Wenn am Ende eines Wochenendes sieben Katzen, eine Schäferhündin, ein Hahn und ein als Listenhund eingestufter Fundhund mehr auf der Bewohnerliste stehen, fragt man sich kurz, ob wir eigentlich irgendwann einmal „nichts Neues“ auf dem Zettel haben. Spoiler: Nein. 😅

Beginnen wir mit Stitch. Über ihn hatten wir euch bereits im letzten Wochenendbericht kurz erzählt. Der junge Rüde wurde am vergangenen Wochenende einfach an einer Laterne angebunden vorgefunden. Inzwischen wurde er durch die Amtsveterinäre als Listenhund eingestuft und damit beginnt für ihn bei uns nun ein neuer Abschnitt.

Wir haben ihn Stitch genannt. Laut TASSO ist er 2023 geboren, die hinterlegten Halterdaten sind allerdings nicht mehr aktuell. Warum er schließlich an dieser Laterne gelandet ist und was er in seinem bisherigen Leben erlebt hat, wissen wir nicht. Vielleicht kennt ihn jemand von euch?

Also Stitch – wir schauen nach vorne. Wir lassen die unbekannte Vergangenheit erst einmal hinter dir und lernen dich jetzt kennen. ❤️

Was wir bereits sagen können: Stitch ist ein sehr menschenbezogener Kerl. Gleichzeitig ist er absolut grenzenlos und hat offenbar einiges an Nachholbedarf in Sachen Erziehung, Ruhe und Impulskontrolle. Was sonst noch alles auf deinem persönlichen „Zettel“ steht, werden wir in der nächsten Zeit herausfinden. Und natürlich nehmen wir euch dabei mit.

🍂 Und weil wir gerade von „neu kennenlernen“ sprechen: Wir möchten euch auch noch einmal ganz herzlich zu unserem Herbstfest am 04.10.26 einladen! 🍂

Da sich rund um Weihnachten bei uns und wahrscheinlich auch bei vielen von euch die Termine wieder ziemlich knubbeln, möchten wir es dieses Jahr etwas ruhiger angehen lassen und haben uns deshalb entschieden, bereits im Herbst mit euch zu feiern. Wir öffnen unsere Türen und Tore noch einmal für euch und geben euch die Möglichkeit, mit uns ins Gespräch zu kommen und auch einmal Bereiche des Tierheims kennenzulernen, die man bei einem normalen Besuch nicht zu sehen bekommt.

Aber zurück zum Wochenende – denn auch der Samstag hatte es ordentlich in sich.

Neben dem ganz normalen Tierheimtrubel sind unsere Kitten weiterhin fleißig dabei, ihre Näpfe leer zu futtern. Und zwar mit einem Tempo, bei dem wir kaum hinterherkommen. 😅 Wir sind natürlich mega happy, dass die Kleinen so gut fressen und sich so toll entwickeln. Aber puh … unser Futterbestand rast gerade nur so dahin. Wir freuen uns daher immer über Futter.

Gleichzeitig sind die Katzenquarantäne und unser Arztzimmer bis oben hin mit Fundtieren gefüllt. Und als wäre das nicht schon genug, zogen am Samstag noch einmal fünf weitere Katzen und eine ältere Schäferhündin bei uns ein, deren Besitzerin ins Krankenhaus musste.

Wie es für die Tiere weitergeht, wissen wir im Moment selbst noch nicht. Einige müssen zunächst medizinisch versorgt und untersucht werden. Danach wird sich Schritt für Schritt zeigen, wie es weitergehen kann. Also hieß es erst einmal: Boxen richten, Plätze schaffen, Tiere aufnehmen und irgendwie alles unterbringen.

So ist das manchmal bei uns. Man plant den Tag – und dann klingelt es am Tor. 

Der Sonntag war dann vor allem von Vermittlungsterminen und vielen guten Gesprächen geprägt. Und endlich konnte auch der Hahn, der seit rund einer Woche Rheingönheim unsicher gemacht hatte, gesichert werden und zu uns kommen.

Puh … noch einmal Glück gehabt. 🐓

Auch bei unseren kleinen Herdenschutzhund-Mischlingen geht es ordentlich voran. Die Welpen wachsen, sind quietschfidel und halten uns weiterhin ordentlich auf Trab. Gleichzeitig würden sie sich noch über passende Anfragen freuen – insbesondere von Menschen, bei denen es möglich wäre, die vorgeschriebene Hausquarantänezeit gemeinsam mit ihnen zu verbringen. In einer Wohnung ist das leider nicht möglich, da während dieser Zeit auch ein entsprechender Außenbereich benötigt wird.

Und weil bei uns nicht nur Tiere einziehen, sondern sich auch räumlich einiges tut, wurde am Wochenende natürlich ebenfalls fleißig gearbeitet. Unsere Handwerker haben die letzten beiden Schildkrötengehege fertiggestellt. 🐢 Damit ist wieder ein Stück mehr Platz geschaffen und unsere Schildkröten können künftig noch besser untergebracht werden.

Auch auf unserem Heuweg-Gelände konnten wir noch vor dem Winter neue Schutzhütten für unsere verwilderten Hauskatzen aufstellen, die dort von uns versorgt werden. Gerade jetzt, wo die kalte Jahreszeit näher rückt, sind trockene und geschützte Rückzugsorte für die Katzen besonders wichtig.

Ein großes Dankeschön geht deshalb an all die helfenden Hände, die bei uns immer wieder mit anpacken. ❤️ Ob beim Bauen, Putzen, Versorgen, Füttern, Spazierengehen, Organisieren oder einfach dort, wo gerade jemand gebraucht wird – ohne euch würde vieles nicht funktionieren.

Und so stehen am Ende dieses Wochenendes wieder ein paar mehr Tiere auf unserer Bewohnerliste, ein paar Baustellen weniger auf unserem Zettel und jede Menge neue Geschichten, die gerade erst beginnen.

Ganz normaler Tierheimwahnsinn eben. ❤️