalischen Beitrag von fünf jungen Künstlern der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Besonders gefreut hat uns der Grund unserer Einladung: Es gibt eine Stiftung zugunsten des Tierheims Ludwigshafen e.V. Und das ist für uns weit mehr als eine nette Geste. Eine Stiftung trägt uns dauerhaft: Das Kapital bleibt erhalten, und mit den Erträgen werden wir Jahr für Jahr unterstützt. So wird aus einer einmaligen Spende eine Hilfe, die bleibt, auch dann, wenn Futter, Tierarztrechnungen und Reparaturen nicht auf bessere Zeiten warten. Danke an alle, die daran mitgewirkt haben, und für diesen tollen Nachmittag und Abend! 💛
Der Samstag startete dagegen ganz bodenständig. Der Alltag lief, Vermittlungsgespräche wurden geführt, und ich war mit Bernd auf dem Hof beim Maulkorbtraining, als eine Familie mit einer weißen Katze kam. Drei Tage hatte sie schon bei ihnen im Hof gelegen, still und geschwächt, und nun ging es ihr sichtlich schlecht. Ein kurzer Blick genügte, wir wussten: Hier zählt jede Minute. Also ab in die Tierklinik. Dort zeigte sich, wie ernst es wirklich war: Der Test auf Katzenleukose (FeLV) fiel positiv aus, alle Blutwerte waren im Keller, und Niere und Leber versagten zunehmend. Das Team der Tierklinik versuchte, sie zu stabilisieren, doch leider ohne Erfolg. Am Ende haben wir sie gehen lassen, um ihr weiteres Leid zu ersparen. Das Einzige, was wir noch für sie tun konnten, war, sie von ihren Schmerzen zu befreien und in ihrer letzten Zeit für sie da zu sein. Sie war nicht allein. Nach einem so ruhigen Tag hätte man dieses Tagesende absolut nicht gebraucht, und es hat uns allen noch lange nachgehangen. Solche Momente gehören leider auch zum Tierheimalltag, und sie gehen uns jedes Mal nah. 🕊️
Und irgendwie ging es am Sonntag ähnlich turbulent weiter: Früh am Morgen stand im Bereich, in dem nachts die Fundtiere untergebracht werden, die Quarantänebox einer Katze offen. Und die Katze? Weg! Vermutlich war eine Tür nicht richtig geschlossen. Also begann die Suche, bis wir sie einige Zeit später wohlbehalten fanden. Sie hatte weder den Weg in die Decke noch nach draußen gefunden.
Durchatmen, und dann ging es mit dem gewohnten Ablauf und dem Gesundheitscheck weiter. 😅
Mittags kam dann ein guter alter Bekannter vorbei: Felix (Von Top-Dogs-Mannheim). Er bot an, einen unserer Hunde für eine Zeit bei sich aufzunehmen, um zu sehen, wie er sich im häuslichen Umfeld macht, und ihm erste Grundregeln beizubringen. Das erhöht die Vermittlungschancen enorm. Seine Wahl fiel auf Nikita, der nun erst einmal bei Felix eingezogen ist, aber natürlich weiterhin zur Vermittlung steht. Danke, Felix, für dieses tolle Angebot!
So endet ein Wochenende voller Gegensätze, mit schweren Momenten, aber auch mit ganz viel Hoffnung und Menschen, die mit anpacken. Danke an alle, die an unserer Seite stehen! 🐕❤️