Das Wochenende ist vorbei und bei uns heißt es wieder: durchatmen, sortieren und weitermachen.

Eine schöne Nachricht gab es bei unserer Königsphyton Otto: Die Schlange, die vor einigen Wochen in einem Kanaldeckel gefunden wurde und seitdem bei uns untergebracht war, konnte endlich ihrem Halter zugeordnet werden. Sie hatte Otto tatsächlich rund sechs Wochen vermisst. Nun wurde Otto abgeholt und darf endlich wieder nach Hause. ❤️

Auch unsere Handwerker waren wieder fleißig und haben am Wochenende das zweite Gehege für unsere Schildkröten fertiggestellt. Und was sollen wir sagen: Wahnsinn! Es ist so toll geworden und wir freuen uns riesig, dass hier wieder ein Stück mehr für unsere Tiere entsteht. Jetzt fehlen uns für die beiden Gehege nur noch unsere zwei Frühbeete, dann ist auch dieses Projekt wieder ein großes Stück weiter. 🐢

Gleichzeitig werden wir gerade von Kitten regelrecht überschwemmt. Die Katzenschutzverordnung wird in Ludwigshafen leider noch immer viel zu wenig ernst genommen. Allein am Samstag haben wir sechs Kitten aus unterschiedlichen Würfen von einer einzigen Stelle aufgenommen. Im Laufe dieser Woche werden dort weitere Tiere gesichert und wir hoffen sehr, dass auch die Elterntiere dabei sind und wir diese kastrieren lassen können. Denn genau hier liegt das Problem: Unkastrierte Freigängerkatzen vermehren sich unkontrolliert, Nachwuchs wird sich selbst überlassen und am Ende landen immer mehr Tiere auf der Straße oder bei uns.

Und damit nicht genug: Allein im Laufe der vergangenen Woche kamen zusätzlich neun Kitten als Fundkatzen zu uns.

Wir sind inzwischen erschreckend nah an Zuständen, wie wir sie sonst aus Ländern kennen, in denen das Katzenelend seit Jahren massive Ausmaße angenommen hat. Und das ist kein Naturgesetz. Es passiert, weil Verantwortung nicht übernommen wird, weil Tiere unkastriert in den Freigang gelassen werden und weil viel zu oft weggesehen wird. Das Katzenelend nimmt von Jahr zu Jahr zu und wir kämpfen dabei leider viel zu oft gegen Windmühlen.

Was das für uns bedeutet, könnt ihr euch vorstellen: Für die Versorgung der vielen Kitten benötigen wir aktuell Unmengen an Einmalhandschuhen in allen Größen, Aufzuchtmilch, Kittenfutter und natürlich alles, was zur Versorgung und Hygiene dazugehört. Jede einzelne Unterstützung hilft uns dabei, die laufenden Kosten zu stemmen und unsere finanziellen Mittel dort einzusetzen, wo sie gerade dringend gebraucht werden bei der medizinischen Versorgung und den Tieren.

Auf unserer Amazon-Wunschliste findet ihr jederzeit einen Überblick über Dinge, die wir aktuell dringend benötigen. Wir freuen uns wirklich über jede Hilfe – ganz gleich, ob groß oder klein. ❤️

Auch bei den erwachsenen Katzen gab es wieder einige Fälle, die zeigen, wie wichtig eine Registrierung ist: Ein gechipter Kater wurde gefunden, war aber leider nicht registriert und konnte dadurch zunächst keinem Halter zugeordnet werden. Außerdem kam eine bereits 2009 geborene Katze in sehr schlechtem Zustand zu uns – auch sie ist leider nicht registriert.

Und auch ein Fundhund beschäftigt uns derzeit. Er wurde mit Maulkorb an einer Laterne angebunden aufgefunden. Aktuell wird noch behördlich geklärt, wie es mit ihm weitergeht und auch, welcher Rasse er zuzuordnen ist. Sobald wir hier alle Informationen zusammengetragen haben und wissen, wie sein weiterer Weg aussieht, werden wir ihn natürlich auch vorstellen.

Ihr seht: Bei uns wird es nicht langweilig. Und das, was wir euch hier aufzählen, ist tatsächlich nur ein kleiner Ausschnitt von dem, was an einem einzigen Wochenende beziehungsweise innerhalb weniger Tage bei uns passiert.

Es sind viele Tiere, viele Baustellen, viele Sorgen und manchmal auch das Gefühl, dass wir gar nicht so schnell helfen können, wie neue Notfälle bei uns ankommen. Aber dann gibt es eben auch Otto, der nach sechs langen Wochen wieder nach Hause darf. Ein neues Schildkrötengehege, das plötzlich fertig vor uns steht. Ein Kitten, das endlich satt und warm ist. Oder ein Tier, bei dem wir nach Wochen endlich einen kleinen Schritt weiterkommen.

Es sind genau diese Momente, die uns zeigen, warum wir jeden Tag weitermachen. Auch wenn es manchmal schwerfällt. Auch wenn wir uns wünschen würden, dass es weniger werden. Wir bleiben dran – für jedes einzelne Tier, das unsere Hilfe braucht. ❤️